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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 05.01.2022


Schändung muslimischer Gräber auf dem Iserlohner Hauptfriedhof – Stadt bemüht sich um Aufklärung und Lösungen

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Deutschlandweit hat der Vorfall für Empörung und Aufsehen gesorgt: in der Silvesternacht haben bisher Unbekannte Gräber muslimischer Mitbürgerinnen und Mitbürger auf dem Iserlohner Hauptfriedhof beschädigt. Grabsteine und Grabschmuck wurden zerstört. Wie das städtische Friedhofsamt mitteilt, sind zwölf Gräber besonders stark beschädigt. Weitere Gräber, bei denen Grabkerzen, Blumen oder Figuren umgetreten worden sind, seien offenbar schnell von Angehörigen wieder hergestellt und ordentlich gemacht worden.

Die Schadenshöhe ist laut städtischem Friedhofsamt zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu ermitteln.
Die Stadt Iserlohn steht unter anderem dazu in engem Austausch mit dem Integrationsrat, um eine gemeinsame, zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten zu finden. Hierzu ist am 27.Januar 2022 eine Sondersitzung des Integrationsrates geplant, an der auch Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe teilnehmen wird.

Vielmehr als um den finanziellen Aspekt geht es den betroffenen Familien aber um die Sicherheit der Gräber und das friedliche Zusammenleben aller Religionen. Das wurde bei einem erneuten Ortstermin am 04. Januar deutlich. Dabei hat der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Iserlohn, Thorsten Schick, noch einmal betont, dass die Zerstörung der Gräber nicht folgenlos bleiben darf.

Polizei und Staatsschutz ermitteln weiter, die Täter sind aber nach wie vor unbekannt.
Betroffene Angehörige können sich bei der Polizei melden und Strafanzeige stellen, um die Vorfälle dokumentieren und weiterverfolgen zu können.

Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe hat unterdessen aus seinem Urlaub heraus Kontakt zu den Angehörigen der besonders beschädigten Gräber aufgenommen und einen persönlichen Brief geschrieben, in dem er noch einmal seine Solidarität bekundet und alle betroffenen Familienangehörigen zu einem Gespräch ins Rathaus einlädt.



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