Downhill-Strecke am Hohen Gras: Stadt hatte 4,2 Kilometer genehmigt

17. September 2020.

Kassels Stadtbaurat Nolda zeigt sich in einer Stellungnahme überrascht, dass der PSV Grün-Weiß Kassel die Auffassung vertritt, dass sich die von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigte Downhill-Strecke am Hohen Gras im Naturpark Habichtswald nicht attraktiv gestalten und sinnvoll betreiben lässt.

 

„Der PSV hatte sechs Strecken im Naturpark Habichtswald mit einer Gesamtlänge von 5,5 Kilometern beantragt. Nach einer intensiven Prüfung durch die Untere Naturschutzbehörde - unter Abwägung der berechtigten Interessen des Antragstellers auf der einen und den gesetzlichen Regelungen auf der anderen Seite - wurden davon fünf Strecken mit einer Gesamtlänge von 4.200 Metern genehmigt. Eine Strecke wurde vollständig abgelehnt, zwei Strecken wurden in Teilen gekürzt“, erläutert Stadtbaurat Nolda.

 

„Auch mir ist sehr daran gelegen, dass durch eine genehmigte Downhill-Anlage keine illegalen Strecken mehr in geschützten Waldgebieten entstehen“, so Nolda. Da mehr als dreiviertel der Gesamtstrecke genehmigungsfähig sei, appelliere er an Antragsteller, seine Position noch einmal sorgfältig zu überdenken, um das im Grundsatz sinnvolle Projekt verwirklichen zu können.

 

Da die beantragte Downhill-Strecke ein Eingriff in Wald und Natur darstellt, war zwingend eine wald- und naturschutzrechtliche Prüfung und Genehmigung erforderlich. Im Ergebnis der umfassenden Prüfung hat die Untere Naturschutzbehörde das Projekt mit begründeten Auflagen genehmigt. Mit Datum vom 20. Mai 2020 hatte der PSV gegen die Genehmigung Widerspruch eingelegt. Der Verein wurde mit Fristsetzung zum 30. Juni um eine Begründung gebeten. Der Widerspruch wurde dann am 25. Juni ohne weitere Begründung zurückgenommen.

 

Stadtbaurat Nolda ist überzeugt, dass die naturschutzrechtliche Bewertung der Unteren Naturschutzbehörde einer fachlichen Überprüfung übergeordneter Stellen standhalten wird. Die Reduzierung der beantragten Gesamtstrecke musste erfolgen, weil sensible Lebensräume durch eine Downhill-Strecke in diesen Bereichen deutlich beeinträchtigt worden wären.

 

„Die geplante Downhill-Streckenanlage durchzieht ein bisher unzerschnittenes, großflächiges Waldareal. Dieses bietet derzeit, gutachterlich bestätigt, einer vielfältigen Vogelwelt und mehreren Fledermausarten eine geschützte Lebensstätte sowie Amphibien einen Landlebensraum mit Überwinterungsquartieren“, erklärt Nolda.

 

Eine Zerschneidung des zentralen Bereichs durch Downhill-Strecken in diesem zusammenhängenden Waldbiotop und eine Störung der Lebensräume werde durch das Entfallen und Kürzen der Strecken minimiert. Die Reduktion um einen Streckenverlauf beruhe daher auf naturschutz- und artenschutzrechtlichen Erfordernissen, die gleichzeitig eine Umsetzung der Downhill-Anlage am Hohen Gras ermögliche. Daher appelliert Nolda an den Verein, den Dialog wiederaufzunehmen und auf der Grundlage der naturschutzrechtlichen Genehmigung das Projekt zu einem guten Ende zu führen.

 

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