Meldungsdatum: 08.04.2021

Coronavirus-Testoffensive läuft im Kreis Borken jetzt gut einen Monat:

In dem Zeitraum wurden in den Testzentren im Kreisgebiet über 130.000 Proben genommen

Seit Beginn der großangelegten Coronavirus-Testoffensive im Kreis Borken am 10. März 2021 wurden in den örtlichen Schnelltestzentren mit Stand 6. April 2021 insgesamt 131.402 (Antigen-) POC-Tests durchgeführt. Daraus resultierten 570 positive Ergebnisse. Das sind knapp über 0,4 Prozent aller Tests. Diese wurden dann durch PCR-Tests „gegengecheckt“ mit folgenden Resultaten: 302 positive Schnelltestbefunde wurden auch im Laborbefund positiv bestätigt, also rund 53 Prozent. Da es sich in der Regel um symptomlose Personen gehandelt hat, zeigt dies, dass Schnelltests einen wirksamen Beitrag leisten können, Infizierte frühzeitiger aufzuspüren und die Infektionsgefahren damit schneller zu reduzieren.

Der Anteil sogenannter falsch-positiver Testergebnisse liegt damit bei 47 Prozent. Diese Quote liegt bei Massentests typischerweise deutlich höher als bei einem gezielteren Testen in bestimmten Risikogruppen. Dieses Ergebnis für den Kreis Borken deckt sich mit aktuellen internationalen Studien etwa aus Dänemark oder Österreich, wonach bei Massentests jeder zweite bis dritte mittels Antigen-Schnelltest positiv Getestete tatsächlich nicht infiziert ist. Das Ergebnis zeigt auch, dass positive Antigen-Schnelltestergebnisse zwingend einer schnellen Überprüfung durch den zuverlässigeren PCR-Labortest bedürfen. Personen, die ein positives Ergebnis im Schnelltest erhalten, sollten sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben (d. h. Kontakte konsequent reduzieren) und über den Hausarzt oder das Gesundheitsamt unverzüglich einen Termin zum PCR-Test vereinbaren. Das Schnelltestergebnis ist lediglich ein Verdacht auf eine Infektion. Erst der Laborbefund gibt allen Beteiligten Sicherheit.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Person mit negativem Schnelltest-Ergebnis tatsächlich doch infiziert hat, ist laut Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes sowie medizinischer Fachverbände und Institutionen noch deutlich geringer. Gleichwohl darf auch ein negatives Antigen-Schnelltestergebnis nicht zu trügerischer Sicherheit verleiten. Die Einhaltung der AHA-L-Regeln bleibt unabhängig von einer Schnelltestung die wirksamste Schutzmaßnahme.

Eine Übersicht über die Schnellteststellen im Kreis Borken gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/testen zum einen in einer Auflistung nach Städten und Gemeinden sowie in einer webbasierten Kartendarstellung.

Pressekontakt: Karlheinz Gördes, Tel.: 0 28 61 / 681-2424


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Wappen des Kreises Borken

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