„Jüdisches Leben in Kassel“ - ein Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt

09. September 2020.

Das Stadtmuseum Kassel bietet einen 120-minütigen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Jüdisches Leben in Kassel“ an. Julia Ronge, Vermittlerin im Stadtmuseum, führt am Sonntag, 13. September, ab 14 Uhr durch die Kasseler Innenstadt. Sie möchte sich während des Stadtspaziergangs auf Spurensuche nach dem damaligen und heutigen jüdischen Leben in Kassel begeben. Gezeigt werden Orte, die durch jüdische Persönlichkeiten geprägt wurden, aber auch Fragen hinsichtlich der Aufarbeitung der NS-Geschichte werden an ausgewählten Erinnerungsorten thematisiert.

 

Seit 1348 befand sich in Kassel ein jüdisches Bethaus und damit reicht die Geschichte der Jüdinnen und Juden als Teil der Kasseler Gesellschaft mehr als 700 Jahre zurück, wenngleich bis in das 18. Jh. hinein die Anzahl auf wenige jüdische Familien beschränkt blieb. Ab dem 19. Jahrhundert waren Juden als Kaufleute, Handwerker und Fabrikanten in das bürgerliche Leben der Stadt Kassel integriert, Mitglieder der ehemals großen und bedeutenden jüdischen Gemeinde prägten das Leben entscheidend mit; zu Beginn des 20. Jahrhundert lebten etwa 2.400 Juden in Kassel.

 

Der Antisemitismus, den das nationalsozialistische Regime ab 1933 rigoros politisch umsetzte - etwa mit Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte - zerstörte das Leben der Menschen jüdischen Glaubens. Ein Großteil der Kasseler Juden konnte zwar rechtzeitig fliehen, dennoch wurden etwa 2500 Juden des Regierungsbezirks Kassel in drei Massentransporten verschleppt und in den Konzentrationslagern Riga, Theresienstadt und Majdanek/Lublin ermordet.

 

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist am Stadtmuseum Kassel.

 

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 05 61/7 87-44 05.

 

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Susanne Albert

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©Stadtmuseum Kassel

SynagogeSynagoge in einer Aufnahme vor der Schändung im November 1938.



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