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29. Juni 2020
UN-Auszeichnung für Projekt „Ökologische Nische Friedhof“ auf dem Stadtfriedhof  

Braunschweig.

Das Projekt „Ökologische Nische Friedhof" hat die Auszeichnung „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ erhalten, welches der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Niedersachsen gemeinsam mit Braunschweig und drei weiteren niedersächsischen Städten auf den Weg gebracht hat. Der BUND Niedersachsen und die Stadt Braunschweig haben am heutigen Montag, 29. Juni, auf dem Braunschweiger Stadtfriedhof das Projekt präsentiert und eine Sommerlinde gepflanzt.

 

„Das Projekt ‚Ökologische Nische Friedhof‘ zeigt exemplarisch, wie Kommunen und BUND effektiv beim Natur- und Artenschutz zusammenarbeiten können“, betont Holger Herlitschke, Umweltdezernent der Stadt Braunschweig. „Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Seit dem Start vor gut zwei Jahren ist der Wildbienenbestand im Bereich des Stadtfriedhofs mit seiner Vielfalt von Flora und Fauna auf kleinstem Raum signifikant gewachsen.“

Im September 2017 startete der BUND Niedersachsen das Projekt „Ökologische Nische Friedhof“. „Ziel ist es, in der Stadt Lebensräume für bedrohte Arten zu schaffen und wichtige Schritte zum Erhalt der Biodiversität zu leisten“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des BUND Niedersachsen, Axel Ebeler. „Das Projekt bildet einen Baustein im Kampf gegen das Insektensterben. Am Beispiel der bedrohten Wildbienen werden Möglichkeiten aufgezeigt, mehr naturnahe Strukturen auf Friedhöfen zu entwickeln.“

Niedersachsenweit beteiligen sich außerdem der Parkfriedhof Junkerberg in Göttingen, der Stadtfriedhof Stöcken in Hannover sowie der Waldfriedhof Lüneburg an dem BUND-Projekt.

Eine Fachjury aus Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen hat aus den Bewerbungen die UN-Dekade-Modellprojekte ausgewählt, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzen. Die Auszeichnung soll auf vorbildliche Aktivitäten aufmerksam machen, Interesse für die biologische Vielfalt wecken und motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Der Titel „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ wird für zwei Jahre verliehen und bei Weiterentwicklung des Projektes verlängert.

 

Seit Beginn haben der BUND und der städtische Fachbereich Stadtgrün und Sport diverse Maßnahmen auf der Fläche des Stadtfriedhofes umgesetzt. Zuerst wurde eine mehrjährige, blütenreiche, rund 400 Quadratmeter große Wildblumenwiese angelegt. Es ist geplant, weitere Flächen auf dem Stadtfriedhof sowie dem Ortsteilfriedhof Rautheim in einer Größe von insgesamt ca. 1.080 Quadratmetern in diesem Jahr zu Wildblumenwiesen umzuwandeln. Die Vorarbeiten dazu sind bereits abgeschlossen. Diese Flächen werden vom BUND innerhalb der Projektdauer betreut und mit ehrenamtlichen Mitgliedern sowie von städtischen Mitarbeiter*innen gepflegt. Weitere Maßnahmen sind auf den Ortsteilfriedhöfen Lamme und Wenden geplant.

 

Vier speziell angelegte Mustergrabstellen veranschaulichen, wie eine Grabbepflanzung ökologisch und wildbienenverträglich gestaltet werden kann. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe des Zuganges zum Stadtfriedhof vom Franz-Frese-Weg.

 

In einem weiteren Schritt pflanzten der BUND Niedersachsen und die Fachverwaltung 15 Bäume sowie diverse Sträucher und Stauden. Sie dienen als Nährgehölze für Wildbienen und ersetzen die in den letzten Sommern vertrockneten Bäume im gesamten Bereich des Stadtfriedhofes.

 

Seit 2017 lud der BUND Niedersachsen zu mehreren Exkursionen auf dem Stadtfriedhof ein, weitere sind bereits in Planung. Zudem ist für 2020 ein Seminar „Ökologisches Mähen“ vorgesehen, an dem die Mitarbeiter*innen des Stadtfriedhofes teilnehmen. Dadurch soll die weitergehende Pflege der Wildbienennährflächen gewährleistet werden.

 

Das BUND-Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert, sodass der Stadt Braunschweig keine zusätzlichen Kosten entstanden sind.

 

 






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