Meldungsdatum: 18.08.2023
„Hanau wird bei Bürgerschaft, Gastronomie und Handel immer beliebter“, so der OB. Seit mehr als zehn Jahren betreibt Anita Olszewska-Grimm mit ihrem Mann Klaus Grimm in Aschaffenburg und Seligenstadt Modegeschäfte. Als sie von Susanne Schmitz eine Einladung nach Hanau erhielt, um sich Ladengeschäfte anzuschauen, war sie zunächst skeptisch.
Schmitz, als Headhunterin für neue Ladenkonzepte bei der Hanau Marketing GmbH (HMG) wirksamer Teil des bundesweit beachteten Stadtentwicklungsprogramms Hanau aufLADEN, erläuterte ihr, wie sie durch kontinuierliche Neuansiedlung ungewöhnlicher Konzepte immer weniger Raum für Leerstand und Eintönigkeit in der Innenstadt zulasse.
Anita Olszewska-Grimms Eindruck nach dem gemeinsamen Rundgang durch die Hanauer Innenstadt: „Die Überraschung war groß, Hanau neu zu erleben. Vieles hat sich zum Positiven verändert: schöne Geschäfte, saubere und interessante Ecken zum Verweilen. Herzliche Menschen, die an tollen Events der Stadt Hanau teilnehmen. Das Leben pulsiert in Hanau.“
Nicht nur die Hanauer Vielfalt war der Grund, dass nun die Boutique „Anita“ in der Nürnberger Straße 37 erschwingliche, lebendige Damenmode nach dem Motto „Gutes muss nicht teuer sein“ anbietet. „Ein zweiter, wichtiger Grund sind die positiven Verhandlungen mit der Hauseigentümerfamilie gewesen“, so Susanne Schmitz. Denn das Ladenlokal stand leer, als Anita Olszewska-Grimm es besichtigte. Zwischen Dezember und Ostern hatte sich an dem Standort ein Spielzeuggeschäft ausprobiert und zog weiter.
Dem daraufhin gefassten Plan der Hausbesitzerin, einen langfristigen Mietvertrag mit einem Bäcker einzugehen, bereiteten den angrenzenden Betreibern aufgrund der vielen bereits bestehenden Bäcker Sorge. Die Vermieterin hatte ein offenes Ohr sowohl für die Überlegungen der Nachbarn als auch der strategischen Quartiers-Entwicklung der HMG. Als sich dann die Haubesitzerin und Olszewska-Grimm kennenlernten, wurde die Zusammenarbeit besiegelt. „Anita passt mit ihrer farbenfrohen Mode hervorragend nach Hanau“, so Susanne Schmitz.
„Dass Geschäftsideen aus den verschiedensten Gründen nicht verstetigt werden können, kommt immer mal wieder vor“, so HMG-Geschäftsführer Daniel Freimuth, „aber Hanau ist mittlerweile weit über die Grenzen der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main als attraktiver Einkaufs- und Erlebnisstandort bekannt. Viele Geschäftsleute aus Handel und Gastronomie interessieren sich für unsere Stadt, Hanau ist ‚in‘“. Dies belege neben der Neu-Eröffnung der Boutique „Anita“ auch die Ansiedlung des Pop-up-Stores „No. 8“ in der Lindenstraße 8. Mit „BOHO Upcycling-Design“ und „BLOMSKOL 3D-Druck-Interieur“ hat die Hanau Marketing GmbH hier zwei weitere außergewöhnliche Geschäftskonzepte im Rahmen ihres Stadtentwicklungsprogramms „Hanau aufLADEN“ vermietet. In der Nürnberger Straße 29 ist das „B’Vina Café“ neu, in der Salzstraße 23 das Restaurant „Am Markt“. Oberbürgermeister Kaminsky begrüßte die Inhaberinnen und -Inhaber persönlich in ihren Geschäften.
„Zur Innenstadtbelebung gehört auch, dass sich die Menschen gerne in unserer Stadt aufhalten. Immer wieder binden wir dazu vor allem regionale Künstlerinnen und Künstler ein“; so Freimuth. So wurde vergangene Woche aus der Salzstraße ein Kunstwerk, Kreative aus dem Rhein-Main-Gebiet gestalteten das Straßenpflaster in bunten Farben mit graphischen Hanau-Motiven. Übergangsweise eröffnete zudem im ehemaligen „Porzellan Clemens wohnen & genießen“ Am Markt 14, neben dem Neustädter Rathaus, eine Fläche, auf der Hanauer Malerinnen und Künstler ihre Werke zeigen. Kennengelernt haben sich viele von ihnen im „KunstKaufLADEN Tacheles“, der nun privatwirtschaftlich im Atelier „Werkraum“ in der Salzstraße 20 weitergeführt wird.
