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Meldungsdatum: 10.08.2022

Neue Psychoedukationsangebote

Kurse für depressiv erkrankte Menschen und deren Angehörige

Das Gesundheitsamt des Kreises Soest bietet ab Oktober dieses Jahres erneut drei Kursangebote für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige an. Eines findet in Lippstadt, eines in Warstein und eines in Werl statt. Seit vielen Jahren bietet das Psychoedukationsprojekt des Kreises Soest Betroffenen die Möglichkeit, sich intensiv mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen.

In Nordrhein-Westfalen gehören die depressiven Episoden zu den zehn häufigsten Behandlungsdiagnosen der Bürger zwischen 20 und 64 Jahren. Jan Oliver Wienhues, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes und Psychiatriekoordinator des Kreises Soest, gibt einen Überblick über die Lage: „Immer mehr Menschen sind aufgrund psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig. Auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit übersteigt häufig die durchschnittliche Dauer anderer Erkrankungen. In NRW werden jährlich über 70.000 Menschen aufgrund einer affektiven Störung, zu denen depressive Erkrankungen gehören, im Krankenhaus behandelt. Die Behandlungszahlen haben sich in den vergangen 20 Jahren mehr als verdoppelt. Gerade deshalb ist es wichtig, die Bevölkerung und Betroffene über psychische Erkrankungen aufzuklären.“

Seminarleiter Joergen Mattenklotz ist Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, Dozent für psychiatrische Pflege, Fachbuchautor und Supervisor. „Ich weiß aus meiner langjährigen beruflichen Erfahrung, dass psychische Erkrankungen sämtliche Bereiche des Lebens beeinflussen“, berichtet er. „Sie nehmen Einfluss auf die berufliche und soziale Integration, Partnerschaft, aber auch auf die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebenszufriedenheit.“
 
Vor diesem Hintergrund setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Seminare jeweils an insgesamt 15 Abenden einmal in der Woche in sogenannten Modulen mit relevanten Inhalten auseinander. Diese sind auf die jeweilige Erkrankung abgestimmt. Sie erhalten Informationen zum Krankheitsbild, über Möglichkeiten der medikamentösen und psychotherapeutischen Behandlung, den Einfluss von Ernährung auf die seelische Befindlichkeit, Ernährungsstrategien und das örtliche Hilfesystem.

Je nach Thema wird Joergen Mattenklotz von einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, einer Ökotrophologin oder dem Psychiatriekoordinator des Kreises Soest unterstützt. Die Kursreihe für Menschen mit Depression und deren Angehörige beginnt im Oktober 2022 und endet im April 2023. Die Seminarabende beginnen jeweils um 18 Uhr und enden um 19.30 Uhr.

Das Angebot in Lippstadt startet am 17. Oktober 2022. Tagungsort ist die Kontakt- und Beratungsstelle „BLICK“ des Sozialdienstes katholischer Männer e. V. Lippstadt in der Cappelstraße 50-52 in Lippstadt. In Warstein finden die Treffen in der Kontakt- und Beratungsstelle „Café i-Punkt“ des Vereins IBAHS e. V., Müschederweg 4. Statt. Beginn ist der 20. Oktober 2022. Die Treffen in Werl starten am 19. Oktober 2022 in der Tagesstätte „Aufwind“ der Wohnstätte St. Josef, Industriestraße 6.

Anmeldungen nimmt der Seminarleiter unter der E-Mail-Adresse joergenmattenklotz@gmail.com oder unter der Telefonnummer 02945/6716 (ab 17 Uhr) entgegen.

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Pressekontakt: Pressestelle, Wilhelm Müschenborn, Telefon 02921/303200


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Häufige Diagnose

©Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest
Häufige Diagnose

Seminarleiter Joergen Mattenklotz (l.) und Oliver Wienhues, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes und Psychiatriekoordinator des Kreises, werben für die Teilnahme an Kursen für depressiv Erkrankte und ihre Angehörige. In Nordrhein-Westfalen gehören die depressiven Episoden zu den zehn häufigsten Behandlungsdiagnosen der Bürger zwischen 20 und 64 Jahren. Foto: Thomas Weinstock/ Kreis Soest


 

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