Ausbau der Schulen und der Ganztagsbetreuung geplant
- Schulentwicklungsplan für die Grundschulen in Hanau liegt vor
Der Magistrat der Stadt Hanau hat in seiner letzten Sitzung dem Schulentwicklungsplan für die Grundschulen in Trägerschaft der Stadt Hanau „Schulperspektive Hanau 2022 – 2026“ zugestimmt. Nach der Vorstellung des Schulentwicklungsplans im Ausländerbeirat und den Ortsbeiräten, werden die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am 21. Februar 2022 abschließend über die Vorlage entscheiden.
Die Planung sieht vor den Ausbau der Grundschulen weiter voranzutreiben, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden: Die Anne-Frank-Schule, Brüder-Grimm-Schule, Pestalozzischule, Theodor-Heuss-Schule und die Tümpelgartenschule am neuem Standort Akazienweg sollen - von derzeit dreizügigen - in vierzügige Grundschulen verwandelt werden. Ebenfalls wird aktuell eine dreizügige Grundschule auf dem Areal Pioneer Park in Wolfgang gebaut. Die August-Gaul-Grundschule soll von einer derzeit zweizügigen in eine vierzügige Grundschule vergrößert werden, korrespondierend zur Entwicklung des naheliegenden Baugebiets Bautz-Gelände auf dem 1400 Wohneinheiten errichtet werden. Die vorbereitenden Planungen sollen bereits vor der Genehmigung des Schulentwicklungsplans durch das Hessische Kultusministerium und der Genehmigung des Doppelhaushalts 2022/23 vorangetrieben werden.
„Die Bevölkerungszahl in der Stadt Hanau ist seit 2010 deutlich angestiegen. Damit einhergehend steht auch die Schullandschaft in Hanau weiterhin vor großen Veränderungen“, erläuterte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel. Der Grundschulentwicklungsplan der Stadt Hanau – „Schulperspektive Hanau 2022 bis 2026“ – thematisiere die Entwicklung im Bereich der Grundschulen sowie der Grundstufen der Förderschulen in der Stadt Hanau und zeige Handlungsbedarfe auf, welche es ermöglichen entlang der Bedürfnisse und Herausforderungen der Grundschulen Entscheidungen und Veränderungen herbeizuführen. „Die Ergebnisse des Gutachtens des beauftragten Büros biregio bestätigen, erweitern und ergänzen die bereits in den vorangegangenen Entwicklungsplanungen initiierten Ausbauprojekte im Bereich der Hanauer Grundschulen bedarfsorientiert“, erläutert der Schuldezernent Weiss-Thiel. Die erhobenen Zahlen zeigten, dass allein in den Schuljahren von 2021/22 bis 2025/26 die Schülerzahlen im Bereich der Hanauer Grundschulen voraussichtlich um rund 1.000 Schülerinnen und Schüler ansteigen würden.
„Die Schwerpunkte des Zuzugs von Neubürgern korrespondieren mit den zahlreichen Wohnungsbauprojekten in den Stadtbezirken Innenstadt/Südost, LamboyTümpelgarten, Steinheim sowie Großauheim/Wolfgang“, erläuterte Weiss-Thiel. Mit Ausnahme der großen Neubaugebiete in Großauheim/Wolfgang vollziehe sich das Wachstum der Stadt größtenteils dezentral durch Grundstückskonversion und Nachverdichtung. „Es bietet sich deshalb an, wo immer möglich Flächenpotentiale an vorhandenen Schulstandorten oder in der nächsten Nähe zu nutzen“, so der Bürgermeister.
Neben den quantitativen Bedarfen zur Unterrichtsversorgung weist das externe Gutachten von biregio auch deutlich auf die Bedarfe zum Ausbau der Ganztagsbetreuung in Grundschulen hin. Parallel zur Fertigstellung des Gutachtens beschloss der Bundesgesetzgeber im September 2021 die schrittweise Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27. „Auf der Basis der Einwohner- und Jahrgangszahlen zum 31.12.2021 sowie der Bevölkerungsprognosen des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt erarbeiten Stadtschulamt und Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung der Stadt Hanau derzeit gemeinsam eine stadtteilbezogene Bedarfs- und Ausbauplanung zur fristgerechten Sicherstellung des Rechtsanspruchs“ erläuterte Weiss-Thiel. Über die Erkenntnisse würden die städtischen Gremien schnellstmöglich informiert sodass sie in die laufenden Planungen zu den Baumaßnahmen einfließen könnten.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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