Meldungsdatum: 16.10.2020

Coronavirus-Situation im Kreis Borken am 16.10.2020:

Insgesamt 1.612 bestätigte Fälle, davon 230 aktuell infizierte Personen, 1.341 Gesundete und 41 Todesfälle – „7-Tage-Inzidenz“: 37 pro 100.000 Einwohner

Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Borken liegt heute (16.10.2020) bei 1.612. Davon sind 1.341 Personen inzwischen gesundet. Bereits am 8. Oktober ist leider eine vorerkrankte 86-jährige Ahauserin im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben, deren Todesbescheinigung das Kreisgesundheitsamt jetzt erhielt. Zudem ist am 15. Oktober ein im Krankenhaus befindlicher 73-jähriger Bocholter im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Damit sind nun insgesamt 41 Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie zu verzeichnen. Infiziert sind derzeit im Kreisgebiet 230 Personen.
Hinweis: Bei der Gesamtzahl der Infizierten hat es eine Korrektur zu heute gegeben (gestern waren es 1.580 und nicht, wie gemeldet, 1.581). Wegen dieser Änderung und dem nachträglich eingepflegten Todesfall ist auch die Vortagszahl der aktuell Infizierten verändert (204 statt 206).

Die „7-Tage-Inzidenz“, also die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen, beträgt im Kreis Borken laut Berechnung des Kreisgesundheitsamtes aktuell 37 pro 100.000 Einwohner. Bei Erreichen eines Wertes von „35“ greifen dann erste, über die schon geltenden Schutzmaßnahmen hinausgehende Vorgaben, bei dem Wert ab „50“ verschärfen sie sich noch deutlich. Wichtig: Entscheidend für den Eintritt der verschärften Schutzmaßnahmen bei Erreichen des kreisweiten Wertes von „35“ bzw. „50“ ist aber nicht der vom Kreisgesundheitsamt berechnete Wert, sondern der Meldewert des Landeszentrums Gesundheit (www.lzg.nrw.de), der erfahrungsgemäß zeitlich immer etwas nachläuft. Damit ist die vorgenannte Kreisberechnung als „Vorwarnung“ zu verstehen.

Nach bisherigem Stand hätte der Kreis Borken bei einem Wert ab „35“ zusätzliche Verhaltensvorgaben für die Bevölkerung im Rahmen einer „Allgemeinverfügung“ festzulegen. Diese „Allgemeinverfügung“ ist auch vorbereitet und am 13. Oktober im Rahmen einer Bürgermeisterkonferenz mit den kreisangehörigen Kommunen abgestimmt worden. Gestern Abend (15. Oktober) teilte das Landesgesundheitsministerium nun mit, dass vor dem Erlass kommunaler „Allgemeinverfügungen“ die heutigen (16.10.2020) Beratungen des Landeskabinetts und eine etwaige Änderung der Coronaschutzverordnung abgewartet werden sollen. Es stehe zu erwarten, dass diese dann landesweit geltende Änderung kommunale „Allgemeinverfügungen“ entbehrlich mache, hieß es dazu als Begründung aus Düsseldorf.

Die aktuellen Zahlen aus den Städten und Gemeinden des Kreises Borken gibt es im Internet:
- für die Desktop-Version: https://kreis-borken.de/corona-dashboard-web
- für die mobile Version: https://kreis-borken.de/corona-dashboard

Hinweis für Reiserückkehrer aus Risikogebieten:
Die CoronaEinreiseVerordnung des Landes NRW wurde geändert. Mit der ab 07.10.2020 gültigen Fassung gilt nun: Personen, die weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet (zum Beispiel in den Niederlanden) waren, müssen sich nicht mehr beim Gesundheitsamt melden. Grenzpendlerinnen und -pendler müssen sich einmal beim Gesundheitsamt melden, dazu gibt es unter https://kreis-borken.de/coronareise-grenzpendler ein separates Formular, in dem sie ihre Daten erfassen können.

Personen, die länger in einem Risikogebiet gewesen sind, müssen sich nach einem Aufenthalt in einem Riskogebiet beim Kreisgesundheitsamt melden. Dazu können sie ein im Internet unter https://kreis-borken.de/coronareise hinterlegtes Formular nutzen. Zudem müssen sie sich laut CoronaEinreiseVerordnung unverzüglich in häusliche Isolation begeben. Sie müssen dann solange in häuslicher Absonderung bleiben, bis sie dem Kreisgesundheitsamt ein negatives Testergebnis vorgelegt haben.

Angesichts der aktuellen Lage rät das Gesundheitsamt, Reisen in die Risikogebiete zu unterlassen. Vor diesem Hintergrund ruft Landrat Dr. Kai Zwicker die Bevölkerung auf, von nicht notwendigen Fahrten in die benachbarten Niederlande abzusehen. Zudem erinnert er angesichts steigender Fallzahlen erneut daran, sich auf jeden Fall weiterhin an die „AHA+L“-Regel „Abstand, Hygiene, Alltagmaske und Lüften“ zu halten.

Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken für medizinische Fragen zum Coronavirus (auch zur Testung) ist unter der Rufnummer 02861/681-1616 freigeschaltet. Zu erreichen ist sie montags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr sowie samstags von 14 bis 17 Uhr. Die Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung unter Tel. 116117 ist rund um die Uhr besetzt.

Um auch angesichts der zahlreichen Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer schnellstmöglich zu Testergebnissen zu kommen, sind die Öffnungszeiten der „Zentralen Abstrichstelle“ angepasst worden: Dort werden jetzt von montags bis freitags zwischen 10 und 20 Uhr Abstriche gemacht – wichtig dabei: Die Anmeldung dort erfolgt nur durch das Kreisgesundheitsamt.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter http://www.infektionsschutz.de. Über die Entwicklung im Kreis Borken wird laufend unter https://kreis-borken.de/coronavirus sowie über Facebook, Twitter und Instagram berichtet.

Pressekontakt: Ellen Bulten 02861 / 681-2427


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Wappen des Kreises Borken

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