Meldungsdatum: 21.11.2024
Ob Öffnungszeiten des örtlichen Jugendtreffs, Kreativaktionen oder die Fußball-Trainingszeiten des Lieblingssportvereins: Ein fortlaufender Wochenplan führt Angebote, die für Kinder und Jugendliche spannend sind, übersichtlich auf. Was heute, morgen oder übermorgen wo und zu welcher Uhrzeit läuft, lässt sich alternativ auch in einer Karte des Kreisgebiets darstellen. Eine Filterfunktion, ein Chat-Bereich, wichtige Telefonnummern vom Kinder- und Jugendtelefon über die Telefonseelsorge bis hin zu zentralen Notrufnummern sowie Schulungsangebote, Informationen und News aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit runden das Portfolio der Plattform ab, die auch über den Webbrowser aufgerufen werden kann. Angemeldeten Nutzern stehen weitere Funktionen zur Verfügung.
Damit richtet sich die App zugleich an alle, die haupt- oder ehrenamtlich in der Nachwuchsarbeit tätig sind. Sie können mithilfe der Applikation – eine Lizenz vorausgesetzt – unter anderem Aktionen bewerben, Anmeldeverfahren durchführen, Nachberichte und Bilder zu Veranstaltungen posten, sich mit den Kindern und Jugendlichen digital austauschen und gezielt deren Bedarfe und Interessen ermitteln, um die eigenen Angebote passgenauer aufzustellen.
„Die Zielgruppe unserer App umfasst im Kern Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 27 Jahre“, erklärt Michael Budde von der Fachberatung Jugendförderung des Kreisjugendamts. Die Fachberatung hat das Projekt initiiert und anschließend auch die Planung und Durchführung übernommen. Für die technische Umsetzung konnte die Software-Entwicklungsfirma Tremaze aus Dortmund gewonnen werden.
Um Inhalte in die App einspeisen zu können, wird eine Lizenz benötigt. 25 stehen aktuell zur Verfügung. „Damit wurden zum Starttermin am 26. September 2024 zunächst alle Jugendzentren im Bereich des Kreisjugendamts sowie der Kreisjugendring versorgt“, sagt Buddes Kollegin Anika Epping, die mit Bianca Middeldorf das Team der Fachberatung Jugendförderung vervollständigt. Mittlerweile sind weitere Einrichtungen und Institutionen – insgesamt 20 an der Zahl – mit einer Lizenz ausgestattet worden.
Die App ist derweil nicht nur als Informations- uns Kommunikationsplattform konzipiert: Sie soll die Beteilung von Kindern und Jugendlichen sowohl auf kommunaler Ebene als auch kreisweit aktiv befördern. „Die Partizipation von Heranwachsenden bildet den Schwerpunkt unseres aktuellen Kinder- und Jugendförderplans. Die App ist ein zentraler Bestandteil in der Umsetzung dieses Ziels und als Instrument der Demokratiestärkung gedacht. Denn nur wenn es uns gelingt, die Kinder und Jugendlichen zu erreichen, sie zu hören, in ihren Bedarfen ernst zu nehmen und aktiv zu beteiligen, kann sich eine zukunftsfähige Gesellschaft entwickeln“, stellt Kreisjugendamtsleiter Andreas Kahlert heraus.
So soll die Anwendung auch der politischen Aufklärung dienen und angesichts der bevorstehenden Wahlen die jungen Menschen motivieren, sich in den demokratischen Diskurs einzubringen. „Die App der Firma Tremaze beinhaltet standardmäßig Funktionen zur direkten Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an verschiedenen Arten von Meinungs- und Entscheidungsfindungen“, führt Michael Budde hierzu aus.
Die „Kreis Soest Jugendapp“ kann kostenlos in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden. Auch die Nutzung ist kostenfrei.
Hintergrund: Kinder- und Jugendförderplan
Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen sind nach dem Kinder- und Jugendförderungsgesetz verpflichtet, jeweils einen kommunalen Kinder- und Jugendförderplan (KJFP) zu erstellen. Der KJFP wird vom Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest für die Dauer der Legislaturperiode bis 2025 verabschiedet und gilt für die elf Kommunen im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamts. Der KJFP beschreibt die Weiterentwicklung der Strukturen in der Kinder- und Jugendförderung und schafft einen inhaltlichen und finanziellen Rahmen. Dabei orientiert sich die Ausrichtung an den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen und greift ihre aktuellen Themen wie Freundschaft, Geld, Medien, Klima- und Umweltschutz sowie Freizeitmöglichkeiten auf. Die konkrete inhaltliche Ausgestaltung des KJFP erfolgt im aktiven Austausch mit den Akteuren der Kinder- und Jugendförderung und explizit mit den Heranwachsenden selbst, damit ihre Bedürfnisse, Sorgen und Anliegen dauerhaft berücksichtigt werden. Die Angebote der Kinder- und Jugendförderung sollen dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeit zu solidarischem Miteinander, zu selbstbestimmter Lebensführung, zu ökologischem Bewusstsein und zu nachhaltigem, umweltbewusstem Handeln zu vermitteln. Darüber hinaus sollen sie zu eigenverantwortlichem Handeln, zu gesellschaftlicher Mitwirkung, zu demokratischer Teilhabe, zur Auseinandersetzung mit friedlichen Mitteln und zu Toleranz gegenüber verschiedenen Weltanschauungen, Kulturen und Lebensformen befähigt werden.
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Präsentieren die „Kreis Soest Jugendapp“: Michael Budde (l.), Anika Epping (oben Mitte) und Bianca Middeldorf von der Fachberatung Jugendförderung des Kreisjugendamts, Kreisjugendamtsleiter Andreas Kahlert (r.) und der 18-jährige Paul Wermann, der Funktionen, Aufbau und Gestaltung der App vor Veröffentlichung getestet hat. Foto: Susanne Schulte-Nölle/ Kreis Soest
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Die Kreisverwaltung Soest im Überblick:
Die Kreisverwaltung Soest mit rund 1.400 Bediensteten arbeitet für rund 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kreisgebiet. Sie ist mit dem Kreistag Teil der kommunalen Selbstverwaltung und nimmt Aufgaben in den Bereichen Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, Bau, Kataster, Straßen, Umwelt, Jugend, Schule und Soziales wahr. Sie betreibt den Rettungsdienst, drei berufsbildende Schulen, sechs Förderschulen, eine Heilpädagogische Kindertagesstätte, ein Archiv sowie ein Medienzentrum. Außerdem ist sie an der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH, der Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH und weiteren Einrichtungen beteiligt. Der Kreistag mit seinen 68 Mitgliedern gestaltet und kontrolliert die Aufgabenwahrnehmung.