Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 

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Magdeburg, 19. Juni 2020
Magdeburg erhält Neuzertifizierung als Fairtrade-Stadt
TransFair e.V. vergibt erneut Nachhaltigkeitszertifikat an Magdeburg

Bereits zum dritten Mal ist die Landeshauptstadt Magdeburg als Fairtrade-Stadt (engl. Fairtrade Town) zertifiziert worden. Magdeburg konnte somit erneut alle fünf Kriterien zur Nachhaltigkeit der Fairtrade-Towns-Kampagne erfüllen und darf nun weiterhin den Titel tragen. Dieses Ergebnis ist eine erfolgreiche Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Die Auszeichnung wurde Magdeburg erstmalig im Jahr 2014 durch die TransFair e.V. verliehen.

 

Auf kommunaler Ebene spielt der faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen eine wichtige Rolle. In der Landeshauptstadt engagieren sich Vertreter*innen des Weltladens, des Eine-Welt-Netzwerkes Sachsen-Anhalt, des Nachhaltigkeitsbüros der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Verbraucherzentrale, des Mauritiushauses Niederndodeleben, der Stadtverwaltung und der evangelischen Kirche sowie Privatpersonen für Nachhaltigkeit. Neben der Übernahme sozialer Verantwortung und Positionierung als weltoffene Kommune entstehen auch Impulse für eine nachhaltige Beschaffung in der kommunalen Verwaltung, in der Kultur, in Vereinen und in Betrieben der Landeshauptstadt Magdeburg.

 

Hintergrund zu Fairtrade

Die Kampagne „Fairtrade-Stadt“ gibt es mittlerweile in 36 Ländern mit über 2.000 Fairtrade-Städten. In Deutschland tragen inzwischen über 670 Kommunen den Titel. Dabei gilt es fünf Kriterien zu erfüllen, um Fairtrade-Stadt zu werden:

 

  1. Es liegt ein Beschluss der Kommune/ des Kreistages vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister‐ bzw. Landratsbüro Fairtrade‐Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet wird; und dass der Titel „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/ Landkreis) angestrebt wird.

 

  1. Es gibt eine lokale Steuerungsgruppe, die auf dem Weg zur Fairtrade‐Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

 

  1. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fairtrade‐Produkte ausgeschenkt (jeweils mindestens zwei).

 

  1. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fairtrade‐Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „fairer Handel“ durchgeführt.

 

  1. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade‐Stadt (bzw. Gemeinde/ Landkreis). Nach Erfüllung aller Kriterien und Prüfung durch TransFair e. V. wird der Titel „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/ Landkreis) für zunächst zwei Jahre vergeben. Danach erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien weiterhin erfüllt sind.



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