Stadtspaziergang „Spuren des Nationalsozialismus in Kassel“

17. September 2020.

Das Stadtmuseum Kassel lädt zu einem Stadtspaziergang zum Thema „Spuren des Nationalsozialismus in Kassel“ am Mittwoch, 23. September 2020, um 17 Uhr ein. Treffpunkt ist am Stadtmuseum.

 

Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 zeigte sich, dass die Nationalsozialisten die Grundsätze der Demokratie und die einer parlamentarischen Regierung generell ablehnten - und doch folgten auch in Kassel zahlreiche Menschen der Ideologie der Nationalsozialisten.

 

Zur Bücherverbrennung im Mai 1933 auf dem Friedrichsplatz kamen rund 30.000 Schaulustige, Hunderttausende Menschen nahmen an den „Reichskriegertagen“ teil, der Antisemitismus wurde bereits zwei Tage vor der landesweiten Reichspogromnacht 1938 deutlich, in dem die Synagoge von Kasseler Bürgerinnen und Bürgern zerstört wurde. Ein Großteil der Kasseler Jüdinnen und Juden konnte zwar rechtzeitig fliehen, doch etwa 800 Kasseler Juden wurden in Konzentrationslagern ermordet. Mit bis zu 30.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern war Kassel ein Ort der Verfolgung tausender unschuldiger Menschen.

 

Die Stadt Kassel selbst hat früh die Forschungen der Universität zur Geschichte der Stadt in der NS-Zeit angeregt und gefördert: Doch wie wurde die NS-Vergangenheit in Kassel aufgearbeitet? Welche Orte dienen heute der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus? Wie wichtig ist das Gestern für die Gegenwart? In dem 120-minütigen Stadtspaziergang möchte Laura Volk, Vermittlerin des Stadtmuseums, diese Fragen beantworten.

 

Der Spaziergang ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 0561 787 4405.

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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab

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Stadtspaziergang „Spuren des Nationalsozialismus in Kassel“
©Carl Eberth/Stadtarchiv Kassel

Stadtspaziergang „Spuren des Nationalsozialismus in Kassel“Kassel, Opernplatz: Menschenmenge um KZ mit Esel", 1933



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