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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 05.03.2021
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Zum Internationalen Frauentag: Gleichstellungsstelle der Stadt veröffentlicht Frauen*Stadtbuch Iserlohn 2021als Download mit virtuellem Stadtplan Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März zieht die die städtische Gleichstellungsbeauftragte Patricia da Cruz Santos eine kritische Bilanz für die Gleichstellung der Geschlechter: Die Corona-Krise hat insbesondere Frauen hart getroffen und zum Teil bestehende Missstände verschärft. Sie beruft sich dabei insbesondere auf den „UN Women Bericht 2020“: „Dieser deckt auf, dass der Lockdown ebenso einen negativen Einfluss auf die Ungleichverteilung von unbezahlter Fürsorgearbeit und Erwerbsarbeit hat. Die systemrelevante Arbeit von Pflege- und Reinigungskräften, im Einzelhandel, im Bereich Erziehung usw. wird überwiegend von Frauen unter prekären Bedingungen und zu unfairen Löhnen geleistet. Die psychischen sowie physischen Belastungen sind überdurchschnittlich hoch und es besteht ein höheres Risiko für Ansteckungen. Die Statistiken zeigen, dass es zu einer Retraditionalisierung von Geschlechterrollen kommt, da es oft die Mütter sind, die die Hauptlast der Betreuungs- und Sorgearbeit in den Familien tragen, wenn Kitas und Schulen geschlossen haben. Das führt dazu, dass Frauen häufiger ihre Arbeitszeit reduzieren oder ihre Beschäftigung zugunsten der Familie komplett aufgeben. Es ist langfristig zu erwarten, dass das negative Auswirkungen auf die Erwerbsbiographien und die Rentenansprüche von Frauen haben wird. Folglich steigt das Armutsrisiko für Frauen. Hilfe- und Beratungsstellen verzeichnen zudem einem Anstieg von häuslicher Gewalt seit Beginn der Pandemie. Lockdown, Kontaktverbote und Existenzängste belasten Partnerschaften zusätzlich und erschweren die Lage für Opfer von Gewalt. Auch das Frauenhaus Iserlohn registrierte bereits eine verstärkte Nachfrage an Plätzen.“ Die Gleichstellung der Geschlechter sei also noch längst nicht erreicht, so das Fazit der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Patricia da Cruz Santos. Die Pandemie zeige, dass selbst da wo Gleichstellung erreicht ist, sie höchst fragil sei. Das Frauen*Stadtbuch bietet eine Übersicht über die Vielzahl von Institutionen, Beratungs- und Hilfeeinrichtungen, Frauenverbänden, Gruppen und Initiativen, deren Angebote teilweise, jedoch nicht ausschließlich frauenspezifisch ausgerichtet sind. „(Stadt-)Gesellschaft ist dynamisch und folgt ständigen Entwicklungen. Das interaktive Frauen*Stadtbuch sowie der Stadtplan sollen als lebendiges Medium verstanden werden, welches flexible auf diese Veränderungen reagieren und stätig um neue Angebote wachsen soll“, so Patricia da Cruz Santos. Patricia da Cruz Santos und ihre Mitarbeiterin Marina Berchem werben für das Frauen*Stadtbuch im Rahmen einer Kampagne zu mehr Gleichstellung im Alltag durch Toleranz und Selbstbestimmung. |
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Frauen*Stadtbuch
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