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Meldungsdatum: 23.12.2021

Rückblick auf das Infektionsgeschehen im Kreis Borken vom 13. bis zum 19.12.2021:

587 Neuinfektionen (Vorwoche: 836)

Im Zeitraum vom 13. bis zum 19.12.2021 gab es im Kreis Borken 587 (Vorwoche: 836) gemeldete Neuinfektionen. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge deutlich zurückgegangen – eine Entwicklung, die sich in dieser Deutlichkeit derzeit auf Bundes- und Landesebene nicht zeigt. Wie das aktuell nachlassende Infektionsgeschehen im Kreisgebiet durch ein verstärktes Auftreten der Omikron-Variante beeinflusst wird, beobachtet das Kreisgesundheitsamt mit großer Aufmerksamkeit. Dabei ist für die Amtsärzte klar: Maßgeblich wird es auf eine weitere Erhöhung der Grund- und Auffrischungsimpfungen ankommen.

Die „7-Tage-Inzidenz“ belief sich am 06.12.2021 auf 259,9, am 13.12.2021 auf 221,6 und am 19.12.2021 auf 158,3. Aktuell (22.12.2022, 24 Uhr) beträgt sie 153. Das Infektionsgeschehen zieht sich weiterhin quer durch die gesamte Gesellschaft und ist wie in den Wochen zuvor vor allem durch eine Vielzahl von Einzelinfektionen und nicht durch besondere Ausbruchsgeschehen geprägt. Laut Nachverfolgungsteam des Kreisgesundheitsamtes infizierten sich:

In 219 Fällen (37,3 Prozent) konnte die vermutlichen Infektionsquelle nicht näher ermittelt werden (Vorwoche 298 Fälle; 35,6 Prozent).

Die meisten Infektionen gibt es damit weiterhin im häuslichen und privaten Umfeld. Das Infektionsgeschehen in Einrichtungen spielt derzeit keine besondere Rolle: Die Fahlzahl von infizierten Bewohnerinnen und Bewohnern geht konstant zurück und bewegt sich auf moderat niedrigem Niveau. Das Kreisgesundheitsamt wertet die erfreuliche Entwicklung als positive Folge der hohen Impfquote in dieser besonders vulnerablen Gruppe, die inzwischen weitgehend bereits Auffrischungsimpfungen erhalten hat. Weiterer Grund: Der Zugang zu den Einrichtungen ist für Besucher nur mit tagesaktuellem Test möglich.

Infektionen aufgrund von Feierlichkeiten sind im Berichtszeitraum nicht bekannt geworden. Das Kreisgesundheitsamt bittet allerdings um besondere Sorgfalt im Umgang mit Zusammenkünften gerade zu den Feiertagen. Es rät, bei Symptomen auch dann sicherheitshalber sofort einen Schnelltest zu machen, wenn die Personen vollständig immunisiert sind. Die bisherige Situation zeige: Jede Infektion führt schnell zu Folgeinfektionen innerhalb der häuslichen Gemeinschaft. Die Omikron-Variante beschleunigt diesen Prozess deutlich.

Das Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Schule ist unverändert von vielen Einzelinfektionen geprägt. Das mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht geänderte Quarantäneregime in Schulen, wonach nur die jeweils infizierte Person in Quarantäne kommt, hat das Infektionsgeschehen nicht nachteilig verändert. Aufgrund der Weihnachtsferien wird das Thema Schule zudem zunächst etwas in den Hintergrund rücken.

Die Zahl der von Infektionen betroffenen Kindertageseinrichtungen ist recht konstant. Derzeit gibt es in 26 Einrichtungen jeweils Einzelfälle. Die betroffenen Gruppen werden über einen Zeitraum von zwei Wochen regelmäßig getestet. Folgeinfektionen werden daher zunehmend aufgedeckt.

Impfstatus und Altersstruktur: Von den 587 Neuinfektionsfällen (Vorwoche 836) waren 211 Fälle (Vorwoche 471) vollständig geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund 53 Prozent (Vorwoche 56 Prozent). Der Anteil vollständig immunisierter Personen an den Neuinfektionen ist somit leicht gesunken. Wichtig ist hier der Hinweis des Kreisgesundheitsamtes, dass die Geimpften deutlich mildere Krankheitsverläufe erleben und eine Auffrischimpfung (Boosterimpfung) die Schutzwirkung vor einer Infektion ebenfalls deutlich erhöht. Für die Geimpften gelte aber selbstverständlich auch, dass sie die Schutzregeln beachten und auftretende Symptome kurzfristig abklären lassen.

Hier wird deutlich, dass entsprechend dem bundesweiten Trend derzeit die jüngeren Menschen mit einem hohen Anteil am Infektionsgeschehen teilnehmen und in dieser Altersgruppe – noch – eine vergleichsweise niedrige Impfquote zu verzeichnen ist.

291.483 Personen sind mit Stand 22.12.2021, 24 Uhr, im Kreis Borken inzwischen vollständig geimpft worden. Die Impfquote an der Gesamtbevölkerung beträgt damit 78,4 Prozent. In der Altersgruppe 12+ haben 89,2 Prozent vollständigen Impfschutz. In des Alterssegment 12 – 17 sind es 72,2 Prozent, bei der Altersgruppe 60+ 94,2 Prozent. Die Impfungen für die Altersgruppe 5 – 11 sind gerade erst angelaufen. Die angebotenen Impftermine werden sehr stark nachgefragt. Weitergehende Infos zum Impfgeschehen im Kreis Borken gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/corona-impfzahlen.

173.072 Personen haben im Kreisgebiet zudem bereits ihre Auffrischungsimpfung bekommen. Das sind schon fast 60 Prozent der 291.483 Personen mit vollständigen Impfschutz. Das Kreisgesundheitsamt appelliert daher: „Nutzen Sie die Impfangebote, die es an vielen Orten im Kreis Borken gibt, sowohl für die Erst- und Zweit- als auch für die Boosterimpfungen!“ Im Internet gibt es nähere Informationen (auch zu konkreten Impfangeboten) auf der Website des Kreises Borken:

Die Situation in den Krankenhäusern ist derzeit belastend, aber nicht überlastet. Mit Stand 23.12.2021 werden in den Krankenhaus-Standorten Ahaus, Bocholt, Borken und Stadtlohn des Klinikums Westmünsterland 19 Patienten stationär behandelt, davon 3 auf der Intensivstation. Im St. Antonius-Hospital Gronau befinden sich derzeit 6 Patienten in Behandlung, davon 2 auf der Intensivstation.

Zu den Sterbefällen: Im Berichtszeitraum sind 2 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen. Die Verstorbenen waren vollständig immunisiert.

Neue Variante aus Südafrika (Omikron): Bislang gab es im Kreis Borken insgesamt 25 Verdachtsfälle mit der Omikron-Variante. Davon haben sich inzwischen 10 Fälle bestätigt, 5 Fälle nicht. 10 Laborergebnisse stehen noch aus.

Pressekontakt: Karlheinz Gördes, Tel.: 0 28 61 / 681-2424


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