Meldungsdatum: 04.07.2023
Peter Gbiorczyk, ehemals evangelischer Pfarrer und Dekan in der Region Hanau, wird in seinem Vortrag auf die Rolle von Jacob Grimm im Detail eingegehen: In der Debatte um die „Grundrechte des deutschen Volkes“ brachte Jacob Grimm den berühmt gewordenen Vorschlag und danach noch weitere Ergänzungen zum Artikel 1 ein: „Alle Deutschen sind frei, und deutscher Boden duldet keine Knechtschaft. Fremde Unfreie, die auf ihm weilen, macht er frei“. Weitere Anträge von ihm gab es zur Schleswig-Holstein-Frage und dem damit verbundenen Krieg sowie zur Abschaffung des Adels und der zivilen Orden. Dabei spielten seine Grundüberzeugungen zu Sitte, Recht und Religion eine wichtige Rolle, die er als Germanist mit dem Schwerpunkt der deutschen Altertümer, als politisch verfolgtes Mitglied der gegen den hannoverschen König Ernst August protestierenden „Göttinger Sieben“ 1837 und als Christ in der religiösen Tradition seiner Familie erworben hatte.
Peter Gbiorczyk verfasste mehrere Monographien und Aufsätze zur Schul- und Kirchengeschichte (http://www.peter-gbiorczyk.de), darunter „Wirken und Wirkung des reformierten Theologen Friedrich Grimm (1672-1748) – Religiöse Traditionen in der Familiengeschichte bis zu den Brüdern Grimm“ (2013) und die Schrift „Die Revolution 1848/49 und das Hanauer Land“ (1999).
Pressekontakt: Ute Wolf, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
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