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"Flagge zeigen" gegen rechte Gewalt

Borken - 19. Oktober 2000. Für gut befunden hat der Rat der Stadt Borken gestern den Antrag der SPD-Fraktion, Borken müsse "Flagge zeigen" gegen die rechte Gewalt. Gefordert hatte die SPD eine Projektwoche zu diesem Thema. Einigkeit bestand darin, hier vor allem die sportlichen und schulischen Vertreter einzubeziehen. Die Stadt soll nun in Gesprächen mit den weiterführenden Schulen die Durchführung eines Projektes anregen.

Außerdem formulierte der Stadtrat Borken folgende Erklärung:

Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit, für Toleranz und Zivilcourage

Intoleranz und Gewalt gegen Minderheiten in Deutschland erfordern den Schulterschluss aller demokratischen Kräfte. Der Stadtrat der Stadt Borken verurteilt deshalb einmütig alle Anzeichen und Ausprägungen des Rechtsextremismus, der Fremdenfeindlichkeit, des Antisemitismus und anderer Formen gesellschaftlicher Diskriminierung.

Toleranz hat Tradition in der Stadt Borken und wir wollen, dass dies so bleibt. Deshalb dürfen wir - auch wenn die Stadt Borken von rechtsextremistisch motivierten Straftaten bislang weitestgehend verschont geblieben ist - nicht die Augen vor der Gefahr verschließen, dass auch hier vor Ort solche Vorfälle sich ereignen können.

Wir rufen deshalb alle Bürgerinnen und Bürger auf, jeglicher Form und Anzeichen von Gewalt und gesellschaftlicher Diskriminierung entschieden und couragiert entgegenzutreten, überall dort, wo sie sich zeigen, ob am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Ein gleichgültiges Wegschauen darf es bei uns nicht geben. Nur wenn wir alle gemeinsam Flagge zeigen, können wir die Grundlagen und Werte unseres demokratischen Gemeinwesens schützen und damit insbesondere auch ein Zeichen für unsere junge Generation setzen.

Wir begrüßen und unterstützen deshalb ausdrücklich das vielfältige Engagement von Schulen, Institutionen, Vereinen, Gruppen und auch Einzelpersonen bei dieser wichtigen und schwierigen Aufgabe. Sie leisten durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag, mit gefährlichen Vorurteilen aufzuräumen und damit rechtsextremem Gedankengut den Nährboden zu entziehen.

Wir bitten die Schulen, andere Weiterbildungseinrichtungen, öffentliche Instutionen und Vereine auf diesem Weg engagiert fortzufahren und sich diesem Thema immer wieder neu zu stellen.


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Im Piepershagen 17
46325 Borken

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Markus Lask
Leiter Büro des Bürgermeisters
Telefon: 02861/939-103
Telefax: 02861/939-253
E-Mail: pressestelle(at)borken.de

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