Kassel sichert Ausbildung

09. Juli 2020.

Die Stadt Kassel spannt ihren Schutzschirm für Ausbildung weiter auf. Aus dem Ausbildung- und Qualifizierungsbudgets des Landes (AGB 2020) erhält die Stadt weitere 330.000 Euro, um junge Menschen im Rahmen einer Berufsvorbereitung passgenau zu qualifizieren und sie auf die betriebliche Ausbildung vorzubereiten. Das Programm wurde jetzt von Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Jürgen Hartrumpf, Geschäftsführer der StadtBild - Gemeinnützige Gesellschaft für Aus- und Fortbildung mbH, vorgestellt.

 

Das Programm „Kassel sichert Ausbildung“ (KasA) richtet sich an Jugendliche, die aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens und den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen trotz intensiver Bemühungen erhebliche Schwierigkeiten haben, in diesem Sommer eine Ausbildung anzunehmen.

 

„Für junge Menschen ist eine qualifizierte Berufsausbildung ein wichtiges Fundament und entscheidend für eine existenzsichernde Beschäftigung“, sagt Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Hier setze das Projekt an: „Ausbildungswillige junge Frauen und Männer werden in ihrer Persönlichkeit gestärkt und gehen mit einer fundierten Berufsvorbereitung in die Ausbildung. Beim Übergang von der Schule in den Beruf soll es auch in der besonderen Situation während der Corona-Pandemie keine langen Wartezeiten geben.“

 

Den jungen Menschen soll mit dem Programm „Kassel sichert Ausbildung“ wieder Mut gemacht werden. Die Stadt und JAFKA/StadtBild gGmbH – für die Durchführung des Programms verantwortlich - arbeiten dabei eng mit der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, der Arbeitsagentur, der Wirtschaftsförderung und Betrieben zusammen.

 

„Wir möchten Jugendlichen eine Perspektive bieten, die durch die Corona-Pandemie in ihren Bemühungen, einen Ausbildungsplatz zu finden, ausgebremst wurden“, erläutert Jürgen Hartrumpf. Mit den durch das Programm geförderten Jugendlichen schließt StadtBild ein Qualifizierungsvertrag ab. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden durch das Programm im Zusammenwirken mit potenziellen Ausbildungsbetrieben auf die gewünschte Ausbildung vorbereitet. Die Jugendlichen erhalten eine Vergütung, die in etwa der Ausbildungsvergütung entspricht. Die Berufsvorbereitung ist inhaltlich so gestaltet, wie das erste Ausbildungsjahr ausgesehen hätte – mit betrieblichen Phasen und dem Besuch der Berufsschule. Die passgenaue Berufsvorbereitung soll nach spätestens zwölf Monaten mit dem Einstieg in Ausbildung bei einem der assoziierten Fachbetriebe münden. 

 

Hintergrund

Das Programm „Kassel sichert Ausbildung“ ergänzt die bereits gesicherten Fördermittel in Höhe von 1,3 Mio. Euro, mit denen bis zu 15 zusätzliche Ausbildungsplätze für benachteiligte junge Menschen mit besonderem Förderbedarf, bis zu 105 Ausbildungs- und Berufsvorbereitungsplätze sowie bis zu 235 Plätze für geflüchtete beziehungsweise zugewanderte Menschen zur Verbesserung der Integrationschancen auf dem Arbeitsmarkt neu geschaffen bzw. weitergeführt und finanziell unterstützt werden. Mit den zusätzlichen Mitteln sollen weitere 15 bislang unversorgte junge Menschen in die betriebliche Ausbildung gebracht werden.

 

Darüber hinaus wird aus dem Gesamtbudget (330.000 Euro Landesmittel plus 50.000 Euro kommunale Mittel) auch Jugendlichen die Möglichkeit geboten, sofort in Ausbildung in kooperativer Form einzusteigen. Hier geht die Stadt von fünf bis sieben Plätzen aus, die zur Verfügung gestellt werden. Die Jugendlichen erhalten einen Ausbildungsvertrag von der StadtBild gGmbH und die Fachpraxis findet in einem Kooperationsbetrieb statt. Dieser muss sich bereit erklären, die Auszubildenden spätestens nach 12 Monaten in reguläre Ausbildung zu übernehmen.

 

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

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Schutzschirm für Ausbildung
©Harry Soremski/Stadt Kassel

Schutzschirm für AusbildungVorstellung des Programms "Kassel sichert Ausbildung" (v.l.): Jan Benedix (Kommunale Arbeitsförderung), Sozialamtsleiterin Anja Deiß-Fürst, Jürgen Hartrumpf (Geschäftsführer StadtBild gGmbh), Felix Schmidt und Deborah NdesNedes (Die beiden 18-Jährigen wurden bereits in das Programm aufgenommen), Bürgermeisterin Ilona Friedrich und Lilo Grötzner (Ausbildungsleiterin StadtBild).



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