Meldungsdatum: 19.12.2022
Zusätzlich führen gesetzliche und behördliche Auflagen zu Kostensteigerungen, die einen Preisanstieg unumgänglich machen, wie Butz ausführt: „Auch die neue EU-Trinkwasserrichtlinie mit ihren Forderungen nach einem verpflichtenden Risikomanagement in der Wasserversorgung sowie neue oder strengere Grenzwerte bei neu auftretenden Schadstoffen haben einen höheren Aufwand bei den Wasserversorgern und somit auch bei den Stadtwerken Hanau zur Folge. Zukünftig müssen in der vorgeschriebenen Risikobewertung auch neu auftretende Schadstoffe beobachtet werden, wie Mikroplastik und hormonell wirkende Substanzen.“ Auch die Industriechemikalien PFAS (Poly- und perfluorierte Alkylsubstanzen) seien nun erstmalig mit strengen Grenzwerten belegt worden, so dass hier auch zukünftig Anpassungen in der Trinkwasseraufbereitung vorgenommen werden müssten. Zusätzlich kostensteigernd wirken anhaltende Investitionen in das permanent zu erweiternde Wassernetz in einer wachsenden Stadt.
„Trinkwasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Die Qualität und die Einhaltung aller Grenzwerte überwachen wir permanent“ erklärt Butz. Für sie sei es oberstes Gebot „unser Trinkwasser auch weiterhin jederzeit in hervorragender Qualität zu liefern. Das gilt in trockenen, heißen Sommern wie auch bei insgesamt höherem Verbrauch, jetzt, da Hanau Großstadt ist.“ Dafür seien aber auch weitere Investitionen in die Trinkwassergewinnung und -aufbereitung nötig. Die Preissteigerung falle dafür im Vergleich moderat aus.
Die allgemeinen Trinkwassertarife werden im Arbeitspreis um knapp 18 Cent brutto je Kubikmeter erhöht. Die verbrauchsunabhängigen Jahresgrundpreise bleiben unverändert. Das bedeutet bei 150 Kubikmeter Jahresverbrauch ein Mehr von 27,29 Euro im Jahr.
Im Vergleich mit anderen hessischen Kommunen und Städten schneide Hanau beim Mix aus Trink- und Abwasserpreis weiterhin sehr gut ab, meint Butz abschließend.
Pressekontakt: Dominik Kuhn, Telefon 06181/ 18000 – 820
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