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Hanau, 12. November 2021
Zum Gedenken und in Erinnerung an die Novemberpogrome

Zum Gedenken und in Erinnerung an die Novemberpogrome am 9./10. November 1938 fanden sich am Mittwochabend mehr als 150 Menschen in der Nordstraße, der ehemaligen Hanauer Judengasse, zusammen. Nach einer Begrüßung von Pfarrer Dr. Goldmann, Reden von Stadtverordnetenvorsteherin Funck und dem Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau Dainow sprach Rabbiner Großberg das jüdische Totengebet. Schülerinnen und Schüler der Karl-Rehbein-Schule begleiteten die Veranstaltung musikalisch.

Neben dem Erinnern an die Vorkommnisse vor 83 Jahren wurde von allen Rednerinnen und Rednern eindringlich vor zu verzeichnendem ansteigenden Antisemitismus gewarnt. Die Gesellschaft habe aufzustehen und das Wort zu ergreifen, wenn Jüdinnen und Juden bedrängt, bedroht und gefährdet werden. Ein „Nie wieder!“ müsse verantwortungsvoll mit Leben gefüllt werden.

Am 10. November 1938 wurde von NS-Schergen am helllichten Tag die Hanauer Synagoge geschändet und in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte geplündert, Hanauer Jüdinnen und Juden misshandelt und in sog. „Schutzhaft“ genommen. Die Pogrome bedeuteten den Anfang der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung bis hin zur Deportation in Konzentrations- und Vernichtungslager 1942. An die über 240 ermordeten jüdischen Kinder, Frauen und Männer aus Hanau erinnern individuelle Gedenktäfelchen entlang der ehemaligen Ghettomauer (das Ghetto wurde unter französischer Herrschaft 1806 geöffnet) Richtung Polizeidirektion am Freiheitsplatz.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Pogromgedenken
Stadtverordneten-Vorsteherin Beate Funck bei ihrer Ansprache an der Gedenkstätte Judengasse


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