Meldungsdatum: 12.03.2021
Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) hat für die zweite Runde der Corona-Antikörperstudie „MuSPAD“ in Osnabrück Menschen aus Ankum, Bad Essen, Belm, Bippen, Bramsche, Dissen, Georgsmarienhütte, Hagen, Hasbergen, Hilter, Neuenkirchen, Rieste und der Stadt Osnabrück eingeladen. Insgesamt sollen erneut rund 3000 Personen getestet werden. Die Probeentnahmen finden vom 3. bis zum 30. März in der Jugendherberge Osnabrück, Iburger Str. 183 a, statt.
Nun informiert das HZI die Eingeladenen darüber, dass innerhalb von rund zwei Wochen bereits 3.400 Termine vergeben wurden und das Studienzentrum somit zu 100 Prozent ausgelastet ist. Um einen reibungslosen Ablauf und die Qualität des Untersuchungsprogramms für Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer zu gewährleisten, werden daher vorerst keine weiteren Termine vergeben. Für Personen, denen es nicht möglich ist ins Studienzentrum zu kommen, sind allerdings noch Termine durch mobile Teams verfügbar.
Das HZI und die Stadt Osnabrück freuen sich sehr über das hohe Interesse der Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger und bitten um Verständnis.
Hintergrund
MuSPAD steht für „Multilokale und Serielle Prävalenzstudie zu Antikörpern gegen SARS-Coronavirus-2 in Deutschland“. Hauptziel der Studie ist es, den Anteil der Bevölkerung zu bestimmen, der Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut hat und somit vermutlich bereits mit dem Virus infiziert war. Außerdem werden Berichte aus verschiedenen Altersgruppen zu Symptomen einer SARS-CoV-2-Infektion analysiert und Vergleiche zwischen den teilnehmenden Landkreisen/Städten durchgeführt. Ein weiterer Teil der Studie ist die Verfolgung des Infektionsgeschehens über ein Jahr sowie die mehrfache Bestimmung der Antikörper-Konzentration im Blut von tatsächlich positiv gemeldeten COVID-19-Patientinnen und Patienten. Das soll Erkenntnisse dazu liefern, wie lange eine Person gegen das Virus immun ist. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber bringen, wie sich die Zahl der Ansteckungen mit der Zeit entwickelt hat und wie groß der Anteil jener ist, die gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus immun ist.
Das HZI führt die Untersuchungen bundesweit in acht ausgewählten Städten und Kreisen zu unterschiedlichen Zeitpunkten durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zur Blutabnahme ins Studienzentrum eingeladen. Zusätzlich stellt das Studienpersonal vor Ort einige Fragen, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besser verstehen zu können. Diese Fragen beziehen sich unter anderem auf die aktuelle Lebenssituation, mögliche Beschwerden, das Wohlbefinden und den Lebensstil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie darauf, wie sie die aktuelle Situation erleben und verarbeiten. Im Studienzentrum werden umfangreiche hygienische Vorkehrungen getroffen, um eine eventuelle Ansteckung mit dem neuen Coronavirus während des Besuchs zu verhindern. Sollte ein Besuch im Studienzentrum nicht möglich sein, besteht die Option eines Hausbesuchs durch ein mobiles Team. Die Labor- und Befragungsdaten werden pseudonymisiert und wissenschaftlich ausgewertet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten das Ergebnis des Antikörpertestes nach der Teilnahme per Post. Weitere Informationen finden Sie auf der Studien-Website https://hzi-c19-antikoerperstudie.de.
Pressekontakt: Simon Vonstein | Telefon: 0541/323-4557 | E-Mail: vonstein@osnabrueck.de
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