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Meldungsdatum: 30.06.2022

Assistenzhunde beim Kreis Soest willkommen

Verwaltung unterstützt Zutrittskampagne des Pfotenpiloten e. V.

Assistenzhunde, beispielsweise Blindenführhunde, begleiten ihre Halterinnen und Halter in ihrem beruflichen und privaten Alltag. Mit der tierischen Hilfe können Menschen mit Einschränkungen am täglichen Leben teilhaben. Diese Teams sind im Kreishaus und in anderen Dienststellen des Kreises Soest ausdrücklich willkommen! Gemeinsam mit dem Verein Pfotenpiloten e. V. macht sich die Kreisverwaltung stark für eine assistenzhundefreundliche Verwaltung - und zeigt das nach außen gut sichtbar mit einem Aufkleber.

Assistenzhunde werden ausgebildet, um beispielsweise Menschen mit Sehbehinderung, an Epilepsie oder Diabetes Leidenden oder Gehörlosen zu helfen. Doch viele Menschen, die mit ihren vierbeinigen Helfern unterwegs sind, stehen immer wieder vor Problemen, wenn sie mit ihrem Assistenzhund zum Beispiel in eine Arztpraxis gehen oder ein Museum besichtigen wollen. Häufig wird der Zutritt mit Hund mit Verweis auf die Hausordnung verweigert. Beim Kreis Soest ist das anders. Alle Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, sollen am öffentlichen Leben teilhaben und ihr privates Leben selbstgestaltet organisieren können. Niemand soll ausgeschlossen werden. Das ist das Ziel des 2019 aufgestellten „Aktionsplans Inklusion“. 

„Ich freue mich, dass wir als Kreisverwaltung die Zutrittskampagne des Vereins Pfotenpiloten unterstützen und allen Menschen mit Assistenzhunden einen unkomplizierten Zugang ermöglichen“, sagt Landrätin Eva Irrgang. Sie brachte jetzt gemeinsam mit Heike Ferber von den Pfotenpiloten die „Assistenzhund willkommen“-Aufkleber im Kreishaus am Hohen Weg in Soest an. 

Willkommen sind Bürgerinnen und Bürger mit Assistenzhunden nicht nur im Kreishaus Soest, sondern auch im Verwaltungsgebäude am Senator-Schwartz-Ring 21 – 23 (unter anderem Zulassungsstelle), Gebäude der Niederbergheimer Str. 24 – 26 (Kreisarchiv, Medienzentrum) und im Servicecenter Kfz Lippstadt (Mastholter Str. 230 b in Lipperbruch).

Daniela Heimann aus dem Büro des Behindertenbeauftragten im Kreishaus, die die Kooperation mit dem Pfotenpiloten e. V. organisierte, weiß: „Die Arbeit der Assistenzhunde ist oft unbekannt. Ein Diabetes- oder Epilepsiewarnhund muss beispielsweise immer bei seinem Halter sein, um im Notfall eingreifen zu können.“ Deshalb wurde die Kampagne „Pfotenpiloten“ ins Leben gerufen, die sich für die Zutrittsrechte von Assistenzhundeteams einsetzt. Die Kampagne wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Nach der UN-Behindertenrechtskonvention und dem neuen Assistenzhundgesetz haben Menschen mit Einschränkungen übrigens das Recht, ihren Assistenzhund überall mit hinzunehmen.

Wer sich – beispielsweise als Unternehmer – der Zutrittskampagne anschließen möchte, kann Plakate, Flyer sowie Aufkleber direkt bei den Pfotenpiloten unter www.pfotenpiloten.org  anfordern.

„Wir freuen uns, wenn viele unserer heutigen Aktion folgen und sich an der Zutrittskampagne beteiligen“, sagt Daniela Heimann. „Wer uns für den Aktionsplan Inklusion weitere inklusive Ideen und Angebote melden möchte, ist übrigens auch herzlich eingeladen.“ Mit einem „Aktionsplan Inklusion“ möchten Verbände der Selbsthilfe, der Behindertenbeauftragte des Kreises Soest, die Kreisverwaltung und die kommunale Politik die Grundlagen schaffen für ein gemeinsames, selbstbestimmtes Leben von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Lebensbereichen. Weitere Informationen unter www.kreis-soest.de/aktionsplan.

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Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/302546


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Assistenzhunde willkommen

©Mathias Keller/ Kreis Soest
Assistenzhunde willkommen

Assistenzhunde sind beim Kreis Soest willkommen: Landrätin Eva Irrgang (Mitte), Blindenhundeführerin Heike Ferber (Pfotenpiloten e.V., links) und Ester Wilmes (Assistentin von Heike Ferber) machen zusammen mit den Hunden Shadow (Riesenschnauzer) und Anton (Labrador) auf die Kampagne aufmerksam. Foto: Mathias Keller/ Kreis Soest


 

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Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.400 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Sie ist mit dem Kreistag Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in den Bereichen Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Jugend, Schule und Soziales wahr. Sie betreibt den Rettungsdienst, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag mit seinen 68 Mitgliedern gestaltet und kontrolliert die Aufgabenwahrnehmung.

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