Lukas Linder erhält den Förderpreis Komische Literatur 2021 zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor

17. Dezember 2020.

Der schweizerische Dramatiker und Romanautor Lukas Linder, Jahrgang 1984, erhält im Jahr 2021 den Förderpreis Komische Literatur. Dies gab Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle jetzt bekannt. Die mit 3.000, - Euro dotierte Auszeichnung wird auf Vorschlag von Verlagen durch die Stadt Kassel und die Stiftung Brückner-Kühner verliehen. Der Preis geht an Autoren und Autorinnen, die sich noch in einer relativ frühen Phase ihres literarischen Schaffens befinden und auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten.

 

40 Verlage hatten Vorschläge eingereicht. Der in Zürich ansässige Verlag Kein & Aber brachte seinen Autor Lukas Linder mit dessen 2018 und 2020 erschienenen humoristischen Romanen „Der letzte meiner Art“ und „Der Unvollendete“ sowie mehreren Theaterstücken ein und konnte den Stiftungsrat damit überzeugen. Der Förderpreis wird gemeinsam mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor vergeben, der, wie bereits gemeldet, für das Jahr 2021 Felicitas Hoppe zugesprochen wurde.

 

Die ursprünglich für Ende Februar vorgesehene öffentliche Preisverleihung wird in den Sommer 2021 verlegt. Die Kasseler Sparkasse unterstützt auch diesmal großzügig den Förderpreis.

 

Begründung

In seiner Eigenschaft als Jury begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung für Lukas Linder wie folgt:

 

„Lukas Linder zeigt in seinen beiden Romanen „Der letzte meiner Art“ und „Der Unvollendete“ sowie in zahlreichen, erfolgreich aufgeführten Theaterstücken, dass er die Kunst des Grotesk-Komischen literarisch versiert beherrscht. Ironie, Sprachwitz, Karikatur, pointierte Dialogführung, oft bizarre Situationskomik und ein Tableau skurriler und kauziger Figuren sind Mittel seiner humoristisch-melancholischen Poetik des Scheiterns und der Peinlichkeit. Mit viel Mitgefühl lässt Lukas Linder Anti-Helden auftreten, deren negativer Narzissmus die Brüchigkeit gegenwärtiger Orientierungsstrategien in der Leistungsgesellschaft tragikomisch spiegelt.“

 

 

Lukas Linder,

geboren 1984 in Uhwiesen (Kanton Zürich), studierte Germanistik und Philosophie in Basel. Er ist Dramatiker, schrieb über 20 Theaterstücke, u.a. für die Theater Basel und Biel-Solothurn. Sein Stück „Der Mann aus Oklahoma“ (2016) brachte den Durchbruch: Linder wurde unter anderem mit dem Kleist-Förderpreis, dem Publikumspreis des Heidelberger Stückemarkts sowie dem Förderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz ausgezeichnet. Im Zürcher Verlag Kein & Aber erschien 2018 sein Romandebüt „Der Letzte meiner Art“, 2020 gefolgt von „Der Unvollendete“. Lukas Linder lebt in Basel und im polnischen Łódź.

 

 

Der Förderpreis Komische Literatur

zum „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ wurde bislang folgenden Personen verliehen: Frank Schulz (1999), Jochen Schmidt (2004), Tilman Rammstedt (2005), Jess Jochimsen (2006/2007), Philipp Tingler (2008), Michael Stauffer (2009), Rebekka Kricheldorf (2010), Jan Neumann (2011), Tino Hanekamp (2012), Wolfram Lotz (2013), Arno Camenisch (2015), Kirsten Fuchs (2016), Ferdinand Schmalz (2017), Dagmara Kraus (2018), Jakob Nolte (2019) und zuletzt Chrizzi Heinen (2020).

 

 

Die Jury bzw. der Stiftungsrat

besteht aus dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Dr. h.c. Walter Pape (Vorsitz), der Leiterin von S. Fischer Theater und Medien Friederike Emmerling, der Lektorin Dr. Renate Jakobson, dem Literatur- und Medienwissenschaftler sowie Dichter Christian Maintz, dem Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Uwe Wirth sowie Dr. Thomas Wohlfahrt, dem Direktor des Hauses für Poesie in Berlin. Neu berufen wurde die Literaturkritikerin Sandra Kegel.

 

 

Die Stiftung Brückner-Kühner

vergibt seit 1985 den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ sowie seit 2004 regelmäßig auch den „Förderpreis Komische Literatur“. Die Stiftung wurde von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921–1996) ins Leben gerufen und ist heute ein Literaturzentrum für die Kultur des Komischen, für zeitgenössische internationale Poesie sowie für die Erinnerung an Werk und Leben des Stifterpaares in dessen Wohnhaus. Geschäftsführender Kurator der Institution ist der Literaturwissenschaftler Dr. Friedrich Block. Näheres zum Engagement der Literaturstiftung unter https://brueckner-kuehner.de.

 

Informationen zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor unter https://www.kassel.de/buerger/sport_und_freizeit/wiederkehrende-veranstaltungen/literaturpreis-fuer-grotesken-humor.php

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