Meldungsdatum: 05.12.2023
Dorthin hatte die HMG zum fünften Netzwerk-Treffen ihrer „Komplizen“ eingeladen. Mit dem Begriff bezeichnet die HMG ihre „Verbündeten“, mit denen sie gemeinsam an einer lebendigen und abwechslungsreichen Innenstadt arbeitet. Eingebettet war das „Komplizentreffen“ in die Eröffnung des „Wintergold“-Marktes, mit dem die HMG zusammen mit dem Gastronomie-Ehepaar Kannengießer in den kommenden Wochen den Fronhof bespielt.
Es gab aber nicht nur warme Worte und warme Getränke – die beiden Geschäftsführer der HMG, Martin Bieberle und Daniel Freimuth, hatten auch einige Neuigkeiten im Gepäck. Allen voran die Vermietung der ehemals von Porzellan Clemens genutzten Ladenfläche am Marktplatz. „Wir freuen uns überaus, dass wir einen unserer Komplizen dazu begeistern konnten, im Herzen der Stadt einen weiteren Standort zu eröffnen“, sagte Freimuth. Der Angesprochene, Gabriel Kämmerer, konnte sich sogleich über Szenenapplaus freuen. Das von ihm geführte Familienunternehmen „Tuttocafé“ ist auf Kaffeemaschinen spezialisiert und wird am Marktplatz im Frühjahr eine Dependance zum Hauptfirmensitz in Großauheim eröffnen. „Wir wollen dort ein Fachgeschäft eröffnen, das sich – ganz im Sinne unserer mehr als 100-jährigen Firmentradition – mit allen Facetten der Kaffeekultur beschäftigt“, so Kämmerer.
Noch vor ihm werden zwei weitere neue Konzepte die Innenstadt bereichern. Auf der anderen Seite des Neustädter Rathauses, im ehemaligen Märchencafé, laufen die Umbauarbeiten auf Hochtouren: Dort wird mit „Amelies Wohnzimmer“ ein neues Café-Konzept eröffnen, das die HMG erneut aus Frankfurt gewinnen konnte. Zudem kommt Nadine Bergel-Dunkel als neue „Komplizin“ in die Brüder-Grimm-Stadt: Sie zieht mit ihrer Boutique „Stilecht“ in die Rosenstraße und wird dort ab Januar den von der HMG angemieteten Pop-up-Laden nutzen, der bislang das Designer-Label „Ono Koon“ beherbergte.
„Die Maßnahmen aus unserem Stadtentwicklungsprogramm ‚Hanau aufLADEN‘ fruchten“, stellte HMG-Geschäftsführer Freimuth zufrieden fest und verwies dabei auch auf die jüngsten Ergebnisse der Untersuchung der CIMA Beratung und Management GmbH. Das auf die Entwicklung von Innenstädten spezialisierte Unternehmen hat in seiner aktuellen Analyse festgestellt, dass Hanau in den Kernlagen der Innenstadt eine außergewöhnlich niedrige Leerstandsquote habe. „In den Fußgängerzonen beläuft sich diese – Forum Hanau ausgeklammert - auf 2,2 Prozent. Zudem zeigen alle weiteren Indikatoren wie Einzelhandelsumsatz und -zentralität deutlich nach oben“, so Freimuth. Die CIMA sei zu dem Ergebnis gelangt, dass Hanau in Rhein-Main der „Top-Performer“ sei: „Höchster Einwohnerzuwachs, beste Zentralitätsentwicklung, höchste Umsatzsteigerung“, zitierte der HMG-Geschäftsführer aus dem Bericht.
Dass die Aufgaben gleichwohl nicht kleiner werden, verdeutlichte Martin Bieberle. Die bevorstehende Schließung der Kaufhof-Filiale zum 31. Januar werde eine große Herausforderung, so der HMG-Geschäftsführer, der mit einem Team an den künftigen Nutzungen der Großimmobilie am Marktplatz arbeitet. „Die Nachrichten der letzten Wochen mit den Insolvenzen der Signa-Gruppe und der Aachener-Bekleidungskette zeigen nochmal ganz deutlich, dass es die absolut richtige Entscheidung gewesen ist, dass die Stadt Hanau das Kaufhof-Gebäude kauft und selber entwickelt“, so Bieberle. Nur unter städtischer Regie könne im Kaufhof ein „Leuchtturm-Projekt für Hanau“ entstehen, das einen Fingerzeig gebe, wohin sich Innenstädte entwickeln müssten: „Der Handel braucht neue Nachbarn. Und genau das werden wir im Kaufhof umsetzen“, so Bieberle, der zum Beispiel von „sehr fruchtbaren Gesprächen“ mit verschiedenen Bildungseinrichtungen wie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, die im Kaufhof eine MINT-Erlebniswelt für Kinder und Jugendliche etablieren möchte, berichtete.
Bieberle und Freimuth betonten, dass einer der großen Erfolgsfaktoren für das Gelingen der Innenstadtentwicklung in Hanau der Zusammenhalt sei. Innerhalb der Hanauer Politik, in der Verwaltung sowie bei den städtischen Gesellschaften und Eigenbetrieben gebe es einen außergewöhnlichen Konsens, dass eine lebendige Innenstadt von herausragender Bedeutung für die Stadt, ihre Gesellschaft und ihre Außenwirkung sei. „Deshalb gilt der Dank der Hanau Marketing GmbH auch allen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Teilen der Stadt Hanau, die einen großen Anteil am Erfolg von ‚Hanau aufLADEN‘ haben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Stamm.
Hanau Marketing GmbH
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