Kulturerbe Apfelwein
Die UNESCO hat die „Handwerkliche Apfelweinkultur“ kürzlich zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Damit ist nicht nur der Verzehr des „Äppelwoi“ gemeint, sondern auch seine Produktion bis hin zur Geselligkeit. Oberbürgermeister Claus Kaminsky freut sich über die Auszeichnung, „sind doch in Hanau vielerlei Bezüge herstellbar und werden von Herzen gelebt“.
Es gibt Streuobstwiesen, das Bundesäppelwoifest mit Krönung des Königspaars durch die Steinheimer Karnevalgesellschaft, die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute, zahlreiche Kneipen und Restaurants, die Apfelwein ausschenken, den MEIN MAIN Apfelwein von Lars Contzen und Rocky Musleh sowie schließlich das erste Hessische Apfelweinmuseum am Heumarkt, das von Keltermeister Jörg Stier und ACH, dem Apfelwein Centrum Hessen, betrieben wird. ACH e.V. hatte die Anerkennung als Kulturerbe bei der UNESCO maßgeblich vorangetrieben. Im „Gerippten Museum – Raum für Apfelweinkultur“ in der Hanauer Innenstadt sind unter anderem der weltweit größte Bembel und das weltweit größte Apfelweinglas zu bestaunen.
Für Hanau sind weitere der inzwischen 131 deutschen immateriellen Kulturerbeformen von Bedeutung: So etwa das Märchenerzählen, das vom ehrenamtlichen Hanauer Märchenerzählkreis gelebt wird, die Theater- und Orchesterlandschaft mit den Brüder Grimm Festspielen und der Neuen Philharmonie Frankfurt (mit Sitz in Hanau!), die Friedhofskultur, die rechtzeitig zum 175. Jubiläum des Hanauer Hauptfriedhofes anerkannt wurde und das Papiertheater. Das Papiertheatermuseum im Schloss Philippsruhe wird derzeit grundlegend renoviert und soll 2023 wieder eröffnet werden. Detailinformationen auf www.unesco.de.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
|