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Leverkusen, 13. Oktober 2000

Ein neuer Mietspiegel entsteht:

Die übliche Haushaltsbefragung beginnt am 16 Oktober

Ab Montag, 16. Oktober, müssen die Bewohner von Mietwohnungen in Leverkusen wieder damit rechnen, dass es an ihrer Wohnungstüre klingelt und eine junge Dame oder ein junger Mann mit einem Fragebogen in Händen um ein Interview bittet. Losgeschickt werden sie - wie alle zwei Jahre - von der Stadtverwaltung, um die grundlegenden Daten zur Neuaufstellung des Leverkusener Mietspiegels zu erfragen.

Der Mietspiegel stellt eine tabellarische Übersicht über das Mietniveau in der Stadt dar. Unterschieden nach dem jeweiligen Baualter, der Ausstattung und der Größe weist er Mietangaben aus, die als Orientierungswerte dienen für die Festsetzung der Miethöhe bei Vertragsab-schluss oder Mieterhöhungsvereinbarungen zwischen dem Vermieter und Mieter bzw. bei entsprechenden - häufig auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen.

Über die einzelnen Mietverhältnisse liegen jedoch keine umfassenden, ausreichenden Informationen vor, da es keine entsprechende Berichtspflicht gibt. Zur Ermittlung des Mietniveaus müssen deshalb Haushaltsbefragungen durchgeführt werden, so auch in Leverkusen. Das Er-gebnis bildet die Grundlage für die Verhandlungen zwi-schen dem Mieterverein, dem Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Verein, dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Leverkusen und der Rheinischen Immobilienbörse, die in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung den neuen Mietspiegel aufstel-len.

Die Haushaltsbefragung wird in der Zeit vom 16. bis 31. Oktober durchgeführt. Insgesamt sind 45 Interviewer - überwiegend Studenten, Schüler und Auszubildende - im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um bei repräsenta-tiv, zufällig ausgewählten, insgesamt 2.000 Haushalten in Mietwohnungen die Befragung durchzuführen. Nicht befragt werden die Bewohner in Ein- und Zweifamilien-häusern, in Sozialwohnungen und in Wohnungen der Bayer AG.

Der Fragebogen umfasst 5 Seiten, ein Interview dauert ca. 10 - 15 Minuten. Die Interviewer fragen u. a. nach der Wohnungsgröße, dem Baualter des Hauses, der Aus-stattung der Wohnung und vor allem nach der zu zah-lenden Miete und der Berücksichtigung der Nebenkos-ten. Um gleichzeitig ein Bild über die Situation der wohn-lichen Versorgung der Bewohner zu erhalten, werden auch einige Fragen zur Haushaltsstruktur gestellt, z. B. die Haushaltsgröße und der Beruf des Hauptver-dieners. Die Befragung erfolgt anonym, d. h. die Interviewer sind nicht berechtigt, auf dem Fragebogen den Namen des Interviewten zu notieren. Nach Auswertung der Angaben werden die Fragebögen vernichtet.

Die Haushaltsbefragung wird im Auftrag der städtischen Statistikstelle durchgeführt. Rückfragen sind unter der Telefonnummer 4 06-33 16 möglich.

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