Meldungsdatum: 20.11.2025

Kreisstadt Unna sichert Baumbestand an der Gerichtsstraße – Entsiegelung verbessert Klima- und Standortbedingungen

Die Kreisstadt Unna hat am Montag, 17. November, mit der Vergrößerung von Baumscheiben in der Gerichtstraße begonnen. Viele Baumstandorte im innerstädtischen Straßenraum wurden in den vergangenen Jahrzehnten zu klein angelegt. Dadurch ist die langfristige Entwicklung der Stadtbäume gefährdet, deren Standfestigkeit auch durch den fortschreitenden Klimawandel gefährdet wird. Nach aktuellen technischen Standards sollten Baumscheiben deshalb mindestens vier Quadratmeter groß sein, um Stadtbäumen ausreichend Raum zu bieten. Zu kleine Standorte führen häufig zu Schädigungen und Verlusten, die durch die jetzige Maßnahme vermieden werden sollen. Durch die Entsiegelung entsteht mehr aufnahmefähiger Boden, in dem Regenwasser vor Ort versickern kann. Das entlastet die Mischwasserkanalisation und verbessert gleichzeitig die Wasserversorgung der Bäume. Auch das Stadtklima profitiert: Begrünte Flächen heizen sich im Sommer weniger auf und erhöhen durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit.

Die versiegelte Fläche zwischen der Einmündung Hertingerstraße und der Hausnummer 7 wurde bislang für rund zehn Stellplätze genutzt, darunter ein ausgewiesener Behindertenparkplatz. Mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wurden vorab Gespräche geführt. Da ihnen ausreichend Parkraum auf den Grundstücken sowie auf der Südseite der Straße zur Verfügung steht, können die Stellplätze, auf denen in der Vergangenheit viele Autos mit ortsfremden Kennzeichen zu sehen waren, entfallen. Der Behindertenparkplatz bleibt erhalten und wird innerhalb des Bereichs verlegt. Die Einfahrten zu den Grundstücken sowie bestehende Einbauten wie Verkehrszeichen oder Leuchten sind von der Maßnahme nicht betroffen.

Die freiwerdenden Flächen werden mit Hochborden gegen Befahren gesichert, der Untergrund wird – sofern erforderlich – für bessere Wasserdurchlässigkeit vorbereitet und anschließend mit Vegetationssubstrat aufgefüllt. Eine zusätzliche Bepflanzung mit neuen Bäumen ist nicht vorgesehen, da Jungbäume unter dem Schatten alter Bäume kaum ausreichend Licht erhalten würden. Im Frühjahr wird zudem eine Blühwiesenmischung eingesät. „Mit der Umgestaltung entsteht ein zusammenhängender Grünbereich, der die bestehenden Bäume miteinander verbindet, ihre Wurzeln schützt und langfristig zu einem stabileren, gesünderen Stadtbaumbestand beiträgt“, erklärt Sandro Wiggerich, Erster Beigeordneter der Kreisstadt Unna und zuständig für Umwelt, Klima und Tiefbau.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund zwei Wochen und werden von der Firma Skalski Gartengestaltung ausgeführt. Die Kosten der Maßnahme liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich.


Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Entsiegelung Gerichtsstr

©  Kevin Kohues/Kreisstadt Unna
Entsiegelung Gerichtsstr

Aus einem Parkstreifen wird ein Grünstreifen: Erster Beigeordneter Sandro Wiggerich (v.r.), Andreas Siebeck (Umweltamt) und Fabian Skalski (Fa. Skalski Gartengestaltung) freuen sich über den Beginn der Umgestaltung an der Gerichtsstraße.


Blühstreifen

©  Bundesstadt Bonn
Blühstreifen

So blühend grün wie hier an der Heussallee in Bonn wird es künftig auch an der Gerichtsstraße in Unna aussehen.