Aktuelle Meldungen der Stadt Hanau

RSS-Feed abonnieren


[Suche]

Druckansicht

Hanau, 20. Oktober 2022
Stadtentwicklung in Hanau: Experten wissen um die Funktion der Innenstädte, Bund der Steuerzahler Hessen weiter auf sentimentalem Holzweg

„Mit der planlosen und faktenfernen Kritik am Hanauer Weg wandelt der Bund der Steuerzahler Hessen weiterhin auf dem Holzweg. Die Meinung, die der Vorsitzende öffentlich kundtut, hat er exklusiv“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zur erneuten Einordnung des Vereins, den dieser im Zusammenhang mit seinem jetzt veröffentlichten „Schwarzbuch“ am bundesweit gelobten Stadtentwicklungsprogramm „Hanau aufLADEN“ wiederholt. „Hanau ist und bleibt auf Kurs. Wir als Stadt und ich ganz persönlich haben Verantwortung für Hanau“, so Kaminsky.

„Innenstädte müssen als Orte des Einkaufs, der Kultur, der Gastronomie und vor allem der Begegnung erhalten werden. Dass der Steuerzahlerbund die Bedeutung der Innenstadt mit ihrer Funktion als Agora, also als Marktplatz, als sentimentales Getue herabwürdigt, verkennt die Bedeutung der Innenstädte und lässt jedes Gefühl für urbanes Leben vermissen“, so Oberbürgermeister Kaminsky. „Ohne auch nur einen einzigen Vorschlag zu unterbreiten und nur auf marktradikale Lösungen zu setzen, springt erkennbar zu kurz."

Innenstädte drohen zu veröden und stehen wegen des Online-Booms, Immobilienspekulanten, den Folgen der Pandemie, der Inflation und der Energiekrise gehörig unter Druck. „Wir stehen mitten in einem Schicksalsjahrzehnt“, ordnet der Hanauer Oberbürgermeister ein. Bereits Ende 2019 stellte die kleinste Großstadt Hessens die Weichen, den Trading-Down-Effekt aktiv anzugehen – mit Händlerinnen und Händlern, Gastronomen und Dienstleisterinnen und Dienstleistern, die bereits in Hanau handeln sowie neuen Komplizen, denen attraktive Angebote gemacht werden, sich in der Brüder-Grimm-Stadt auszuprobieren und niederzulassen.

Getragen von Stadtpolitik und Stadtgesellschaft macht das Programm „Hanau aufLADEN“ durch eine Vielzahl von konkreten Ideen und Umsetzungen bundesweit von sich reden. „Ausgetretene Pfade mit neuen Schuhen zu begehen, reicht heutzutage nicht mehr – wir richten unseren Kompass neu aus“, sagt Kaminsky. So brachte und bringt sich die Unternehmung Stadt Hanau mit Hilfe auch seiner Gesellschaften wie der Hanau Marketing GmbH, der BauProjekt GmbH, der BeteiligungsHolding Hanau GmbH und der Baugesellschaft Hanau GmbH aktiv in die Innenstadtgestaltung ein: Als die Inhaber des Traditionsspielwarengeschäftes Brachmann keine Nachfolge fanden, übernahm die Kommune die Immobilie und war auch bereit, für einen Übergangszeitraum das Spielwarengeschäft an traditioneller Stelle weiterzuführen.

Der Steuerzahlerbund Hessen hatte Kauf und Übernahme kritisiert, die Stadt gehe zu weit, aus „sentimentalen Motiven“ setze Hanau Steuergelder ein, es sei „der falsche Weg“, polterte der Steuerzahlerbund. Dass die Kostenkalkulation schon damals gezeigt hat, dass bei einer Gegenüberstellung der Finanzierungskosten zu den Bestandsmieten eine „schwarze Null“ erzielt werden würde, blendete der Vereinsvorsitzende aus. „Da wir als Stadt kein Hedge-Fonds sind, müssen wir keine Gewinne erzielen. Aber wir haben die Pflicht, uns um die Agora für die Bürgerinnen und Bürger zu sorgen“, so Kaminsky. Der an dieser Stelle betont, dass ihm klar war, einen geeigneten Händler für das Traditionshaus zu finden – was dann mit der nun aktiven Familie Glück in „Glücks Spielzeugkiste“ rasch gelang. Was als Übergangslösung angedacht war, nämlich als Stadt selbst den Laden zu führen, wurde zu keinem Zeitpunkt notwendig.

„Wir leben in ernsten Zeiten. Dass wir in der Brüder-Grimm-Stadt – nach der Konversion von 340 Hektar Fläche, dem Stadtumbau, als Sitz eines der größten Rechenzentren Europas, Heimat von Weltmarktführern der Materialtechnik und vielem mehr – nicht wissen, was wir tun, ist haltlos“, so Kaminsky.

„Die Lage für die Innenstädte ist und bleibt angespannt. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigen aktuell die Förderungen von Bund und Land, mit Geld und Haltung. So wurde der erste Zukunftskongress des Landes Hessen, der Stadtentwicklung und Klimaschutz zum Thema hatte, in Hanau abgehalten, 270 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Stadtentwicklerinnen und Stadtentwickler kamen in unsere Stadt. Das Land Hessen hat bei seinem – ebenfalls neuen – Gestaltungswettbewerb ‚Alles Fassade‘ zwei der drei Preise nach Hanau vergeben“, so Kaminsky. „Wir brauchen jetzt verlässliche, mutige und optimistische Partner. Die haben wir in Hanau und es kommen neue hinzu.“



Pressekontakt: Stadt Hanau, Dominik Kuhn, Telefon 06181/ 18000 – 820

[Zurück]


Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau


Die Pressestelle "Stadt Hanau" ist Mitglied bei presse-service.de [https://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.