Wie berichtet, haben zwei Mitarbeiterinnen und vier Mitarbeiter Anfang Mai 1998 testweise ihren Dienst als City-Streife aufgenommen. Dieser städtische Streifendienst ist dem Fachbereich Recht und Ordnung zugeordnet worden, da der Schwerpunkt der Aufgaben im ordnungsbehördlichen Bereich liegt. Oberbürgermeister Dr. Walter Mende zog am Montag, 25. Januar, bei einem Pressegespräch gemeinsam mit den Mitarbeitern eine erste Bilanz, die rundum positiv ausfiel.
Die Bediensteten der City-Streife kontrollieren die Innenstadtbereiche von Wiesdorf und Opladen grundsätzlich zu zweit und sind während der Dienstzeiten von 7.30 bis 22.00 Uhr (samstags von 10.30 bis 17.00 Uhr) auch telefonisch im Wiesdorfer Büro (Stadthaus), Telefon 0214/406-3050, oder im Opladener Büro (Goetheplatz), Telefon 0214/406-3051, erreichbar.
Die Aufgabenstellung der City-Streife wurde in Gesprächen mit zahlreichen Verbänden und Institutionen
entwickelt. Die City-Streife ist wesentlicher Bestandteil der Ordnungspartnerschaft, die zwischen der Polizei Leverkusen und der Stadt Leverkusen eingegangen wurde. In enger Zusammenarbeit sollen so die vorhandenen Kräfte gebündelt und zielgerichtet eingesetzt werden.
Zweck des Einsatzes der City-Streife ist es, in den Innenstadtbereichen von Wiesdorf und Opladen - insbesondere durch die erkennbare Präsenz der Sicherheitskräfte - das Gefühl der Sicherheit bei den Bürgerinnen und Bürgern wieder zu stärken und dem Vandalismus und der Verschmutzung Einhalt zu gebieten. Auch außerhalb der Öffnungszeiten von Geschäften sollen Menschen ohne Angst Fußgängerzonen und Einkaufscentren besuchen können.
Eine wichtige Funktion der Mitarbeiter/innen der City-Streife ist es, als mobile Ansprech- oder Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stehen, um unmittelbare Beschwerden, Fragen oder Anregungen entgegenzunehmen. Dies wurde in den ersten Monaten von der Bevölkerung auch zahlreich in Anspruch genommen.
In der Praxis haben sich bei den täglichen Streifengängen folgende Einsatzschwerpunkte herauskristallisiert:
- Andienung der Geschäfte in der Fußgängerzone außerhalb der zulässigen Zeiten
- Überprüfung von Sondernutzungserlaubnissen
- Kontrolle von fliegenden Händlern, die ungenehmigte Stände aufbauen
- Radfahrer, die Fußgänger gefährden
- Verunreinigungen durch Hundekot
- Störungen durch Nichtseßhafte
- Entsorgung von Utensilien, die Drogenabhängige wegwerfen
Die nachstehenden Zahlen dokumentieren die Tätigkeiten der City-Streife vom 20. Juni bis 31. Dezember 1998 im ordnungsbehördlichen Bereich:
Während der Erprobungszeit hat sich gezeigt, daß dieser besondere Außendienst bei den Leverkusener - Bürger/innen, Verbänden und Institutionen - einen positiven Anklang findet und sich bestens bewährt hat. Hierzu hat vor allem auf die Funktion als Ansprechstelle für die Bevölkerung beigetragen. Dabei haben die Einwohner festgestellt, daß sich die "City-Streife" auch intensiv um eine Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit in Wiesdorf und Opladen bemüht.
Der Einsatz der City-Streife erfolgte hin und wieder auch in anderen Stadtteilen, zum Beispiel Schlebusch. Daneben waren die Mitarbeiter/innen bei überörtlichen Veranstaltungen auch sonntags präsent.
Die Testphase hat gezeigt, daß sich in den Stadtteilen Wiesdorf und Opladen im Bereich der objektiven Sicherheit und Ordnung der Einsatz der City-Streife und auch die stärkere Präsenz der Polizei positiv ausgewirkt haben. Aus Schlebusch kommt daher auch vermehrt der Wunsch nach einem regelmäßigen Einsatz der City-Streife in diesem Stadtteil.
Die City-Streife soll in Leverkusen nunmehr auf Dauer eingerichtet werden. Hierüber entscheidet der Rat in seiner Sitzung am 8. Februar.