Meldungsdatum: 21.07.2023

Neue grüne Tafel erinnert an Siegmund Feniger

- Der bekannte buddhistische Lehrer und Autor wurde am 21. Juli 1901 in Hanau geboren

Der bekannte buddhistische Lehrer und Autor Ñyāṇaponika Mahāthera – geboren am 21. Juli 2001 in Hanau als Siegmund Feniger - wird schon seit längerem auf der Seite Persönlichkeiten auf www.hanau.de geführt. Jetzt - gerade rechtzeitig zu seinem Geburtstag - erhielt er eine eigene „grüne Tafel“, die an sein Wirken erinnert.

Zur Einweihung erschienen unter anderem auch Landrat a.D. Karl Eyerkaufer und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri. Eyerkaufer hatte sich im Vorfeld für ein sichtbare Erinnerung an Feniger im Stadtbild stark gemacht. Er kannte den ehrwürdigen Ñyāṇaponika Mahāthera von seinen Reisen nach Sri Lanka und seinem Engagement nach der Tsunami-Katastrophe für Beruwela.

Martin Hoppe, Fachbereichsleiter Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen recherchierte im Stadtarchiv und machte die Stelle des einstigen Geburtshauses ausfindig: Es ist das Gebäude der heutigen Stadtapotheke in der Nürnberger Straße 39. Hauseigentümer Fatih Kilinc, Chef vom Autohaus am Steinheimer Tor, und vielfach engagierter Hanauer, war sofort mit einer Würdigung in Form der Gedenktafel einverstanden. Bürgermeister Bieri zeigte sich beindruckt vom Leben und Werk des berühmten Sohn Hanaus: „Die grünen Tafeln in unserer Stadt spiegeln die Historie von Hanau und die Bedeutung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner wieder. Das ist einerseits spannend und informativ und sorgt andererseits für die Identifizierung mit unserer Stadt“, so Bieri. Die Tafel wurde vom Magistrat der Stadt Hanau gestiftet.  

  

Der Tafeltext lautet:

 

Ehrwürdiger Ñyāṇaponika Mahāthera

buddhistischer Lehrer, Gelehrter, Übersetzer und Autor 

(Hanau 21. Juli 1901 – 19. Oktober 1994 Forest Hermitage, Kandy / Sri Lanka)

 

Sohn des jüdischen Kaufmannspaares Isaak und Scheindel Feniger, geb. Fränkel. 1916 Mittlere Reife in Königshütte / Schlesien, danach Buchhändlerlehre in Kattowitz, 1920 in Leipzig und München. 1922 Übersiedlung nach Berlin, dort erste Kontakte zu Buddhisten, bis 1932 Mitarbeit in der Buddhistischen Gemeinde Königsberg.

1932 im „Zentralausschuss der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“ Berlin, verhalf jüdischen Freunden zur Flucht. 1935 Auswanderung mit seiner Mutter über Österreich nach Ceylon. 1936 Eintritt in den buddhistischen Mönchsorden von Ñyāṇatiloka als Novize. 1937 Weihe zum vollordinierten Bhikkhu (buddhistischer Mönch) mit Namen Ñyāṇaponika („zur Erkenntnis geneigt“). 1939 nach Beginn des Zweiten Weltkriegs Internierung von den Briten als „feindlicher Ausländer“, Pali- und Sanskrit-Studien. 1946 Rückkehr nach Ceylon, 1952 Übersiedlung in die Forest Hermitage in Kandy. 1954/56 Teilnahme am 6. Buddhistischen Konzil in Rangun / Burma. 1958-1984 Leiter, Herausgeber, zuletzt Präsident der Buddhist Publication Society. 1987 Ehrendoktorwürde der Buddhist and Pali University of Sri Lanka.

Gilt als führende Gestalt für die Erneuerung des Buddhismus in Asien, insbesondere in Sri Lanka, wo ihm größte Wertschätzung entgegengebracht wird.

 

 

 

 

Pressekontakt: Ute Wolf, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de


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Tafel Siegmund Feniger

©  Stadt Hanau/Martin Hoppe
Tafel Siegmund Feniger

Der bekannte buddhistische Lehrer und Autor Ñyāṇaponika Mahāthera – geboren in Hanau als Siegmund Feniger - wird schon seit längerem auf der Seite Persönlichkeiten auf www.hanau.de geführt. Jetzt - rechtzeitig zu seinem Geburtstag am 21. Juli 2001 - erhielt er eine eigene „grüne Tafel“, die an sein Wirken erinnert. v.l.: Landrat a.D. Karl Eyerkaufer, Hauseigentümer Fatih Kilinc und Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri