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Hanau, 16. März 2022
Bund öffnet Sportsfield Housing für Geflüchtete

Das ging wirklich schnell: Vor wenigen Tagen hatten Hanaus
Oberbürgermeister Claus Kaminsky und die Erste Kreisbeigeordnete des
Main-Kinzig-Kreises, Susanne Simmler, den Bund gebeten, seinen
leerstehenden Teil von Sportsfield Housing an der Aschaffenburger Straße
für Ukraine-Flüchtlinge zu öffnen. Jetzt liegt ein entsprechender
Überlassungsvertrag der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(BIMA) vor. Damit können Stadt und Kreis kurzfristig auch in diesen
Gebäuden der ehemaligen Wohnanlage der US-Army an der
Aschaffenburger Straße Kriegsflüchtlinge unterbringen.
Bekanntlich nutzte und nutzt die Stadt mehrere Gebäude zur Aufnahme von
Geflüchteten aus verschiedenen Krisengebieten. Die andere Hälfte steht
leer, nachdem das Land die dort 2015 eingerichtete Erstaufnahme im Jahr
2019 geschlossen hatte. Die sieben zusätzlichen Mehrfamilienhäuser mit
einer Gesamtnutzfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern stehen
nunmehr der Stadt und dem Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung. „Wir sind
dankbar, dass die zuständige Bundesanstalt hier sehr schnell entschieden
hat,“ so Claus Kaminsky. Dies sei eine große Hilfe für die Unterbringung der
Menschen, die vor dem Krieg flüchten, erklärt Susanne Simmler in einer
gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt und Kreis.
In den letzten Tagen war auch in Stadt und Kreis die Zahl der Geflüchteten
stetig angestiegen. Die sofort aktivierten Unterbringungsmöglichkeiten sind
jedoch endlich. So hat die Stadt Hanau freie Kapazitäten in ihrer
Erstaufnahmeeinrichtung sowie bei der Baugesellschaft genutzt. Der Main-Kinzig-Kreis hat unter anderem das Jugendzentrum Ronneburg zur Verfügung gestellt,  Hotel-Kapazitäten genutzt und richtet derzeit die erste Turnhalle in Birstein für eine Erstaufnahme ein. In Hanau soll kurzfristig die
Mehrzweckhalle Mittelbuchen als Aufnahmestelle genutzt werden.
Außerdem haben Stadt und Kreis kurzfristig Kontakt- und Informationsstellen
und über die Hilfsorganisationen zentrale Sammelstellen für Hilfsgüter
eingerichtet.
„Die Menschen, die vor dem schrecklichen Krieg fliehen, brauchen jetzt
unsere konkrete Hilfe“, unterstreicht Susanne Simmler. Dafür würden der
Kreis sowie die Städte und Gemeinden alles aktivieren, was möglich sei.
Beeindruckend sei zudem die großartige und breite Unterstützung der
Bürgerinnen und Bürger, aus Unternehmen, Organisationen und
Institutionen, aus Handel, Handwerk und Gewerbe sowie den Vereinen.
Inzwischen sind bereits mehrere Konvois mit Hilfsgütern aus dem Kreisgebiet
Richtung Ukraine abgegangen, oftmals organisiert von privaten Initiativen.
Dies zeige die große Solidarität mit den Menschen, die in der Ukraine unter
dem Terror von Putins Truppen leiden und auch mit den Geflüchteten, die
hier Schutz suchen.
Die Überlassung des leerstehenden Teils von Sportfields Housing durch die
BIMA sei ein wichtiger Baustein für die akzeptable Unterbringung der
Geflüchteten, so Claus Kaminsky. Die offizielle Schlüsselübergabe an die
Stadt soll in den nächsten Tagen erfolgen, berichtet Hanaus
Oberbürgermeister. Bereits im Vorfeld hatte die BIMA der Stadt eine
Begehung der Anlage ermöglicht. Man arbeite jetzt mit Hochdruck daran, die
Gebäude bewohnbar zu machen, berichtet dazu Sven Holzschuh, Leiter der
Koordinierungsstelle Ukraine-Flüchtlinge. Strom, Gas und Wasser müssen
wieder angeschlossen werden, baulicher Zustand und zum Beispiel der
Brandschutz überprüft werden. Hier sei man bereits in engem Kontakt mit
den Stadtwerken Hanau und zuständigen Handwerkern, so Holzschuh.
Genaue Zahlen kann man noch nicht nennen, aber die Stadt geht davon aus,
dass bis zu 700 Geflüchtete in diesem Teil von Sportsfield Housing
untergebracht werden können. Das hänge auch von der Größe der
ankommenden Familien ab. Ein entscheidender Vorteil sei aber die
räumliche Nähe zur städtischen Erstaufnahme-Einrichtung, wo die
entsprechende behördliche Infrastruktur vorhanden sei und auch Fragen wie
Kinderbetreuung, ärztliche Versorgung und andere Dinge geregelt werden
können. Die Stadt hat hier auch allgemeine Sprechstunden mit Dolmetschern
eingerichtet.
Die Stadt weist in diesem Zusammenhang noch auf die
Registrierungsmöglichkeit hin. Diese wird auch Geflüchteten empfohlen, die
privat Unterkunft gefunden haben. Zwar gibt es wegen des besonderen
Status´ der Menschen aus der Ukraine keine Pflicht, allerdings ermöglicht die
offizielle Registrierung unter anderem den Zugang zu staatlicher
Unterstützung und medizinischer Versorgung. Die Meldung kann formlos bei
der Ausländerbehörde der Stadt Hanau unter Angabe der Daten aus den
biometrischen Pässen oder Ausweisen erfolgen, zum Beispiel unter
auslaenderbehörde@hanau.de per Mail. Der Main-Kinzig-Kreis bietet
Informationen gebündelt auf seiner Internetseite unter www.mkk.de an, ,
ebenso wie die Stadt auf der wieder aktivierten Homepage www.hanau-engagiert.de



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