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Meldungsdatum: 10.11.2021

Rückblick auf das Infektionsgeschehen im Kreis Borken vom 1. bis zum 7. November 2021:

468 Neuinfektionen im Berichtszeitraum

Vom 1. bis zum 7. November 2021 wurden dem Kreisgesundheitsamt Borken insgesamt 468 Neuinfektionen gemeldet. Die Woche zuvor waren es 449. Damit befindet sich das Infektionsgeschehen im Kreisgebiet auf hohem Niveau. Dieser Trend ist auch bundes- wie landesweit zu verzeichnen und die Inzidenzen steigen weiter. Am 1. November lag die Kreis-Inzidenz bei 110,9, am 7. November bei 126,8 und aktuell (10. November) bei 148,2.

Das hiesige Infektionsgeschehen ist durch kleinere besondere lokale oder einrichtungsbezogene Ausbruchsgeschehen und zum größten Teil durch eine insgesamt diffuse und heterogene Lage ohne klar abgrenzbare „Pandemietreiber“ und wechselhaften örtlichen Entwicklungen gekennzeichnet. Es gibt weiterhin eine Vielzahl von Einzelinfektionen und – neben Infektionen im familiären Bereich – nur vereinzelt aus einer Quelle mehrere Infektionsfälle.

Das Kontaktverfolger-Team des Kreisgesundheitsamtes ermittelte für den Berichtszeitraum folgende Hauptursachen:

In 143 Fällen (30,5 Prozent) konnten die neu infizierten Personen keine Angaben zu einer möglichen Infektionsquelle machen. In der Vorwoche ließ sich in 130 Fällen (29 Prozent) die Ursache nicht ermitteln.

Die meisten Infektionen spielen sich weiterhin im häuslichen und privaten Umfeld ab. Zudem gibt es immer wieder Einträge in Einrichtungen der Altenpflege und der Eingliederungshilfe. Einen größeren Ausbruch gab in einer Einrichtung in Gronau-Epe. Mindestens 14 Infektionen sind diesem Ereignis zuzuordnen. In weiteren drei Einrichtungen kam es zu Einzelfällen. Die Krankheitsverläufe sind in den meisten Fällen eher unkritisch. Fast alle Betroffenen sind vollständig immunisiert.

Am langen Wochenende Anfang November kam es zudem zu einigen Infektionen im Zusammenhang mit Festivitäten, so bei einer Restaurantfeier, einem Oktoberfest und einer Karnevalsparty. Hinzu gab es Einzelfälle aus Geburtstagsfeiern im privaten Umfeld. Vor diesem Hintergrund bittet das Kreisgesundheitsamt erneut um sorgsames Verhalten gerade auch bei Feierlichkeiten. Bei auftretenden Krankheitssymptomen sollte auch dann ein Schnelltest gemacht werden, wenn die Betroffenen bereits vollständig immunisiert sind. Jede Infektion führe schnell zu Folgeinfektionen innerhalb der häuslichen Gemeinschaft, erläutert das Gesundheitsamt.

Das Schulgeschehen ist derzeit von vielen Einzelinfektionen geprägt. In Velen kam es zu einer Häufung von Fällen in einer Klasse. Hier wurden besondere Quarantänemaßnahmen getroffen.

In 16 Kindertageseinrichtungen gibt es Infektionsfälle. Dies sind allesamt Einzelfälle. Die betroffenen Gruppen werden über einen Zeitraum von zwei Wochen regelmäßig getestet. Folgeinfektionen sind hier die absolute Ausnahme.

Impfstatus und Hospitalisierung:
Von den 468 (449) Neuinfektions-Fällen waren 313 (267) Fälle vollständig geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund 67 Prozent (Vorwoche: 60 Prozent). Wichtig ist hier der Hinweis, dass die Geimpften deutlich mildere Krankheitsverläufe erleben. Klar ist aber auch, dass Geimpfte weiterhin aufgerufen sind, die geltenden Schutzregeln zu beachten und insbesondere auf Symptome achtsam zu sein und diese kurzfristig abklären zu lassen. Insgesamt ist die Anzahl von Covid-Patienten in stationärer Behandlung in der Berichtswoche gestiegen. Die Belegungsquote gibt aber noch keinen Anlass zur Sorge – Hinweis: aktuell (10.11.2021) befinden sich im Kreis Borken 24 Personen mit Corona in den heimischen Krankenhäusern, davon 1 auf der Intensivstation.

Altersstruktur:
100 der 468 neu infizierten Personen kommen aus der Altersgruppe 60 Jahre und älter. Davon sind 95 vollständig geimpft. Das entspricht einer Quote von 95 Prozent. 368 sind jünger als 60 Jahre. Davon sind 218 vollständig geimpft (59 Prozent).

Verstorbene im Zusammenhang mit Covid 19:
Im Berichtszeitraum gab es einen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Dabei handelte es sich um eine hochbetagte, vollständig immunisierte Person.

Pressekontakt: Karlheinz Gördes, Tel.: 0 28 61 / 681-2424


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