Meldungsdatum: 30.11.2022
Auf Basis des Verkehrsleitbilds setzt sich die Stadt Hanau unter anderem dafür ein, den Straßenverkehr radfreundlicher zu gestalten. Neben der Errichtung von Radwegen gehört dazu auch eine Vermeidung von Gefahrenquellen. Auf Basis einer kürzlich erwirkten Änderung der StVO wird die Stadt Hanau im Stadtgebiet künftig an Radwegen sogenannte Dooring-Zonen errichten. Dabei handelt es sich um zusätzliche Abstände zwischen Radwegen und parkenden Pkw. Bei den frisch sanierten Radverkehrsanlagen an der Eugen-Kaiser-Straße und am Alten Rückinger Weg wurden beispielsweise solche zusätzlichen Abstandszonen bereits angebracht.
„Sinn und Zweck solcher Zonen ist es, sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden. Dabei handelt es sich um Kollisionen, bei denen Radfahrende mit unachtsam geöffneten Autotüren zusammenprallen“, erklärt Stadtrat Thomas Morlock. Problematisch bei solchen Unfällen ist insbesondere der Umstand, dass sich Radfahrende meist im toten Winkel des Autofahrenden befinden und dadurch mitunter schwer zu sehen sind.
Durch Dooring-Zonen mit einem Sicherheitsbereich in einer Breite von 0,5-0,75 Metern zwischen dem Parkstreifen und den Radverkehrsanlagen kann dieses Unfallrisiko weitgehend infrastrukturell vermieden werden. „Insofern haben diese zusätzlichen Abstände für sämtliche Verkehrsteilnehmer einen positiven Nutzen“, so Morlock.
Im kommenden Jahr wird der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS), der bereits für die Umgestaltung der Radwege an der Eugen-Kaiser-Straße und am Alten Rückinger Weg verantwortlich zeichnete, unter anderem den Schutzstreifen an der Burgallee entsprechend dieser Vorgaben verbessern und sicherer gestalten. „Bei allen neu angelegten Radverkehrsmaßnahmen wird die zusätzliche Einrichtung der Sicherheitstrennstreifen berücksichtigt“, sagt Morlock abschließend.
Pressekontakt: Sebastian Mack, oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
Wann immer Radwege direkt an Parkflächen anliegen, gibt es eine gewisse Gefahr für sogenannte Dooring-Unfälle. Dabei handelt es sich um Kollisionen, bei denen Radfahrende mit unachtsam geöffneten Autotüren zusammenprallen. Zusätzliche Sicherheitsabstände in Form von Dooring-Zonen können dieses Risiko reduzieren.
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