Meldungsdatum: 13.12.2022
Meiko Monz formulierte das wohl wichtigste Anliegen gleich zu Beginn des Gespräches: „Wir haben den Auftrag, die Interessen der Schülerschaft Hanaus zu vertreten. Als Gremium ohne politische Macht steht unser Einfluss in direkter Verbindung zu unserer Bekanntheit. Je mehr Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise Schülerinnen und Schüler uns kennen, desto größer ist auch unser Einfluss und desto besser können wir unserer Aufgabe der Interessenvertretung nachkommen“.
Wie dem Stadtschülerrat das gelingen soll, erläuterte Max Tischberger: „Nicht nur durch klassische Wege der Öffentlichkeitsarbeit wie zum Beispiel dem Auftreten in der Presse können wir an Bekanntheit gewinnen, sondern auch durch die Aufsetzung einer Website oder die Pflege von Social-Media-Kanälen“.
Aber nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit ist den neuen Stadtschülervertretern wichtig. Man wolle auch „endlich inhaltlich Arbeiten“, sagte Nouha El-Jazouli. Sie ist neu im Stadtschülerrat und kam nach eigenen Angaben, „um frischen Wind in die Arbeit und das Gremium zu bringen“. Verschiedene Themen, an denen man arbeiten wolle, stellte Monz dem Bürgermeister vor: Mehr auf die psychische Gesundheit in den Schulen achten, Stärkung von Schülervertretungen an den Schulen, kostenlos bereitstehende Hygieneartikel auf den Mädchentoiletten aller Hanauer Schulen, Herausgabe einer stadtweiten Schülerzeitung und die Veranstaltung eines Gedenk- und Projekttages für die Opfer des deutschen Genozides an den Herero und Nama in der Kolonialzeit.
Nouha El-Jazouli, Stadtschulsprecherin ergänzte: „Außerdem dürfen wir die Ereignisse des 19. Februars nicht vergessen. Als Stadtschülerrat setzen wir uns deswegen für eine stadtweite Gedenkaktion ein, gemeinsam mit örtlichen Verbänden und den Schülervertretungen an den Schulen. Rassismus ist ein strukturelles und gesellschaftliches Problem. Es zu bekämpfen fängt schon in der Schule an.“
Yagmur Günay, die die Hanauer Schülerschaft im hessischen Landesschülerrat vertritt, erläuterte ihre Motivation für ihr Engagement: „Haupt- und Gesamtschulen fallen sehr oft unten durch. In SV-Strukturen oder bei bildungspolitischen Maßnahmen. Um das zu ändern, engagiere ich mich“.
Frank Bornmann wies darauf hin, dass schon heute über die Sekretariate an den weiterführenden Schulen kostenlos Hygienematerial für die Schülerinnen zur Verfügung gestellt werde. Bürgermeister Weiss-Thiel teilte mit, dass ab 2023 der Schulträger Hanau dem Stadtschülerrat ein Laptop zur Verfügung stellen werde, um seinen Tätigkeiten nachzugehen. Darüber hinaus stellt der Schulträger Stadt Hanau für die Arbeit des Stadtschülerrates jährlich 1.288 Euro zur Verfügung.
Pressekontakt: Ute Wolf, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
Viele Themen hatten Stadtschulsprecher Meiko Monz und Max Tischberger, Stadtschulsprecherin Nouha El-Jazouli und Yagmur Günay, Landesschülerratsvertreterin Hanaus, jüngst mit Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und dem Leiter des Stadtschulamtes Hanau Frank Bornmann, zu besprechen. Beim Besuch im Hanauer Rathaus informierten die viel über die für dieses Schuljahr anstehenden Projekte und Aktionen des Hanauer Stadtschülerrates. v. l. n. r.: Nouha El-Jazouli (Stadtschulsprecherin), Meiko Monz (Stadtschulsprecher), Max Tischberger (Stadtschulsprecher), Yagmur Günay (Landesschülerratsdelegierte)
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