Vorkaufsrechtsatzung statt Spekulantentum
Bereits 2019 hatte die Hanau Marketing GmbH das Programm Hanau aufLADEN entwickelt, das auch mit Fördermitteln vom Land Hessen und dem Bundesbauministerium unterstützt wird Eine tragende Säule ist die Vorkaufsrechtssatzung. „Immobilien sind der Schlüssel zum Erfolg“, so Oberbürgermeister Kaminsky. Um Fehlentwicklungen auf dem Immobilienmarkt frühzeitig entgegenzuwirken, beschloss die Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2019 die Vorkaufsrechtssatzung. Mit dem Ziel, den Dialog mit Immobilien-Eigentümerinnen und Eigentümern zu verstärken. Als größte Erfolge sind der Verbleib eines Spielwarengeschäftes am Traditionsstandort Rosen-/Ecke Salzstraße zu werten – hier bieten seit annährend 180 Jahren Händler Spielzeuge an, auf „Brachmann“ folgte im vergangenen Herbst „Glücks Spielzeugkiste“. Hier war der Hausbesitzer im Wissen um die Satzung auf die Stadt zugegangen. Ebenso wie die Erbengemeinschaft, mit der der Ankauf einer zweiten Immobilie in der Hammerstraße gelang. Im September eröffnet das Frankfurter Traditionsgeschäft „Lorey“ eine Filiale für Haushaltswaren in der Hammerstraße 3.
„Mut zieht Mutige an, ist eine der Wahrheiten, die für Hanau gilt“, bewertet Oberbürgermeister Kaminsky den steten Zuzug von neuen Handel- und Gastronomie-Partnern in der Brüder-Grimm-Stadt. „Unser ‚Werkzeugkasten‘ ist mit unterstützenden Maßnahmen gut gefüllt. Mit Kontakten zu Ämtern und Behörden, Hilfestellungen bei Flächen und Förderungen, Schaufenster- und Online-Workshops stehen wir dabei nicht nur neuen Händlerinnen, Händlern und Gastronomen zur Seite, sondern auch denen, die schon lange Zeit in der Brüder-Grimm-Stadt dafür sorgen, dass die Menschen hier ‚genießen und erleben‘ können.“
„Alle, die mit Können und Kreativität, Herzblut und Mut, Überzeugung und Freude für ihr Hanau und ihr Geschäft in Hanau im besten Sinne ‚gemeinsame Sache machen‘, nennen wir Komplizen. Wer sich in der Beschreibung wiederfindet, kann Komplize werden, ein Bewerbungsformular gibt es nicht – aber viele gute Beispiele. Wir schaffen durch regelmäßige Veranstaltungen die Möglichkeit, dass sich unsere Komplizen kennenlernen und gemeinsam gute Sachen für Hanau auf die Beine stellen“, so Freimuth. So zog etwa „LEROY’s Kulinarisches & Schönes“ aus einem Pop-up-Store als Dauer-Shop-in-Shop ins Modehaus Müller-Ditschler, in der Lindenstraße organisierte Annika Borisov, Inhaberin des „Little Finnland“, mit weiteren Geschäftsleuten und Nachbarn das Johannisfest, in der Rosenstraße gibt es wieder das Straßenfest, weil nun neue Komplizen mit anpacken.
„Neue Geschäfte wie die Boutique ‚Anita‘ und die Bemalung der Salzstraße bringen im wahrsten Sinne frische Farbe nach Hanau. Und die steht sinnbildlich für das gute Miteinander und die Idee, unsere Innenstadt für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste positiv aufzuladen,“ so Oberbürgermeister Kaminsky.
Pressekontakt: Dominik Kuhn, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de
Herzliche Begrüßung des Neuzugangs: Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Susanne Schmitz (rechts) von der Hanau Marketing mit Boutique-Betreibern Anita Olszewska-Grimm und ihrem Mann Klaus Grimm (2. und 3. v.l.) sowie einer Mitarbeiterin.
OB Claus Kaminsky und Susanne Schmitz von der Hanau Marketing (3. u. 4. v. l.) im Pop-up-Store „No. 8“ in der Lindenstraße 8. Mit „BOHO Upcycling-Design“ und „BLOMSKOL 3D-Druck-Interieur“ hat die Hanau Marketing GmbH hier hier zwei weitere außergewöhnliche Geschäftskonzepte im Rahmen ihres Stadtentwicklungsprogramms „Hanau aufLADEN“ vermietet.
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