Fragestunde mit OB und Bürgermeister!
Diesterweg-Stipendium- Kinder zu Besuch im Rathaus
Im Alter von sechs Jahren wollte Oberbürgermeister Claus Kaminsky gerne Lokomotivführer werden und Bürgermeister Weiss-Thiel wollte am liebsten die große weite Welt bereisen. Über schlechte Noten haben sich beide schrecklich geärgert, aber trotzdem nie deswegen geweint. Anzüge müssen die Stadtoberen zwar jeden Tag tragen, tun dies aber eigentlich nicht besonders gerne…. Dies und noch viel mehr erfuhren zehn Fünftklässler in der Fragestunde bei ihrem Besuch im Hanauer Rathaus.
Die Jungen und Mädchen sind Diesterweg-Stipendiaten im Rahmen der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive. Bei ihrer Aufnahmefeier vor einem Jahr hatte OB Kaminsky sie und ihre Familien zu einem Besuch ins Rathaus eingeladen. Doch aufgrund von Corona, konnte dieser nicht wie geplant im Frühjahr stattfinden. Doch nun wurde das Versprechen eingelöst und der Besuch nachgeholt: Die Kinder machten erst eine kleine Tour durchs Rathaus und durften dann ihre Fragen an die Stadtoberen stellen. Begleitet wurden sie von der Projektleiterin der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive, Cindy Gresselmeyer und Anne-Dorothea Stübing, Vorsitzende des Präventionsrats Hanau. Da und Eltern und Geschwisterkinder auf Grund der Hygienebestimmungen diese Mal leider nicht dabei sein konnten, wurde für sie und eine Diesterweg-Stipendiatin, die sich in Quarantäne befindet, der Besuch im Rathaus per Video-live-Stream übertragen.
Die Kinder wollten erfahren was ein Oberbürgermeister und Bürgermeister so machen und was sie für Menschen sind. Auch ob die Mund-Nasen-Masken die beiden Männer nerven, interessierte die Jungen und Mädchen. „Klar!“ gaben OB und Bürgermeister freimütig zu. Es gäbe wohl keinen, dem das Maskentragen Freude mache, waren sie sich einig. „Aber Masken zu tragen ist ein Zeichen von Solidarität und Nächstenliebe!“, erklärte der OB, denn damit schütze man andere Menschen. „Und wenn alle Masken tragen, dann schützen wir uns alle gegenseitig!“, erklärte er. Dennoch hoffe er sehr, dass man irgendwann wieder zu einem Alltag ohne Masken und besonderen Hygienemaßnahmen zurückkehren könne, so Kaminsky.
Zum Schluss tauschten die jungen Gäste und die beiden Stadtverwaltungsoberhäupter noch Geschenke aus und machten ein gemeinsames Foto zur Erinnerung am Brüder-Grimm-Denkmal. „Ich freue mich sehr, dass das mit eurem Besuch trotz Corona noch geklappt hat!“, sagte der OB und wünschte den Stipendiaten weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg.
Die Brüder-Grimm-Bildungsoffensive mit dem Hanauer Diesterweg-Stipendium für Kinder und ihre Eltern wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen. Das Stipendium – finanziert durch Spenden und getragen durch die Stadt Hanau und bürgerschaftlichem Engagement – soll Hanauer Kindern, die gute schulische Leistungen zeigen und sich engagieren, dabei unterstützen, ihre Potentiale auszuschöpfen und sie beim Übergang in die weiterführende Schule unterstützen. Dabei nimmt das Stipendium in Hanauer Tradition und nach dem Frankfurter Vorbild die ganze Familie in den Blick. Nachdem die ersten Stipendiaten das zweijährige Programm sehr erfolgreich absolvieren konnten, und mit Hilfe der Förderung beachtliche schulische Erfolge aufwiesen, wurde vor einem Jahr die zweite Generation der Diesterweg-Stipendiaten in das Programm aufgenommen.
Kooperationspartner sind die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, die das Stipendium konzipiert hat und der Verein Sprungbrett Familien- und Jugendhilfe e.V., der das Konzept im Auftrag der Stadt umsetzt. Finanziert wird das Programm von der Berenbrok-Winterstein-Stiftung und den Unterstützern der Brüder-Grimm-Bildungsoffensive. Da auch Eltern und Geschwister in besonderer Weise in ihrer Bildung und gesamten gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt werden, kommen derzeit insgesamt elf Familien mit insgesamt 48 Personen in den Genuss des zweiten Diesterweg-Familienstipendiums in Hanau.
Das Ziel des Diesterweg-Stipendiums basiert auf der Leitidee von Adolph Diesterweg, dem bedeutenden Frankfurter Pädagogen und Zeitgenossen der Brüder Grimm: "Jeder soll nach seiner Fähigkeit und Begabung (…) wenn es sein kann, in den Himmel wachsen." Diesterweg ist nicht nur Namenspatron des Bildungsstipendiums, sondern war auch Gründungsmitglied der Polytechnischen Gesellschaft e.V. in Frankfurt, deren jüngste Stiftung 2008 das Konzept von Deutschlands erstem Familienbildungsstipendium entwickelte.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Diesterweg-Stipendiaten zu Gast im Rathaus
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