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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 21.10.2021


Städtisches Sprachcamp in der Waldschule des Märkischen Kreises

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Auch in diesem Jahr fand das Städtische Sprachcamp in den Herbstferien statt, diesmal gefördert durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Rund dreißig Schülerinnen und Schüler der Südschule, Burgschule sowie der Grundschule Im Wiesengrund nahmen daran teil. Ort des Sprachcamps war erneut der Wald und die Wiesen der Waldschule des Märkischen Kreises. Der Lernort Natur bot den Kindern, die zumeist aus Syrien, Bulgarien, Polen und der Türkei kommen, intensive und ganzheitliche Lernmöglichkeiten.

Der Wald und die Natur sind gerade in diesen Zeiten ein so anregendes wie auch gesundes Lernfeld. Für viele Kinder war es ein Abenteuer, über einen so langen Zeitraum draußen zu sein und mit allen Sinnen die Natur zu erfahren und quasi nebenbei auch viele neue Worte kennen zu lernen. Die neu gelernten Worte wurden unter anderem in „Wörtergläsern“ gesammelt. Die Gruppenleiterinnen boten zudem kleine Werkstätten und Stationen an. Dort bastelten die Kids zum Beispiel Ferngläser, Waldgeister oder Waldharfen, führten sich „blind“ durch den Wald und stellten Seife und „Waldparfüm“ her.
Mit allen Sinnen nahmen sie auch Fühlung zum Wald auf, in dem sie mit geschlossenen Augen den Waldboden, den Wind und die Geräusche wahrnahmen und benannten. So sagte Hassam auf die Beantwortung seiner Frage „Können die Bäume reden?“ - nein die Bäume können nicht sprechen - „vielleicht können die doch sprechen und wir können es einfach nicht hören“, oder Isabella meinte: „Die Bäume müssen gefällt werden, weil die ausgestorben sind“.
Die Kinder erhielten Forscheraufträge wie “Suche etwas Spitzes, Eckiges, Rundes, Hartes oder Weiches”. Sie erkundeten die Beschaffenheit der Waldfundstücke, kommunizierten über ihre Erfahrungen und suchten die Begriffe dazu. So werden die entsprechenden Worte im Gedächtnis und den Sinnen verankert. Wichtig ist auch, dass die Kinder den Kontext dazu verinnerlichen und kein fragmentiertes Wissen auswendig lernen, was keine Bedeutung für sie hätte und dadurch leicht wieder vergessen würde.

“Der Lernort Wald und die Art und Weise der Begleitung durch die Fachkräfte regt das Selberdenken und das Fragenstellen an. Manche Kinder müssen dies erst wieder lernen, weil sie auf Anweisungen warten, was sie tun sollen oder weil sie so unruhig sind, dass sie ihre Aufmerksamkeitsspanne erst nach und nach wieder erweitern können”, so die langjährige Erfahrung von Jana Marek vom Ressort Generationen und Soziales der Stadt Iserlohn, die das Sprachcamp regelmäßig organisiert und fachlich begleitet. Im eingespielten Team arbeiteten mit: Anne Bergfeld, Maria Gandul, Alin Geitmann-Rompza, Lea Karoline Gorges, Kathrin Jäger, Krista Krampe und Luca Ströhmann. Unterstützt wurden sie in diesem Jahr von Praktikantin Greta Bals.

Das Camp fand zum 9. Mal in Kooperation mit der Waldschule MK e.V. statt und wurde wie immer hervorragend begleitet und unterstützt durch das Team der Waldschule, dieses Mal durch Burkard Laser vom Verein der Waldschule sowie von Max Richter und David Lippke als Bundesfreiwillige. Im grünen Klassenzimmer wurden alle mit einem warmen Mittagessen von Business Catering Machado Pereira verköstigt.

Mit der Übergabe von Urkunden und “ihrer” Waldhefte zum Ende des Camps haben die Kinder ein „Dokument“ in der Hand, um das Erlebte zu erzählen und die Sprache weiter zu festigen.



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Städtisches Sprachcamp 2021
Betreuerin Kathrin Jäger zeigte den Kids, wie sie mit Becherlupen die kleinsten Waldbewohner erforschen können.

Städtisches Sprachcamp 2021
Wahrnehmungsübungen im Wald halfen, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren.

Städtisches Sprachcamp 2021
Im „Waldmandala“ wurden Fundstücke gesammelt und benannt.

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