Internationaler „E-Waste Day“: Mit Ressourcen sorgsamer umgehen
Technologie hat unser aller Leben in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Viele digitale Hilfen erleichtern Einkäufe, Behördenanträge, Banküberweisungen und vieles mehr. Gleichzeitig vergrößert sich damit jedoch auch die Zahl der verwendeten Elektrogeräte – und am Ende auch die Zahl des Elektroschrotts. Rund 20 Kilogramm Elektroschrott erzeugen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland jährlich pro Kopf. „Diese Zahlen steigen stetig weiter an. Entsprechend wollen wir den heutigen International E-Waste Day dazu nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit den endlichen Ressourcen unseres Planeten ist – und warum Recycling ein immer wichtigeres Thema wird“, sagt Stadtrat Thomas Morlock. Denn: Um Rohstoffe aus Elektroaltgeräten wiederverwerten zu können, müssen diese auch fachgerecht entsorgt werden.
Der nachhaltigste Umgang mit Elektrogeräten ist in jedem Fall die Vermeidung von Elektroschrott. „Nicht immer ist es notwendig, ein neues Gerät zu kaufen, wenn das alte noch einwandfrei funktioniert. Bei defekten Geräten ist eine Reparatur häufig einfacher, als gedacht“, erklärt Markus Henrich, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS). Hilfe und Anleitung für eine fachmännische Reparatur erhalten Interessierte beim Repair-Cafe. Weitere Informationen zu Terminen und Angeboten sind im Internet unter www.repaircafe-hanau.de erhältlich.
Lässt sich die Entsorgung eines Gerätes nicht mehr vermeiden, gibt es einiges zu beachten. „Wichtig ist vor allem: Elektroaltgeräte gehören nicht in den Restmüll! Alles, was mit einem Stromkabel oder mit Batterien beziehungsweise Akkus betrieben wird, muss sachgerecht entsorgt werden“, betont Henrich. Geräte, die über den Restmüll entsorgt werden, können anschließend nicht einem Recycling zugeführt werden und stellen überdies auch ein Brand- und Sicherheitsrisiko dar.
Die Stadt Hanau hilft mit, dass nicht weiter verwendbare Elektro- und Elektronikgeräte ordnungsgemäß und schadlos entsorgt und möglichst viele wertvolle Bestandteile – darunter etwa Gold, Seltene Erden, Kupfer, Zinn und Blei – im Rahmen der Verwertung für den Stoffkreislauf zurückgewonnen werden können. Die HIS-Abteilung Abfallwirtschaft und Straßenreinigung bietet hierzu verschiedene Services an.
So gibt es zum einen ein „Hol“-System: Auf Antrag werden große Elektro- und Elektronikgeräte in haushaltsüblicher Art und Menge im Rahmen der Sperrmüllentsorgung abgeholt. In diese Kategorie fallen Geräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspülmaschinen oder ähnliches. Die Abholung kann elektronisch über den Online-Servicekatalog auf www.hanau-digital.de oder schriftlich mit dem an der Infothek im Rathaus erhältlichen Formular beantragt werden. Der Vorlauf dieser Serviceleistung beträgt aktuell nachfragebedingt etwa vier bis fünf Wochen ab dem Zeitpunkt der Antragstellung.
Wichtig zu wissen für die Bürgerinnen und Bürger ist auch der Umstand, dass Einzel- und Onlinehändler mit einer Lager- oder Verkaufsflächen von mindestens 400 Quadratmetern beim Kauf eines neuen Elektrogroßgerätes dazu verpflichtet sind, das defekte Altgerät mitzunehmen. „Hat man also bereits ein Ersatzgerät bestellt, kann man sich den Umweg über den Sperrmüll sparen“, sagt Henrich.
Überdies existiert bei HIS auch ein „Bring“-System: Sämtliche Elektro- und Elektronikgeräte können zu den Anlieferungszeiten (mittwochs von 15 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr) beim Wertstoffhof an der Daimlerstraße 5 abgegeben werden. Frei beweglicher Inhalt und nicht fest verbautes Zubehör wie etwa Batterien, Akkus, Staubsaugerbeutel, Patronen und so weiter müssen vor Bereitstellung oder Anlieferung entfernt sein.
Übrigens: Auch Energiespar- und LED-Lampen sowie Batterien und Akkus aller Art gehören nicht in den Restmüll, sondern müssen gesondert gesammelt und verwertet werden und können ebenfalls beim Wertstoffhof und im Einzelhandel abgegeben werden.
„Wir hoffen darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt diese Möglichkeiten noch intensiver wahrnehmen als bislang. Nur so können wir sicherstellen, dass seltene Erden und endliche Rohstoffe möglichst lange im Verwendungszyklus erhalten bleiben“, ergänzt Stadtrat Morlock. Eine illegale Entsorgung von Elektroaltgeräten am Straßenrand oder in der Natur kommt glücklicherweise im Hanauer Stadtgebiet nur selten vor. „Allerdings gibt es noch immer eine erkennbare Menge an Geräten, die aus Bequemlichkeit einfach über die Restmülltonne entsorgt werden. Hier liegt es auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, das Möglichste zu tun, um für mehr Nachhaltigkeit und weniger Müll und Umweltbelastung zu sorgen“, so der Stadtrat abschließend.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Sebastian Mack, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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