Meldungsdatum: 20.07.2020
Am vergangenen Donnerstag (16. Juli 2020) wurden vom Kreisgesundheitsamtes Borken von der gesamten Belegschaft eines Gemüsehofes in Borken-Marbeck vorsorglich Abstrichproben entnommen. Insgesamt handelte es sich um 148 Personen. Anlass für diese Großaktion waren Symptome bei einer Mitarbeiterin des Betriebes, die auf eine Coronavirus-Erkrankung hindeuteten. Die Beschäftigten des Gemüsehofs arbeiten und wohnen in voneinander getrennten Kleingruppen auf dem Betrieb. Vorsorglich wurde vom Kreisgesundheitsamt die sofortige Testung der gesamten Mitarbeiterschaft veranlasst.
Das Kreisgesundheitsamt Borken hat am Samstagabend (18. Juli 2020) die ersten Ergebnisse von 88 der am Donnerstagabend auf einem Gemüsehof in Borken entnommenen 148 Abstrichproben vom beauftragten Labor erhalten. 8 davon waren positiv.
Am heutigen Montag (20. Juli 2020) sind die 60 noch ausstehenden Laborbefunde der Großtestung der Belegschaft beim Kreisgesundheitsamt eingetroffen. Danach waren drei der 60 Proben positiv. Somit wurde bei insgesamt 11 der 148 beprobten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Coronavirus nachgewiesen.
Die infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Kontaktpersonen wurden isoliert und die Gesamtbelegschaft von Außenkontakten abgeschottet, um eine Ausbreitung des Virus außerhalb des Gemüsehofes zu verhindern. Erfreulicherweise zeigen die Betroffenen keiner oder nur sehr leichte Symptome. Die Stadt Borken arbeitet dabei mit dem Kreisgesundheitsamt, dem Amt für Arbeitsschutz und dem Betriebsinhaber bei der Durchführung der bereits angeordneten Schutzmaßnahmen eng zusammen.
"Bereits Anfang Mai haben wir gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt die Unterkünfte der Erntehelfer bei den großen Borkener Betrieben vor Ort kontrolliert. In dem nun betroffen Betrieb konnten wir gute Unterbringungsmöglichkeiten und ein stimmiges Hygienekonzept feststellen. Es ist bedauerlich, dass es dennoch zu Infizierungen kam, jedoch ist die Anzahl von 11 Infizierten, die alle auf dem Hof isoliert und abgeschottet wurden, überschaubar und nicht mit anderen aktuellen Fällen, wie z.B. aus der Fleischindustrie, zu vergleichen.
Die Tatsache, dass das Kreisgesundheitsamt für Mitte dieser Woche eine erneute Testung der gesamten Belegschaft angekündigt hat, um Klarheit über den Fortgang des Infektionsgeschehens zu haben und überdies am Mittwochvormittag eine Begehung des Betriebes durch den Kreis Borken zur Überprüfung der zusätzlich vereinbarten Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen erfolgen wird, zeigt, wie ernst wir die Angelegenheit nehmen und wie gut die verschiedenen Stellen und der Betriebsinhaber zusammenarbeiten" so Norbert Nießing, Erster Beigeordneter der Stadt Borken.
Unter diesen Rahmenbedingen sieht die Stadt Borken keine gesundheitliche Gefährdung der Borkener Bevölkerung.
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