Meldungsdatum: 07.10.2021

Sicher auf dem Rad zur Schule mit dem Schulradwegeplan

Die Stadtverwaltung hat einen Schulradwegeplan als Karte entwickelt. Er ist auf der Internetseite der Stadt Braunschweig unter www.braunschweig.de/schulradwegplan veröffentlicht und soll – wie der Schulwegplan für Grundschulen – dazu beitragen, die Sicherheit der mit dem Rad fahrenden Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg zu erhöhen.

„Nun kann jede Schülerin und jeder Schüler einer weiterführenden oder berufsbildenden Schule einen sicheren Weg zum Schulstandort finden – ganz individuell“, erklärt Schuldezernentin Dr. Christine Arbogast: „In Corona-Zeiten wird das Fahrradfahren noch wichtiger, bietet es doch eine sehr gute Möglichkeit, den Schulweg unter Einhaltung der Abstandsbedingungen zurückzulegen.“

„Das Thema Radverkehr genießt in Braunschweig insgesamt einen hohen Stellenwert, so war es naheliegend einen Plan zu entwickeln, der die Anbindung der weiterführenden und berufsbildenden Schulstandorte aufzeigt“, erläutert Klaus Benscheidt, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr. „Der Schulradwegeplan macht deutlich, dass die meisten Schulen bereits direkt am Radverkehrsnetz liegen, also sehr gut mit dem Fahrrad erreichbar sind.“

Für den Schulradwegeplan wurden die vorhandenen Karten Fahrradstadtplan und Schulstandorte zu einem Plan kombiniert. Zielgruppe sind die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden sowie der berufsbildenden Schulen. Kinder entwickeln in der Regel erst im Grundschulalter die Fähigkeit, Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen, um sich dadurch vorausschauend im Straßenverkehr zu verhalten. Die Radfahrprüfung, die vor dem Bestreiten des Schulwegs mit dem Rad absolviert sein sollte, findet zumeist in der vierten Klasse statt.

Bei der Anbindung der Schulgebäude an das Radwegenetz halfen die weiterführenden sowie berufsbildenden Schulen mit. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, so Dr. Sandra Dittmann, Leiterin des Fachbereichs Schule. „Die Lehrkräfte wissen am besten, aus welche Richtungen die Schülerinnen und Schüler tatsächlich kommen und wo eine Anbindung an das vorhandene Radwegenetz wirklich sinnvoll ist.“ Diese Anschlussrouten werden nicht durch eine Linie, sondern durch einen Pfeil dargestellt. So wird auf den ersten Blick ersichtlich, dass die Anbindung selbst kein Bestandteil des Radwegenetzes ist. Die Wege wurden von der Polizei und der Verkehrswacht geprüft.

Aus Bevölkerung und Politik war wiederholt die Bitte nach einem Schulradwegeplan geäußert worden. Diskutiert wurde die Erstellung eines digitalen Programmes zum Schulradwegeplan, z.B. als interaktive Routenplaner-App. Kosten- und Personalaufwand einerseits und praktischer Nutzen andererseits stünden dabei aber in keinem akzeptablen Verhältnis. Wer einen passenden Schulweg herausgesucht hat, wird diesen lange nutzen und nicht mehr auf den Plan schauen, erst recht nicht in eine App. Letztere birgt zudem Gefahren, wenn sie unterwegs genutzt wird und vom Verkehrsgeschehen ablenkt.

Dr. Sandra Dittmann: „Kein Plan ist perfekt: wenn Anwenderinnen und Anwender Verbesserungsvorschläge machen, freuen wir uns über die Anregungen.“