Zum 5. Mal „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“
- Bäckertüten-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Bäckereien, Marktbeschicker und weitere Gastro-Betriebe werden in den kommenden vier Wochen ihre Waren wieder in ganz besonderen Tüten verpacken, auf denen Kontaktdaten zentraler Hilfsorganisationen und Beratungsstellen für von Gewalt bedrohte Menschen abgedruckt sind. Anlass ist die Aktion "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte", die in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet. Insgesamt 300.000 Tüten werden ab diesem Wochenende in Hanau, Maintal, Bruchköbel und auch an einzelne Bäckereien in Nidderau verteilt. Organisiert wird die Aktion vom Hanauer Frauenbüro, das die Kampagne gemeinsam mit dem Facharbeitskreis gegen Gewalt an Frauen 2018 erstmals durchführte. Unterstützung gibt es seit 2019 auch vom Maintaler Frauen- und Gleichstellungsbüro.
"Wir wollen mit dieser Aktion Gewalt ächten, aber vor allem aufmerksam machen, sensibilisieren und gleichzeitig niedrigschwellig auf die Hilfe bietenden Organisationen aufmerksam machen", sind sich der Schirmherr der Aktion, Oberbürgermeister Claus Kaminsky aus Hanau, und seine Maintaler Kollegin, Monika Böttcher einig, die zeitgleich den Auftakt für die Tütenverteilung starteten.
Kaminsky und Böttcher danken den Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit ihrem finanziellen Beitrag die Realisierung überhaupt erst möglich gemacht haben. "Sie sind wertvolle Multiplikatoren und demonstrieren damit auch aktiv ihre Haltung gegen Gewalt an Frauen." Ganz entscheidend sei, dass Frauen den Mut hätten, die Gewaltspirale zu durchbrechen und Hilfe suchen. „Die Brötchentüte mit allen wichtigen Informationen zu Hilfsangeboten, kann diese Entscheidung unterstützen", betonen Kaminsky und Böttcher.
Die Aktion steht alljährlich in unmittelbarer Verbindung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November. Er wurde 1999 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen. "Derartige Jahrestage sind wichtig, um das immer noch weitgehend tabuisierte Thema ins Licht der Öffentlichkeit zu holen", unterstreicht Monika Böttcher ihre Motivation, sich auch in ihrer Stadt hierfür zu engagieren.
Gewalt durch den Ehemann, Lebenspartner oder Ex-Partner endet in Deutschland statistisch gesehen jeden zweiten bis dritten Tag in einem Tötungsdelikt und betrifft alle sozialen Schichten. "Gewalt ist nie privat, sondern geht die ganze Gesellschaft an", betont die Hanauer Frauenbeauftragte Cornelia Gasche. Ihre Maintaler Kollegin Annika Frohböse ergänzt: "Gewalt in der Familie ist weiterverbreitet als man denkt. Viele Betroffene sind nicht in der Lage sich selbst zu helfen. Wenn Gewalt auftritt, ist das gesamte Umfeld aufgefordert zu handeln. Daher wendet sich die Brötchentütenaktion nicht nur an selbst Betroffene. Auch eine Nachbarin kann beim ‚Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen‘ anrufen und fragen, wie sie sich verhalten soll, wenn sie von Gewalt in einer Familie erfährt."
In Vertretung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky übergab Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die ersten Tüten gemeinsam mit der kommunalen Frauenbeauftragten der Stadt Hanau, Cornelia Gasche, symbolisch an Jochen Kolb in der Bäckerei Kolb in der Hammerstraße in Hanau. „Das ist eine wirklich tolle Aktion, denn sie erreicht die Menschen, die Hilfe benötigen zuhause, in ihren eigenen vier Wänden“, sagte Funck und dankte dem Bäckermeister für seine Teilnahme. Bürgermeisterin Monika Böttcher übergab die Brötchentüten mit den Nummern der Hilfetelefone und Beratungsstellen gemeinsam mit der Maintaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Annika Frohböse symbolisch an die Bäckerei Menek & Einkaufskiosk in der Oderstraße in Maintal-Dörnigheim.
