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Meldungsdatum: 17.11.2022

Glasfaser bis in jeden Klassenraum

Kreis macht Berufskollegs und Förderschulen für rund 11 Millionen Euro fit für die digitale Zukunft

Der Kreis Soest macht seine Berufskollegs und Förderschulen fit für die digitale Zukunft: Mit Beginn des neuen Schuljahres hat das Börde-Berufskolleg in Soest eine komplett neue Digital-Infrastruktur erhalten. Am Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest und am Lippe-Berufskolleg in Lippstadt haben die Arbeiten begonnen, an den kreiseigenen Förderschulen startet die Umsetzung noch in diesem Jahr. Die Gesamtkosten liegen für alle Schulen zusammen bei rund elf Millionen Euro.

Flächendeckendes WLAN, Highspeed-Internet über Glasfaser bis in jeden Klassenraum, moderne Endgeräte und natürlich auch zeitgemäße Präsentationsmöglichkeiten: Was in dem vom Kreistag beschlossenen Medienentwicklungsplan steht, den der Kreis als Schulträger gemeinsam mit den Schulleitungen aufgestellt hat, klingt erstmal ganz einfach. Welche Mammut-Aufgabe sich Immobilienmanagement und die Schulabteilung des Kreises damit aber gesteckt haben, lässt sich an der Menge der verbauten Elektro- und Glasfaserleitungen erahnen: „Wir haben rund 11 Kilometer Kupferkabel und 17 Kilometer Meter Lichtwellenleitungen verlegt“, berichtet die beim Kreis für das Immobilienmanagement zuständige Abteilungsleiterin Cordula Pfannschmidt. Außerdem wurden 19 Elektrounterverteilungen erneuert oder aufgerüstet. Und das alles allein am Börde-Berufskolleg in Soest; die weiteren kreiseigenen Schulen sind ebenfalls an der Reihe. Hinzu kommt noch die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Präsentations- und Audiotechnik, die nun Schritt für Schritt folgt.

„Die Digitalisierung ist enorm wichtig, damit unsere Schulen weiterhin attraktive, moderne und zeitgemäße Lernstandorte bleiben“, unterstreicht Landrätin Eva Irrgang. „Von dieser Investition werden wir viele Jahre profitieren.“ Rund 3,6 Millionen Euro der Gesamtkosten von rund 11 Millionen Euro bekommt der Kreis zurück: So viel Geld gibt es aus dem Förderprogramm DigitalPakt Schule, mit dem Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen wollen. 

Welchen Stellenwert die Investition für die kreiseigenen Schulen hat, macht Dr. Rita Brand als Schulleiterin des Börde-Berufskollegs deutlich: „Wir müssen und wollen mithalten mit den Standards unserer heimischen Wirtschaft. Das ist nicht nur, aber insbesondere auch mit Blick auf die dualen Ausbildungsberufe wichtig. Unsere Auszubildenden fangen nicht mehr nur mit der Feile in der Hand an, heute kommen die fertigen Teile auch aus dem 3-D-Drucker.“ Die zeitgemäße Ausstattung komme gerade zur rechten Zeit, denn: „Wir müssen unsere Ausbildungsberufe attraktiv machen, damit sich junge Menschen bewusst dafür entscheiden und eben nicht für ein Fachhochschulstudium oder die Uni. Schließlich braucht die mittelständische Wirtschaft Fachkräfte, und genau die bilden wir aus.“ 

Bereits 2020/21 hatte der Kreis Soest vom Sofortausstattungsprogramm des Digitalpakts Schule profitiert. Damals hatte der Kreis als Schulträger rund 800.000 Euro abgerufen und Notebooks und iPads für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrkräfte angeschafft.

„Die Medienkompetenz weiter zu stärken, ist ein großes Anliegen aller, die an Bildung und Erziehung beteiligt sind“, wie Dieter Hesse als Abteilungsleiter Schule, Bildung und Integration beim Kreis Soest betont. „Wir freuen uns, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler auch beim Arbeiten mit digitalen Mitteln optimal auf die Zukunft vorbereiten können.“


Hintergrund: So verteilen sich die Investitionen auf die einzelnen Schulen

Die Berufskollegs des Kreises Soest betreuen aktuell ca. 7.190 Schülerinnen und Schüler, die kreiseigenen Förderschulen werden von aktuell ca. 1.035 Schülerinnen und Schülern besucht. Die Kosten für die neue digitale Ausstattung schlüsseln sich so auf:

Börde-Berufskolleg (Soest): ca. 1.500.000 EUR

Hubertus-Schwartz-Berufskolleg (Soest): ca. 1.000.000 EUR

Lippe-Berufskolleg (Lippstadt): ca. 1.800.000 EUR

Bodelschwinghschule (Soest): ca. 650.000 EUR

Clarenbachschule (Soest): ca. 650.000 EUR

Don-Bosco-Schule (Lippstadt-Bad Waldliesborn): ca. 500.000 EUR

Jacob-Grimm-Schule (Soest): ca. 300.000 EUR

Peter-Härtling-Schule (Werl-Sönnern): ca. 300.000 EUR

Hinzu kommen die Planungskosten für alle Schulen in Höhe von ca. 1 Mio. EUR und Kosten für die notwendige Hardware in allen Schulen in Höhe von ca. 3,5 Mio. EUR.

Die Lindenschule in Erwitte-Bad Westernkotten wird im Zuge einer Neustrukturierung der Schullandschaft in Erwitte demnächst umziehen, sodass die Digitalisierung zusammen mit dem Umzug geplant und durchgeführt wird.

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Pressekontakt: Pressestelle, Birgit Kalle, Telefon 02921/302546


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Glasfaser bis in den Klassenraum

©Birgit Kalle/ Kreis Soest
Glasfaser bis in den Klassenraum

Der Kreis Soest macht seine Berufskollegs und Förderschulen fit für die digitale Zukunft. Das Börde-Berufskolleg, hier die Klasse 3b des Beruflichen Gymnasiums Erziehungswissenschaften, ist bereits ausgestattet. Darüber freuen sich auch Schulleiterin Dr. Rita Brand (vorne links), der Abteilungsleiter Schule, Bildung und Integration des Kreises Soest, Dieter Hesse, und die beim Kreis für das Immobilienmanagement zuständige Abteilungsleiterin Cordula Pfannschmidt. Foto: Birgit Kalle/ Kreis Soest


 

Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:

Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.400 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Sie ist mit dem Kreistag Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in den Bereichen Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Jugend, Schule und Soziales wahr. Sie betreibt den Rettungsdienst, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag mit seinen 68 Mitgliedern gestaltet und kontrolliert die Aufgabenwahrnehmung.

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