Meldungsdatum: 08.08.2025

Endspurt auf der Ernst-Reuter-Sportanlage

Voraussichtlich im September wird die umfassende Modernisierung fertig

Rund 30.000 m² groß ist die Baustelle zur Modernisierung der Ernst-Reuter-Sportanlage im Westend. Wie viel das in Fußballfeldern ist? Genau fünf – zumindest in diesem Fall. Denn so viele Plätze befinden sich auf der Anlage, wenn auch in unterschiedlichen Größen, vom Mini- bis hin zum Großspielfeld. Doch auch andere Sportarten wie Basketball, Leichtathletik und Fitness profitieren von der umfassenden Aufwertung der Sportanlage im Rahmen des Förderprojekts Soziale Stadt. Einige Bereiche sind losgelöst vom Vereins- und Schulsport für jedermann nutzbar – so soll die Anlage sich für die Menschen im Quartier öffnen. Voraussichtlich im September können die Arbeiten abgeschlossen werden.

Das große neue Kunstrasen-Spielfeld an der Hügelstraße hat Anfang August stellenweise noch gelbe Flecken. An mangelnder Bewässerung liegt das bei Kunstrasen naturgemäß nicht. „Das ist das Füllmaterial aus Sand und Kork. Das wird sich noch stärker verteilen, dann erhält der Platz sein gleichmäßiges Grün und kann bespielt werden“, erklärt Andreas Knecht vom Fachbereich Schule und Sport der Stadt Mönchengladbach. Vorsichtig hebt er eine Ecke des Rasens an. „Der wird nur vom Gewicht des Füllmaterials am Boden gehalten“, erklärt er.

 

Viele Möglichkeiten für den Schul- und Vereinssport

Früher war hier „nur“ ein Naturrasenplatz. Nun haben östlich des großen Kunstrasen- Platzes noch ein Kleinspielfeld von 45 mal 30 Meter, eine Sandgrube für den Weit- und Dreisprung und ein Rasenbereich für das Kugelstoßen Platz gefunden. Die Laufbahn rund um die Plätze ist mit 435 Metern deshalb auch etwas länger geworden als das Standardmaß. Bislang hat sie noch eine schwarze Asphaltdecke als Oberfläche, doch darüber kommt noch eine Tartanschicht. Und zwar in Blau – dafür haben sich die Bürgerinnen und Bürger in einer Beteiligung entschieden.

Besonders breit wird die Tartanbahn an der Nordseite des Platzes. „Hier werden wir vier Bahnen nebeneinander führen, zum Beispiel für Hundert-Meter-Läufe“, erklärt Vera Vincentz vom Fachbereich Stadtentwicklung und Planung. „Und auch die Anlaufbahnen für die Weit- und Dreispringer kommen hier unter.“ Die nächsten Bundesjugendspiele können also kommen.

Aufgrund ihrer Topographie teilt sich die Sportanlage in drei Bereiche. Insgesamt vier Eingänge führen auf das Gelände. Zwar ist nicht alle Eingänge und Wege für sich barrierefrei – allerdings können alle Teilbereiche der Anlage mit dem Rollstuhl erreicht werden. Auch ein Leitsystem wird noch installiert, das die Orientierung erleichtern soll. An der Westseite des Areals führt zudem ein Weg direkt von der Hügelstraße zur Luisenstraße und wird während der täglichen Öffnungszeiten des Platzes eine neue Fuß-Direktverbindung quer durch das Quartier darstellen.

Im mittleren Teilbereich der Sportanlage befindet sich ein weiteres Großspielfeld. Dieses soll zukünftig überwiegend von den Kickern des SV Blau-Weiss Meer genutzt werden, die durch den Bau des SMS-Campus heimatlos geworden sind. Zurzeit trainieren hier gelegentlich aber auch die Mannschaften des 1. FC Mönchengladbach. Der Verein wird nach dem Abschluss der Umbauarbeiten mit seinem gesamten Trainings- und Spielbetrieb wieder an seine alte Heimstätte in der Ernst-Reuter-Sportanlage zurückkehren. Zwar ist das Großspielfeld im mittleren Teilbereich der Anlage nicht Teil des Förderprojekts, dennoch hat die die Stadt auf eigene Kosten auch hier den Kunstrasen erneuert.

