Vorausschauende Zurückhaltung bei einigen erlaubten Lockerungen
Hanau praktiziert Vorsicht: Öffnungsoptionen in Kultur und Sport zugunsten der Sicherheit nicht voll ausgeschöpft / Digitalkonferenz für Sportvereine
Hanau spielt in puncto Corona-Lockerungen weiter in der Liga „Vorsicht“. Angesichts einer Inzidenzzahl in Hanau, die aktuell weit über der des Landes Hessen liegt, unterstützt Oberbürgermeister Claus Kaminsky zwar die Öffnungsstrategie des Landes, die die landesweiten Zahlen zugrunde legt, betont aber, dass bei allem Wunsch nach mehr Normalität nach wie vor die Vorsicht das oberste Gebot sei – auch wenn das bedeutet, dass Hanau in manchen Punkten der Strategie nicht ganz so weit geht wie das Land. Nach Bekanntwerden der Auslegungshinweise zur aktuellen Corona-Verordnung übt die Stadt Zurückhaltung beim Lockern der bisherigen Einschränkungen vor allem in den Bereichen Sport und Kultur. Was den Handel hingegen betrifft, schöpft sie die vom Land definierten Möglichkeiten voll aus.
Theoretisch dürften seit dem 8. März Gruppen bis zu fünf Personen in Sporthallen trainieren. In Hanau bleiben die städtischen Sporthallen wie auch Bürgerhäuser bis einschließlich 22. März für den Vereinssport geschlossen: Um Wählerinnen und Wählern bei der Kommunalwahl am 14. März möglichst große Räume für mehr Sicherheit durch Abstand anbieten zu können, werden nahezu alle Sporthallen als Wahllokale genutzt und in der zweiten Hälfte dieser Woche eingerichtet. Im Falle einer Stichwahl werden diese Hallen in zwei Wochen erneut benötigt. „Es ist uns wichtig, dass sich jede Bürgerin, jeder Bürger bei der Wahl so sicher wie möglich fühlt und nicht aus Angst vor zu engen Räumen vielleicht nicht wählen geht“, erklärt Claus Kaminsky. „Sporthallen sind daher als Wahllokale bestens geeignet und wir bitten alle Sportlerinnen und Sportler um Verständnis, dass wir uns im Sinne einer sicheren Wahl für alle ihrer Räumlichkeiten bedienen.“ Des Weiteren gelten für den Sport die Regeln der aktuellen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung: Freizeit- und Amateursport ist möglich, mit bis zu zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen. Kinder unter 14 Jahren dürfen Sport unter freiem Himmel auch in Gruppen machen. In Fitnessstudios kann – bei entsprechenden Hygienevorkehrungen – mit Einzelterminen trainiert werden. Im Zusammenhang mit Lockerungen und Öffnungsperspektiven lädt Oberbürgermeister Kaminsky zu einer Digitalkonferenz mit den Hanauer Sportvereinen an.
Entgegen der ab 8. März erlaubten Öffnung der Museen bleiben in Hanau die Museen bis 1. April geschlossen. Danach werden das Historische Museum Schloss Philippsruhe, allerdings ohne GrimmsMärchenReich, das Museum Schloss Steinheim, das Museum Großauheim, das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum und das „RadWerk“ in Klein-Auheim nur an Samstagen und Sonntagen öffnen. Das Goldschmiedehaus ist am 1. April (Gründonnerstag), an den Osterfeiertagen und ab dann regulär dienstags bis sonntags geöffnet. Es gelten für die Museumsöffnungen die gültigen Regeln – Terminfenster, Adressabgabe, Hygiene- und Abstands-Regeln.
Die Stadtbibliothek und die Einrichtungen im Kulturforum öffnen am 22. März. Sie bieten dann eine begrenzte Anzahl von Lernplätzen, die nach voriger Anmeldung bis zu jeweils drei Stunden genutzt werden können. Danach ist die Bibliothek für 30 Minuten zum Desinfizieren geschlossen. Termine gibt es von Montag bis Freitag zwischen 10 und 20 Uhr. Den Abholservice für Bücher und Medien bietet die Stadtbibliothek weiterhin an, auch an Samstagen. Das Stadtarchiv Hanau vergibt ab 22. März Termine zur Einsicht von Archivalien.
„Die Einschränkung von Kontakten und die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln bleiben weiterhin die wichtigsten Säulen bei der Pandemie-Bekämpfung. Dass wir mit den möglichen Lockerungen umsichtig umgehen, dient dem Gesundheitsschutz der Hanauerinnen und Hanauer“, so OB Kaminsky.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Pressestelle, Telefon 06181/295-929
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