Meldungsdatum: 23.10.2020

Auftrag für Restabfallentsorgung ab 2022 neu vergeben

Leichte Gebührensenkung prognostiziert

Die Stadt Braunschweig hat die Entsorgung von Restabfall ab Februar 2022 vertraglich neu festgelegt. Dies ist das Ergebnis einer zur kontinuierlichen Wahrung der Entsorgungssicherheit für die jährlich in Braunschweig anfallenden rund 48.000 Tonnen Restmüll frühzeitig auf den Weg gebrachten EU-weiten Ausschreibung. In dem Verfahren unterbreitete die EEW Energy from Waste GmbH aus Helmstedt das wirtschaftlichste Angebot und erhielt auf Beschluss des Verwaltungsausschusses den Zuschlag. Die Beauftragung wird aufgrund des günstigeren Angebotspreises im Vergleich zur aktuellen Beauftragung ab dem Jahr 2022 zu einer Entlastung des Gebührenzahlenden führen können. Aus derzeitiger Sicht ist daher anstelle der zunächst prognostizierten Gebührensteigerung von rund zwei Prozent für 2022 mit einer leichten Gebührensenkung zu rechnen.

Der Vertrag sieht vor, dass die Abfälle ausschließlich mit der Bahn aus Watenbüttel abzuholen sind. Hintergrund dieser von der Stadt gesetzten Bedingung war neben grundsätzlichen ökologischen und klimapolitischen Aspekten die Absicht, zusätzlichen Lkw-Verkehr in Watenbüttel und der Region zu vermeiden.

Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zunächst Ende 2030 und kann von der Stadt grundsätzlich zweimal um drei Jahre verlängert werden. Der derzeitige Vertrag zur thermischen Verwertung der Restabfälle in Staßfurt läuft zum 31. Januar 2022 aus. Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt endet die Transportleistung; die entsprechende Vereinbarung mit ALBA Braunschweig wurde einvernehmlich aufgehoben. Die Leistungen der ALBA in Braunschweig wie die Sammlung der Abfälle und Wertstoffe etc. ändern sich nicht. Das Verfahren wurde vom Ingenieurbüro ATUS aus Hamburg begleitet.