 

Sportangebote für alle

Im obersten Teilbereich der Ernst-Reuter-Sportanlage an der Hügelstraße befindet sich, neben einem vereinseigenen Kleinspielfeld des 1. FC, der Fun-Sportbereich, der nicht dem Vereins- und Schulsport vorbehalten ist. Zu diesem Areal gehören etwa ein Fußball Mini-Spielfeld mit Bande, vergleichbar mit dem im Geropark, und ein Basketball und Streetballfeld, dessen Maße sich für die beliebte 3x3-Variante eignen. Nicht nur spektakuläre Körbe und Dunkings werden hier zum Hingucker, sondern auch die blau-pinke Gummioberfläche, die ebenfalls aus einer Bürgerbeteiligung hervorgegangen ist.

Groß und Klein können sich darüber hinaus an einer Slackline ausprobieren. Und auch eine weitere Hauptattraktion des Bereiches richtet sich explizit an alle Altersklassen. Ein großer Mehrgenerationen-Trainingsturm wird mehr als 40 Übungsmöglichkeiten bieten, um sich fit zu halten. Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsmöglichkeiten runden das Angebot ab und lassen hier einen neuen Treffpunkt im Quartier entstehen.

Eine kleine tieferliegende Fläche in diesem Bereich dient zudem als Sammel- und Versickerungsfläche für Regenwasser. Auch wenn das der einzige sichtbare Bereich dafür ist – die Entwässerungsarbeiten haben insgesamt eine große Rolle bei dem Projekt gespielt. So werden beispielsweise allein unter einem Kunstrasen-Großspielfeld 1,5 km Rohrleitungen verlegt. Über sie wird das Regenwasser, das durch kleine Löcher in der Trägerschicht des Kunstrasens dringt, in Rigolen geführt, wo es gleichmäßig versickern kann. Ein wichtiger Aspekt, damit Fußballspiele bei Regenwetter nicht zur Wasserschlacht werden.

 

Mehr als 3,5 Millionen Euro für den Sport und das Quartier

Die Modernisierung der Ernst-Reuter-Sportanlage ist Teil der Städtebaufördermaßnahme Soziale Stadt Gladbach und Westend. Die Bauarbeiten haben im September 2024 begonnen und enden voraussichtlich im selben Monat dieses Jahres. Insgesamt 3,5 Millionen Euro sind für das Projekt veranschlagt, die zu 80 Prozent aus Fördermitteln des Landes bezuschusst werden. Hinzu kommen rund 180.000 Euro für die Erneuerung des mittleren Kunstrasen-Spielfeldes, die die Stadt aus Eigenmitteln trägt.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Ernst-Reuter-Sportanlage Projektteam

©  Stadt MG
Ernst-Reuter-Sportanlage Projektteam

Andreas Knecht vom Fachbereich Schule und Sport und Vera Vincentz vom Fachbereich Stadtentwicklung und Planung führten über die Baustelle.


Ernst-Reuter-Sportanlage nördlicher Bereich

©  Stadt MG
Ernst-Reuter-Sportanlage nördlicher Bereich

Im nördlichen Bereich war früher „nur“ ein Naturrasenplatz. Nun gibt es hier einen großen Kunstrasen- Platz, neben dem noch ein Kleinspielfeld von 45 mal 30 Meter (rechts hinten), eine Sandgrube für den Weit- und Dreisprung und ein Rasenbereich für das Kugelstoßen (rechts vorne) Platz gefunden.


Ernst-Reuter-Sportanlage Fitnessturm

©  Stadt MG
Ernst-Reuter-Sportanlage Fitnessturm

Noch im Aufbau befindet sich der Mehrgenerationen Fitnessturm, an dem mehr als 40 verschiedene Übungen durchgeführt werden können. Ebenso wie das Mini-Spielfeld (hinten rechts) und ein kleines Basketballfeld (hinten links, noch schwarz) ist der Fitnessturm im südlichen Bereich der Anlage an der Hügelstraße und kann unabhängig vom Vereinssport durch jedermann genutzt werden.


Ernst-Reuter-Sportanlage Quartiersweg

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Ernst-Reuter-Sportanlage Quartiersweg

An der Westseite des Areals führt ein Weg direkt von der Hügelstraße zur Luisenstraße und wird während der täglichen Öffnungszeiten des Platzes eine neue Fuß-Direktverbindung quer durch das Quartier darstellen.