Meldungsdatum: 26.11.2025
Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten im Diebesturm konnte nach dem Holkensturm im Februar 2025 der zweite der fünf Borkener Stadttürme nach Umbauarbeiten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Im Rahmen des Stadtjubiläums werden alle fünf Türme als prägende Wahrzeichen der „Stadt der Türme“ neu in Szene gesetzt: Diebes- und Holkensturm wurden – zumindest teilweise – saniert, Kuhm- und Windmühlenturm neu erlebbar gemacht.
Rund 300 Besucherinnen und Besucher nutzten am vergangenen Sonntagnachmittag, 23. November 2025, die Gelegenheit, zunächst den sanierten Diebesturm zu besichtigen. Um 15 Uhr eröffnete Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing eines der fünf Wahrzeichen der „Stadt der Türme“. Neben dem Trauzimmer wird künftig auch der Heimatverein Borken e. V. seinen Sitz im ehemaligen Gefängnisturm haben. In der zweiten Etage erwartete die Besuchenden ein modernes Geschäftszimmer des Vereins.
Nur wenige Schritte weiter feierte im Holkensturm das neue Gesellschaftsspiel „Steen op Steen“ (Plattdeutsch für „Stein auf Stein“) seine Premiere. Entwickelt wurde es als Bürgerprojekt zum Stadtjubiläum von Familie Eming und zeigt spielerisch den Aufbau der fünf Stadttürme – ergänzt um Ereignisse und Begebenheiten aus der Borkener Geschichte. Die Spielerinnen und Spieler errichten jeweils zwei Türme aus den Rohstoffen Holz und Stein und stellen sich historischen Widrigkeiten in Form von Ereigniskarten. Das Spiel ist ab sofort in der Tourist-Information im FARB Forum Altes Rathaus Borken, Markt 15, erhältlich.
Im ersten Obergeschoss des Holkensturms las Marita Haselhoff den kleinsten Turmbesuchenden aus dem neuen Kinderbuch „Die geheime Eulen-Chronik“ vor. Das illustrierte Buch zum Stadtjubiläum bildet die Grundlage für die ebenfalls neue „Fünf Türme-Tour“, die ab sofort eigenständig abgelaufen werden kann und verbindet alle fünf Türme miteinander. An jedem Turm befinden sich neue Informationstafeln zur Geschichte des jeweiligen Bauwerks. Eine Besonderheit ist die Verbindung zur „Eulen-Chronik“: So begegnet man der Eule Tyboria am Diebesturm genau dort, wo sie im Buch ihre Chronik schreibt.
Im Kuhmturm wurde die Stadt- und Turmgeschichte hörbar: Das neue Hörspiel „Der schiefe Turm“ übersetzt die verschiedenen Szenen des Gemäldes der Borkener Malerin Julia Schily Koppers (1855 – 1944) in kurze Episoden. Beides kann im Turm jederzeit besichtigt werden und schlägt einen erzählerischen Bogen zwischen Turm, Gemälde und Stadtgeschichte.
Der Windmühlenturm hat seit Sonntag offiziell einen „Mini-Turm“ oder „Zwillingsturm“: Direkt gegenüber des historischen Bauwerks steht ein Drahtgestell, das die Geschichte des Turms anschaulich wiedergibt und seine Form aufgreift. Der barrierefreie Zugang ermöglicht historische Einblicke, ohne das Bauwerk, das sich nicht im städtischen Besitz befindet, zu betreten.
Auch der Wedemhoveturm öffnete seine Türen. Der Natur- und Vogelschutzverein informierte dort über seine Vereinsarbeit. Im nahegelengen Stadtpark lud die „Türme-Tour“ dazu ein, verschiedene heimische Tiere zu entdecken und mit einem Stift abzupausen.
Der „Turmtag“ zeigte eindrucksvoll das große Interesse der Bevölkerung an den historischen Bauwerken, die für die Stadt und ihre Gesellschaft hohe emotionale Bedeutung haben. Ziel des Projekts ist es, die Denkmäler künftig häufiger zugänglich zu machen und „die Stadt der Türme“ lebendig erfahrbar werden zu lassen. Die fünf Türme-Tour kann jederzeit gestartet, der Kuhmturm selbsttätig betreten werden. Den dazugehörigen Flyer erhalten Interessierte in der Tourist-Information und weitere Informationen auf borken.de/tuerme. Die geführten Stadttouren bieten zudem regelmäßig Einblicke in weitere Türme und können unter borken.de/tourismus entdeckt werden.
Die Gesamtmaßnahme wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen im Programm „Heimat-Zeugnis“.
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