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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 21.09.2020


Iserlohner Friedhöfe jetzt Teil des „Immateriellen Erbes Friedhofskultur“ – Schild am Hauptfriedhof enthüllt

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Die Friedhöfe der Stadt Iserlohn stehen jetzt im Zeichen des „Immateriellen Erbes Friedhofskultur“: Am letzten Freitag (18. September) enthüllte der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler ein entsprechendes Schild am Eingang des Hauptfriedhofes, um auf die wichtige Bedeutung der Friedhofskultur aufmerksam zu machen. Iserlohn ist damit Teil eines bundesweiten Netzwerks von über hundert Städten, die den diesjährigen Tag des Friedhofs (20. September) der Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe gewidmet haben.

Bereits im März hatte die Kultusministerkonferenz auf Empfehlung der Deutschen UNESCO-Kommission diese Ernennung zum immateriellen Kulturerbe beschlossen. Allerdings hat die Auszeichnung durch die Corona-Pandemie wenig Beachtung erfahren; die Aktion „Friedhöfe auszeichnen“ wurde zum Anlass genommen, auch in Iserlohn auf dieses vielschichtige Kulturerbe aufmerksam zu machen.

„Der Friedhof ist vor allem auch ein Ort für die Lebenden“, sagte Michael Scheffler, „der weit über die persönlichen Trauerrituale hinaus identitätsstiftende Bedeutung für unsere Gesellschaft hat.“ Hervorzuheben sei zum Beispiel die historische Dimension der Denkmäler. Der Kulturraum Friedhof bilde den größten Skulpturenpark unserer Stadt und sei zugleich Inspirationsfläche für viele Kunstformen. Besonders bedeutsam sei zudem seine soziale Funktion: Der Friedhof erweise sich als Treffpunkt für Familien oder Angehörige und wirke auch sozialer Vereinsamung von Hinterbliebenen entgegen. Nicht zuletzt zeige sich dieser Kulturraum über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg als ein Ort der Integration und des Friedens. Und nicht zu vergessen sei auch die Bedeutung der Friedhöfe für den Naturschutz, zum Beispiel auch als Ort der Biodiversität, führte Michael Scheffler in seiner Ansprache weiter aus.

Grundvoraussetzung für die Ernennung der Friedhofskultur in Deutschland zum immateriellen Kulturerbe war für die UNESCO „die Lebendigkeit der kulturellen Ausdrucksform“. Zukünftig sei eine zeitgerechte Weiterentwicklung notwendig, um Bestattungsformen anbieten zu können, die den Wünschen der Menschen entsprechen wie zum Beispiel naturnah gestaltete, pflegeleichte oder sogar pflegefreie Grabformen.

Die Auszeichnung der Iserlohner Friedhöfe hat der Verein „Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur“ initiiert, der sich der Pflege und Weiterentwicklung dieses Kulturerbes verschrieben hat. Auf seiner Seite www.kulturerbe-friedhof.de finden sich umfangreiche Informationen über die Friedhofskultur in Deutschland, die Ernennung zum immateriellen Kulturerbe und deren Bedeutung für die Gesellschaft.



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

„Immaterielles Erbe Friedhofskultur“
Der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler enthüllt das Schild am Eingang des Hauptfriedhofes.

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