Bereicherung und Belebung für die Hanauer Innenstadt
Die ersten drei Konzepte erhalten Starterhilfe aus „Hanau aufLaden“
Eine peruanische Bar am Altstädter Markt, die nach der Mutter des Besitzers benannt ist, ein Feinkostladen mit der Möglichkeit, die angebotenen Delikatessen auch vor Ort zu verzehren, und eine junge Frau, die die Tradition der „Lederschatulle“ mit zeitgemäßer Handtaschenmode verbinden will – die ersten drei Projekte, die von der Stadt Hanau in das eigens dafür aufgelegte Förderprogramm „Starterhilfe“ aufgenommen wurden, versprechen allesamt eine Bereicherung und Belebung für die Hanauer Innenstadt. Wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagte, konnten Kharlos Gallegos Campos, Mehmet Kandemir und Anna Lamm sowohl mit ihren Konzepten als auch mit ihrer Begeisterung, für das was sie planen, überzeugen, so dass sie als „Newcomer“ eine finanzielle Starthilfe erhalten. Die Förderung umfasst neben einem Mietkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro pro Monat für die Dauer von 18 Monaten auch eine einmalige Zahlung von 1.000 Euro als Werbekostenzuschuss – in Summe also maximal 10.000 Euro pro Unternehmen.
„Unser Ziel muss es sein, neue und spannende Konzepte zu finden, die Hanau als Einzelhandelsstandort aufwerten. Dafür braucht es Menschen, die authentisch sind und den notwendigen Mut haben, in diesen schwierigen Zeiten Neues auszuprobieren", macht Hanaus OB deutlich, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Innenstädte noch auf Jahre beschäftigen werden. Um dem drohenden Ladenleerstand etwas entgegenzusetzen, wurde das Programm “Hanau aufLADEN“ entwickelt. „Dabei geht es darum, nicht nur den Bestand zu unterstützen, sondern auch neue Betreiber für und von Hanau zu begeistern“, so der OB und ergänzt, dass von neuen Geschäftskonzepten am Ende alle profitieren können. Das Maßnahmenbündel der Stadt umfasst neben der Vorkaufsrechtssatzung ein professionelles Ansiedlungsmanagement, die Unterstützung von Pop-up-Konzepten, eine Digital-Beratung und eine finanzielle Förderung von neuen Geschäftsideen. Bis zu 100.000 Euro stehen in diesem Jahr für die neuen Betriebe insgesamt bereit, die im Rahmen der Starterhilfe gefördert werden.
Mit „Doña Eva“ zieht in die ehemaligen Räumlichkeiten der Goldmarie am Altstädter Markt südamerikanisches Flair ein. In der peruanischen Bar, die durch ein Restaurant mit landestypischem Essen ergänzt wird, gibt es neben klassischen Drinks sowie besonderen Cocktails aus Peru und Südamerika auch einen eigenen Hauswein „Doña Eva“. „Kharlos Gallegos Campos ist ein authentischer Gastronom, der die nach seiner Mutter benannte Location mit viel Herzblut geplant und realisiert hat“, ist Oberbürgermeister Kaminsky sicher, dass die Hanauer Gastronomieszene mit der Bar ein neues Glanzlicht erhalten wird.
Einem neuen Geschäftsfeld widmet sich Mehmet Kandemir, Geschäftsführer von GLAM Luxury Style und 1. Vorsitzender des Hanau Marketing Vereins mit der Eröffnung von „Il Delicato“ am Freiheitsplatz. Er will in seinem Feinkostgeschäft künftig nicht nur Delikatessen der mediterranen Küche sowie hochklassige Öle und Essige anbieten, sondern auch die Möglichkeit, die Speisen direkt vor Ort zu verzehren. Ein Fokus wird dabei auf dem neuen Foodtrend „Pinsa“ liegen.
Auf die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne setzt die neue Geschäftsführung der „Lederschatulle“. Anna Lamm, angehende Einzelhändlerin, wird das alteingesessene Lederwarenfachgeschäft unter seinem bekannten Namen weiterführen. Dabei ist ihr wichtig, mit zeitgemäßen modernen Labels auch einen jüngeren Kundenkreis anzusprechen, ohne dabei auf namhafte Hersteller und hohe Qualität zu verzichten.
„Mit diesen drei Geschäftskonzepten ist der Auftakt unseres Newcomer-Programms hervorragend gelungen“, hofft der Hanauer OB jetzt darauf, dass sich weitere Interessenten mit spannenden Konzepten melden und um Aufnahme in das Förderprogramm bewerben. Dabei ist eine Teilnahme nicht auf die Innenstadt beschränkt. Mit der Starterhilfe will die Hanau Marketing GmbH, die das Förderkonzept maßgeblich entwickelt hat, auch Unternehmer unterstützen, die sich in den Stadtteil-Zentren ansiedeln wollen. „Das Programm gilt für alle Bereiche, für die wir eine Vorkaufsrechtssatzung beschlossen haben, also auch für die Hauptstraße in Großauheim sowie künftig die Ludwigstraße in Steinheim", erläutert Kaminsky.
Neue Betreiber, die die Starterhilfe in Anspruch nehmen wollen, müssen neben einem ausgearbeiteten Business-Plan und einem fundierten Geschäftskonzept auch einen Mietvertrag in einem der Fördergebiete vorlegen. Anschließend präsentieren sie sich und ihre Pläne der „Lenkungsgruppe Handel“, die aus Vertretern des Handels und der Gastronomie, der Wirtschaft, der Sparkasse und der Stadt besteht. Dieses Gremium gibt dann eine Empfehlung an den Magistrat, der letztlich über die Förderung entscheidet. Unterstützung bei der Erstellung der notwendigen Unterlagen erhalten Interessierte über die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Für Existenzgründer steht darüber hinaus die Agentur für Arbeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung, mit der die Stadt kooperiert, um auch Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus zu fördern.
Weitere Informationen sind auch unter www.hanauaufladen.jetzt zu finden.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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