Zu den Unterstützerinnen und Unterstützern zählen in diesem Jahr folgende Organisationen und Unternehmen: Bürgerstiftung Hanau Stadt und Land, Evonik Industries AG, HA & P Beratungsgesellschaft mbH, Forum Hanau, Zonta International – Förderkreis Hanau e.V., Frauenbüro der Stadt Hanau, Netzwerk gegen Gewalt, Hanauer Straßenbahn GmbH, Frauenreferat der Stadt Bruchköbel, Frauen- und Gleichstellungsbüro der Stadt Maintal, Stiftung Lichtblick Hanau, Soroptimist International Hanau, Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Hanau im Liobahaus, Hanauer Wochenmarkt, Pro Familia, Weißer Ring e.V., Förderung der Bewährungshilfe e.V., Inner Wheel Offenbach-Hanau-Maintal, Rotary Club Hanau, Sprachsalon, Landeskoordinierungsstelle gegen Häusliche Gewalt.
Erstmals ist auch die Beratungsstelle des Sozialdienstes Katholischer Frauen in Hanau dabei und als Anlaufstelle für betroffene Frauen und Mädchen aufgeführt und ergänzt das über diese Brötchentüte kommunizierte breite vielfältige Hilfenetzwerk. Hierzu gehören ausdrücklich auch Beratungsangebote für Männer, die sich ihrem Gewaltproblem rechtzeitig stellen möchten.
Verteilt werden die Tüten in Hanau auf dem Wochenmarkt sowie in folgenden Bäckereien und Betrieben: Heberer, Kolb, Reber, Mangelmann-Rosen, Hagel, Keil, Arnold, Café Schien, Naumann, Ferdinands, Händschke, Kesselstädter Backstube, Saray Bäckerei, Baba Bäckerei, Metzgerei Behringer, Vita Nova Reformhaus, Riza und Vitamin Bar sovie die Metzgerei Rieblinger in Klein-Auheim . Aus Nidderau sind dabei die Bäckereien Brückner und Philippi sowie aus Bruchköbel die Bäckereien Nolte, Naumann und der dortige Wochenmarkt. In Maintal beteiligen sich die Bäckerei Eifler mit vier Filialen, die Bäckereien Weber, Menek, Burger, Pearson & Puppe, Ohl, Petra´s Brotkörbchen, Hofladen Steup, Agip Service Station, Globus Maintal und Hessol Tankstelle.
Die Nummer des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen 0800116016 ist rund um die Uhr besetzt und berät bundesweit in vielen verschiedenen Sprachen.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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Montage "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte"
In Vertretung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky übergab Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die ersten Tüten gemeinsam mit der kommunalen Frauenbeauftragten der Stadt Hanau, Cornelia Gasche, symbolisch an Jochen Kolb in der Bäckerei Kolb in der Hammerstraße in Hanau.
Bürgermeisterin Monika Böttcher übergab die Brötchentüten mit den Nummern der Hilfetelefone und Beratungsstellen gemeinsam mit der Maintaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Annika Frohböse symbolisch an die Bäckerei Menek & Einkaufskiosk in der Oderstraße in Maintal-Dörnigheim.
Von links nach rechts:
Oben: Beate Funck (Stadtverordnetenvorsteherin Hanau, Jochen Kolb (Inhaber Bäckerei Kolb), Cornelia Gasche (Frauenbeauftragte der Stadt Hanau)
Unten: Annika Frohböse (Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Maintal), Frau Menek (Bäckerei Menek & Einkaufskiosk in der Oderstraße in Maintal-Dörnigheim), Monika Böttcher (Bürgermeisterin der Stadt Maintal)
Bäckertüten Hanau
Zum 5. Mal „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ Bäckertüten-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
In Vertretung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky übergab Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck (1.v.l.) die ersten Tüten gemeinsam mit der kommunalen Frauenbeauftragten der Stadt Hanau, Cornelia Gasche, symbolisch an Jochen Kolb in der Bäckerei Kolb in der Hammerstraße in Hanau.
Bäckertüten Maintal
Zum 5. Mal „Gewalt kommt mir nicht in die Tüte“ Bäckertüten-Aktion gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
Bürgermeisterin Monika Böttcher übergab die Brötchentüten mit den Nummern der Hilfetelefone und Beratungsstellen gemeinsam mit der Maintaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Annika Frohböse symbolisch an die Bäckerei Menek & Einkaufskiosk in der Oderstraße in Maintal-Dörnigheim.
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