Logo

Meldungsdatum: 18.05.2020

Krankenhausbesuche erst ab 2. Juni möglich

Gesundheitsamt und Krankenhäuser verständigen sich auf kreisweit einheitliche Regelung

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung und die Krankenhäuser im Kreis Soest haben sich auf eine kreisweit einheitliche Besuchsregelung verständigt. Obwohl die aktualisierte Coronavirus-Schutzverordnung NRW Besuche auf der Basis eines einrichtungsbezogenen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts ab dem 20. Mai grundsätzlich gestattet, sollen im Kreis Soest Patientenbesuche in den Krankenhäusern erst wieder ab dem 2. Juni ermöglicht werden.

Die Zeit wollen die Hospitäler nutzen, um auf der Basis der Empfehlungen und der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ein standardisiertes Screening zu erarbeiten, mit dem Besucherinnen und Besucher vor Betreten des Krankenhauses auf Corana-Symptome überprüft werden können. In diesem Zusammenhang müssen außerdem ein Besuchsregister vorgesehen und die Besucher in geeigneter Weise über die aktuellen Hygienevorgaben informiert werden. Amtsarzt Hansjörg Schulze M. A. E. erläutert den Hintergrund: „Kernziel der gemeinsam verabschiedeten Besuchsregelung ist es, entsprechend der lokalen Verhältnisse und Gegebenheiten im Kreis Soest alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Eintrag von Coronaviren in die Krankenhäuser zu erschweren und dadurch Patienten und Personal zu schützen. Das sehen auch die Vorgaben der aktuell gültigen Coronavirus-Schutzverordnung so vor. Die Verlangsamung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist unabdingbare Voraussetzung für den vorsichtigen und bedachten Einstieg in eine verantwortungsvolle Normalität in der besonders gefährdeten Krankenhausumgebung. Schließlich gilt es, eine Überforderung des Gesundheitssystems im Kreis Soest unbedingt zu vermeiden.“

Während einer Telefonkonferenz auf Einladung des Gesundheitsamts wurden bereits die Eckpunkte der kreisweit einheitlichen Besuchsregelung festgelegt. Besuche sollen zwischen 15 und 18 Uhr ermöglicht werden, sie werden allerdings auf eine halbe Stunde begrenzt. Besucht werden können nur Patientinnen und Patienten, die länger als vier Tage stationär aufgenommen werden. Hansjörg Schulze: „Grundsätzlich gilt aber der Appell, dass aus Gründen des Infektionsschutzes von Besuchen weiterhin möglichst abzusehen ist. Die Krankenhäuser wollen keine generelle Einladung zu Besuchen aussprechen. Ausnahmen von den Regelungspunkten sollen in begründeten Einzelfällen zwar möglich sein, aber nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit dem ärztlichen oder dem pflegerischen Personal.“

Bei der kreisweiten Besuchsregelung ziehen im Einzelnen die folgenden Einrichtungen an einem Strang: Dreifaltigkeitshospital Lippstadt mit Hospital zum Hl. Geist Geseke und Marien-Hospital Erwitte, Ev. Krankenhaus Lippstadt, Klinikum Stadt Soest, Krankenhaus Maria Hilf Warstein, LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein, Marienkrankenhaus Soest und Mariannen-Hospital Werl. „Auch in dieser Hinsicht stellt sich die Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes und der Krankenhäuser im Kreis Soest einmal mehr als gut und konstruktiv dar“, betont  Amtsarzt Hansjörg Schulze.

Pressekontakt: Pressestelle, Wilhelm Müschenborn, Telefon 02921/303200


 

Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:

Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.200 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Sie ist mit dem Kreistag Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in den Bereichen Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Jugend, Schule und Soziales wahr. Sie betreibt den Rettungsdienst, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, einen Kindergarten, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag mit seinen 66 Mitgliedern gestaltet und kontrolliert die Aufgabenwahrnehmung.

SW Logo