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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 30.07.2021
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Der Fanny-van-Hees-Preis für Franziskanerin Schwester Monika Grötz - Auszeichnung für eine Helferin in der Not Am Mittwoch (28. Juli) überreichte der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler den Fanny-van-Hees-Preis an die Franziskanerin Schwester Monika Grötz. Der Fanny-van-Hees-Preis ist ein Preis der Gleichstellungsstelle der Stadt Iserlohn, der in Abstimmung mit der Iserlohner-Frauen AG seit 2015 an Frauen in Iserlohn verliehen wird, die außergewöhnliche Leistungen vollbracht haben oder mutig neue Wege gegangen sind. Schwester Monika Grötz ist die dritte Preisträgerin. Michael Scheffler würdigte sie in seiner Laudatio als stille Heldin des Alltags, als Kämpferin für ihre Mitmenschen und Begleiterin für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und schilderte ihren beeindruckenden Lebensweg. „Ohne Sie wäre das Leben in Iserlohn kälter und ärmer. Oder, anders gesagt, durch Ihr ehrenamtliches Engagement wird unsere Gesellschaft reicher“, so Michael Scheffler. Schwester Monika Grötz, geboren 1937 in Niederschlesien kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Bereits im jungen Alter erfuhr sie Nöte und Sorgen, als sie und ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs aus der Heimat vertrieben wurden und flüchteten. Nach dem Krieg konnte sie in ihrer neuen Heimat im Kreis Aschendorf eine Lehre als Modistin / Putzmacherin abschließen und fand anschließend Anstellung in einem Textilgeschäft. In ihrer Arbeit schenkt sie den Menschen ein offenes Ohr, Trost und Kraft. In den Gesprächen, die sie mit häufig schwer kranken Menschen führt, geht es um Krankheit, Leiden, Sterben, Tod. Sie steht den Menschen in dieser schwierigen Zeit ihres Lebens bei, entsprechend dem Leitspruch der Franziskanerinnen: Für die Nöte der Zeit da sein. Schwester Monika Grötz sollte für ihre herausragende Tätigkeit bereits im März 2020 während der Feierlichkeit zum Internationalen Frauentag im Varnhagenhaus ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung sollte unter dem Motto „Heldinnen ins Rampenlicht“ laufen, musste aber wegen der Ausbreitung des Corona-Virus kurzfristig abgesagt werden. Sie erfolgte nun unter Einhaltung der geltenden Hygieneverordnungen im kleinen Kreis. „Das Motto „Heldinnen ins Rampenlicht“ ist jedoch inmitten der Pandemie aktueller denn je. Schwester Monika steht hier stellvertretend für all die engagierten Frauen, die durch ihre wichtige Sorgearbeit eine unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft sind“, so Gleichstellungsbeauftragte Patricia da Cruz Santos. Immer noch werde es als Selbstverständlichkeit erachtet, dass Frauen sich um andere Menschen kümmerten. Das führe dazu, dass überwiegend Frauen oft unter prekären Arbeitsbedingungen, erhöhter körperlicher und seelischer Belastung, bei niedrigen Löhnen oder gar unbezahlt arbeiteten. Politik sowie Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen müssten dafür Sorge tragen, dass sich an dieser Situation etwas ändere, so die Gleichstellungsbeauftragte. |
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Fanny-van-Hees-Preis 2020
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