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Meldungsdatum: 26.06.2020

Riesenbärenklau an Gewässern online melden

Wasserwirtschaft hat digitale Anwendung im Internet freigeschaltet

Seit über 10 Jahren bekämpft der Kreis Soest die Herkulesstaude an Gewässern und in Naturschutzgebieten. „Die einzelnen Bestände sind schon deutlich kleiner geworden sind“, zieht Annette Kühlmann, Expertin aus der Wasserwirtschaft, durchaus eine Erfolgsbilanz. An der Mitteilung von Riesenbärenklau-Vorkommen ist sie aber weiter sehr interessiert. Deshalb weist sie auf ein jetzt freigeschaltetes Meldeportal im Internet hin.

Mit der digitalen Anwendung soll die Beschreibung und Auffindbarkeit des Standortes erleichtert werden. Direkt zu erreichen ist das Meldeportal unter der folgenden Adresse: https://bit.ly/2VeHKX9. Zu finden ist der Link zum Tool auch unter www.kreis-soest.de (Riesenbärenklau ins Suchfenster eingeben).

Die schwimmfähigen Samen der Herkulesstauden verbreiten sich besonders gut an Gewässern, an denen die gewaltigen Gewächse die heimische Vegetation verdrängen. Die besondere Gefährdung liegt allerdings in der Giftigkeit des Riesenbärenklaus. Er enthält photosensibilisierende Substanzen (Furanocumarine). Diese können bei Hautkontakt insbesondere in Kombination mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen hervorrufen. Die Folge sind Rötungen, Hautentzündungen oder Reizungen. Sie können bis zu Verbrennungen zweiten Grades führen. Auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufschocks sind mögliche Folgen. „Auch deshalbt ist es besonders wichtig, der Ausbreitung des Riesenbärenklaus Einhalt zu bieten“, appelliert Annette Kühlmann.

Die Bekämpfung der Herkulesstaude ist schwierig. Mähen ist zwecklos, da die Pflanze immer wieder aus einer kräftigen Rübe austreibt und das Mähen lediglich zu einer Verzögerung der Blüte führt. Eine wirksame Methode ist das Durchstechen der Wurzelrübe mit einem Spaten rund 10 bis 15 Zentimeter unter der Bodenoberfläche. „Alle Arbeiten sollten nur mit entsprechender Schutzkleidung durchgeführt werden, um Verbrennungen der menschlichen Haut zu vermeiden. Eine vollständige Bekleidung, Handschuhe sowie eine Schutzbrille mit seitlichem Schutz sind dringend zu empfehlen“, warnt Annette Kühlmann. Blütendolden, die bereits reife Samen besitzen, sollten in Folien verpackt und vernichtet werden, um eine weitere Verbreitung der acht bis zehn Jahre keimfähigen Samen zu verhindern. An jeder der verblühten Pflanzen hängen bis zu 50.000 Samen, die darauf warten, vom nächsten Hochwasser oder dem Wind verbreitet zu werden.

Ist die digitale Meldung von Standorten der Herkulesstaude nicht möglich, können gesichtete Bestände an Annette Kühlmann (Telefon 02921/302213) beim Kreis Soest im Sachgebiet Wasserwirtschaft oder per Mail unter annette.kuehlmann@kreis-soest.de gemeldet werden. Herkulesstauden, die auf öffentlichen Flächen außerhalb von Gewässern stehen, können auch direkt dem örtlichen Bauhof mitgeteilt werden. Weitere Informationen zur Herkulesstaude und Bekämpfungsmöglichkeiten auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer NRW (Link: https://j.mp/3fY63R3).

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Pressekontakt: Pressestelle, Wilhelm Müschenborn, Telefon 02921/303200


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Herkulesstaude

©Werner Leifert
Herkulesstaude

Herkulesstaude (Riesenbärenklau) mit Blütenstand. Foto: Werner Leifert


 

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