09. November 2020.
Die Sanierung der Grabstätte der Fürstin von Hanau auf dem Hauptfriedhof konnte jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. Nach mehreren Voruntersuchungen wurde die Platte in mehreren Arbeitsschritten gereinigt, Risse wurden aufwändig verfugt und abschließend eine Wachsschicht aufgebracht.
Die Marmorgrabplatte der Fürstin war nahezu vollständig von Rissen durchzogen und, wie auch die Sandsteinblöcke, durch Blütenstaub, Harz und Blattlauskot stark verschwärzt. Aufgrund der extremen Schädigung durch das Rissnetz war der Zusammenhalt der Platte stark gefährdet. Vermutlich lag die Hauptursache für die Rissbildung in der thermischen Dehnung des Marmors.
Zum Schutz der sanierten Grabplatte wird die Friedhofsverwaltung auch zukünftig in den Wintermonaten eine Überdachung über der Grabplatte aufstellen. Die Kosten für die Sanierung liegen bei ca. 12.000 Euro.
Die Grabplatte stammt vom Kasseler Bildhauer Gustav Kaupert, zu dessen Werken die Kolossalstatue der Freiheit auf dem Capitol in Washington zählt.
Hintergrund
Auf dem Hauptfriedhof befindet sich die Grabstätte von Gertrude Falkenstein, später Gräfin von Schaumburg, Fürstin von Hanau und zu Hořowitz (* 18. Mai 1803 in Bonn; † 9. Juli 1882 in Prag), der Ehefrau von Friedrich Wilhelm I. von Hessen, dem letzten Kurfürsten von Hessen-Kassel. Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802 – 1875) wurde auf dem Lutherplatz bestattet. Auch seine Grabstätte ist ein Ehrengrab der Stadt Kassel.
Bei der Grabstätte der Fürstin von Hanau handelt es sich um eine abgeschrägte, liegende Grabplatte aus Marmor auf einem Unterbau aus Sandsteinblöcken. Die Grabplatte ist mit dem Wappen der Fürstin, der Fürstenkrone und zwei gekreuzten Palmenzweigen verziert. Die Grabstätte insgesamt ist von einem schmiedeeisernen Einfassungsgitter umgeben. Innerhalb dieser Einfassung befindet sich außer der Grabstätte der Fürstin von Hanau noch die ihrer hierhin umgebetteten Tochter Alexandrine.
Die Inschrift der Platte lautet: „HIER RUHET IN GOTT / GERTRUDE / FÜRSTIN VON HANAU / VERWITTWETE GEMAHLIN / SEINER KÖNIGLICHEN HOHEIT / DES KURFÜRSTEN FRIEDR. WILH. 1 / VON HESSEN / GEB. ZU BONN AM 18. MAI 1806 / GEST. ZU PRAG AM 9. JULI 1882.“
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Michael Schwab
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Zustand der Grabplatte vor der Sanierung
©Stadt Kassel
Die Marmorgrabplatte der Fürstin war nahezu vollständig von Rissen durchzogen und stark verschwärzt.
Zustand der Grabplatte nach der Sanierung
©steinwerkstatt gmbh endemann
Die Grabplatte aus Marmor wurde in mehreren Arbeitsschritten gereinigt, Risse wurden aufwändig verfugt und abschließend eine Wachsschicht aufgebracht.
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